Arbeitnehmern ist Freizeit wichtiger als Geld

Arbeitnehmer: Lieber mehr Freizeit statt mehr Geld

Verschiedene Umfragen und Studien haben sich mit den Prioritäten der europäischen Arbeitnehmer beschäftigt und sie gefragt: Freizeit oder Geld – Was zählt als Benefit mehr? Die Umfrageergebnisse machen deutlich, dass Angestellte freie Zeit mehr schätzen als ein dickeres Plus auf dem Konto. Auch den Arbeitgebern ist das bewusst: Sie wissen, dass ihre Mitarbeiter mit Freizeit am meisten begeistert werden können.

Arbeitnehmer setzen auf Freizeit

Das Stellenportal karriere.at hat im letzten Jahr 528 Arbeitnehmer befragt, ob sie lieber mehr Freizeit oder lieber mehr Geld haben würden. Mehr als ein Drittel von ihnen (39 Prozent) findet, dass man Freizeit nicht mit Geld aufwiegen kann. Fast genauso viele finden eine gute Bezahlung zwar wichtig, schätzen mehr Urlaub aber als zusätzlichen Benefit. Gerade einmal 15 Prozent würden mehr Gehalt der Freizeit vorziehen – sofern sich die Überstunden nicht übermäßig anhäufen. Jeder zehnte Arbeitnehmer empfindet den gesetzlichen Urlaub als ausreichend und würde lieber mehr Geld haben.

Führungskräfte: Geld ist nicht alles

Die 208 befragten HR-Manager und Führungskräfte wissen um den hohen Wert der Freizeit. 55 Prozent von ihnen würde den Angestellten mehr Urlaub anbieten, wenn die Bezahlung stimmt und 19 Prozent sind der Meinung, dass Geld freie Zeit nicht ersetzt. Fast jeder Fünfte findet, dass Geld der bessere Anreiz ist, wenn die Überstunden im Rahmen bleiben. Acht Prozent glauben, dass nur das Gehalt zählt.

Mit den richtigen Benefits bei Arbeitnehmern punkten

Die Umfrage zeigt, dass Arbeitnehmer nicht faul sind: Sie schätzen vielmehr die Flexibilität ihres Arbeitgebers, um Beruf und Privatleben besser in Einklang bringen zu können. Bei der Auswahl des Arbeitgebers steht die Qualität und das angemessene Gehalt immer noch im Vordergrund – mit den richtigen Vorteilen in Form von Freizeitausgleich können Personaler ihre Angestellten aber begeistern.

Wir Deutschen sind besonders freizeitliebend

Im europäischen Vergleich stechen dabei vor allem die Deutschen heraus: Während den Deutschen ihr Zuhause und ihre Freizeit mit Abstand am wichtigsten sind (vor der Karriere), ist es für die Polen zwar auch das eigene Zuhause, die zweite Priorität ist aber das Geld. In Großbritannien ist es andersherum. In Frankreich liegt das Geld sogar an erster Stelle. Den Italienern ist wiederum die Karriere am wichtigsten. Diese Ergebnisse zeigte eine weitere Studie aus Deutschland vom Meinungsforschungsinstituts Dalia. Hierfür wurden 10.000 Europäer aus 28 verschiedenen Ländern befragt.

Foto: Thinkstockphotos, iStock, 465223667, AndreyPopov

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