Angespielt: Moto GP`06

Auch deswegen, weil die Vorgänger von „Moto GP`06“ allesamt
und immerzu überzeugen konnten. Wie also, würde ich nun mit dem heiß ersehnten
Nachfolger zu Recht kommen?
 
Gleich zu Beginn, als ich die Scheibe aus der THQ-Schmiede
in meine Konsole legte, fing die Nerverei aber leider auch schon an. Unendlich
lange Ladezeiten! Wem soll man da die Schuld für zuschreiben? Microsoft, dass
sie keinen stärkeren Prozessor und Speicher in die XBox 360 eingebaut haben
oder den Entwicklern, die nicht ausreichend auf die Nachteile der Konsole
eingegangen sind.
 
Die erste Enttäuschung verflog jedoch, als ich den
Quali-Modus startete und die wunderbar detaillierten Motorräder und Fahrer sah.
Hervorragend animiert und einfach nur beeindruckend! Genauso wie der Sound, der
aus den Auspuffrohren der Yamahas und Co. röhrte, als ich den Trigger zum
Starten der Maschine anziehe. Im Laufe meiner ersten Runden beäuge ich das
Drumherum und kann weder schlechtes noch wirklich gutes über die Gestaltung der
Umgebung sagen. Durchschnitt halt. Klar, auf der alten XBox wäre das grandios
gewesen, doch von einer High End Konsole verspricht sich der „Zocker“
vielleicht ein bisschen mehr. Ich bin jedoch fest überzeugt davon, dass die
Entwickler in Zukunft ihr Engineering noch perfektionieren werden.
 
Ein paar kleine Ruckler hindern mich nicht daran den
Geschwindigkeitsrausch zu genießen. Ein prima Fahrgefühl baut sich während der
Zeit auf, weil die Lenkung sehr flüssig rüberkommt und die Grafik und der Sound
es dem Spieler wirklich einfach machen in die Moto-Racing-Welt einzutauchen.
 
Nach meiner Quali kämpfe ich in der Fahrerweltmeisterschaft
gegen Rennasse wie Seite Gibernau und Valentino Rossi. Super, dass mal wieder
alle aktuellen Stars und Fahrer mit an Bord genommen wurden. Da kommen doch
gleich der richtige Ehrgeiz und das passende Feeling auf. Ich kann Spiele nicht
leiden, die mit Namen wie Mikel Schomocher oder Mihai Bollack versehen sind.
 
Fahrer, Outfit, Maschinen, Werbeslogan etc. könnt ihr euch
vor der Karriere aussuchen und es ist (selbstverständlich) möglich, sich seinen
eigenen Fahrer im Editor zu kreieren. Startet ihr in eure Weltmeisterschaft
habt ihr die Möglichkeit an den Maschinen herumzuwerkeln und die jeweils für
euch perfekte Abstimmung herauszufinden.
 
Werdet ihr im Laufe der Zeit immer erfolgreicher könnt ihr
euer motorisiertes Rennrad perfektionieren und mit Adding-Points aufwerten, die
ihr von Strecke zu Strecke „verschieben“ könnt um die jeweils beste Einstellung
für einen Parcours vorzunehmen. Diese Punkte können allerdings nicht nur im
GP-Modus geholt werden, sondern auch in den Herausforderungen wo altbekannte
Aufgaben, wie das Fahren gegen die Zeit, auf euch warten.
 
Insgesamt bin ich mit dem Spiel sehr zufrieden und hatte
mich nach einigen Anlaufschwierigkeiten an die Ruckler gewöhnt, die nicht
wirklich dramatisch sind. Das Race-Feeling ist mal wieder herausragend und was
ich zu guter letzt erwähnen lobenswert erwähnen will, ist, dass nicht jede Strecke
beim ersten oder zweiten Versuch bewältigt wird. Es warten teilweise doch
wahnsinnig schwere Herausforderungen auf euch und ihr könnt euch auf viele
Belohnungen bei erfolgreichem Abschluss freuen.

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