Abgeltungssteuer in der Steuererklärung: So umgehen Sie die Tücken!

Mit der Einführung der Abgeltungssteuer in 2009 sollten Kapitalerträge nur noch pauschal versteuert werden. Ursprünglich sollte damit eine Vereinfachung beim Steuerzahler erreicht werden. Stattdessen stiftete die Reform langezeit Verwirrung, und viele Privatanleger ärgerten sich über starke Einbußen bei den Gewinnen. Hier finden Sie die fünf wichtigsten Tipps zur Einsparung der Steuer.

Abgeltungssteuer: So umgehen Sie die Tücken!

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Schichten Sie um!

Eine sinnvolle Investition sind Mischfonds bzw. Dachfonds. Wenn die diversen Fondsanteile stark varrieren, kann die Abgeltungssteuer deutlich verringert werden. Für solche Umschichtungen ist das Fondsmanagement Ihr Ansprechpartner. Tipp: Suchen Sie sich einen möglichst renommierten Fondsanbieter, um auch langfristig in den Genuss dieser Steuerersparnis zu kommen. Achten sollten Sie außerdem auf moderate Gebühren.

2

Riestern Sie!

War Altersvorsorge für Sie bislang kaum ein Thema? Überdenken Sie den Abschluss einer Riester-Rente. Denn bei Anlageformen, welche lediglich der privaten Altersvorsorge dienen, entfällt die Steuer. Vorteil: Sämtliche Kursgewinne, Divididenden und auch Zinsen werden nun nicht mehr angetastet. Dies betrifft sowohl Riester-Fondssparpläne und Rürup-Rente, als auch betriebliche Vorsorgepläne. Sofern die Haltedauer mindestens 12 Jahre beträgt und sie vor Beginn des Jahres 2005 abgeschlossen wurden, entfällt die Steuer auch bei privaten Renten- und Kapitallebensversicherungen betroffen.
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Timen Sie!

Das Prinzip nennt sich „First in First out“. Gemeint ist folgendes: Sämtliche Wertpapiere, die bereits vor 2009 in ihrem Besitz waren, sind nicht von der Steueränderung betroffen und profitieren somit von diesem neuen First-in-First-out-Prinzip. Das besagt, dass Anteile, die zuerst im Depot waren, dieses auch zuerst verlassen müssen. Abgeltungssteuerpflichtige Anteile müssen also vor abgeltungssteuerfreien Anteilen verkauft werden. Sie investieren klug, wenn Sie sich ein zweites Depot für Wertpapiere anschaffen. Mit dem richtigen Timing können Sie abgeltungssteuerfreie Wertpapiere auf diese Weise so lange wie möglich behalten.

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Behalten Sie!

Sowohl inländische, als auch ausländische thesaurierende Fonds sollten Sie so lange wie möglich behalten, denn für Kursgewinne aus solchen Investmentfonds wird die Abgeltungssteuer erst nach Verkauf fällig. Hinzu kommt ein Stundungseffekt, da die Steuer hier nicht sofort erhoben wird. Ergo: Hohe Anlagesumme und maximale Anlegedauer bringen hier nicht nur hohe Kapitalerträge. Steuererklärung und Korrespondenz mit dem Finanzamt werden zwar etwas aufwendiger, dafür jedoch wird eine deutliche Verringerung der Steuerlast Ihnen jede Mühe danken.

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Schenken Sie!

Auch durch die Übertragung von Kapital auf Ihr Kind können Sie diese Steuer umgehen. Denn selbstverständlich steht auch Ihrem Kind ein Freibetrag zu. Achtung: Die Schenkung sollte jedoch ernst gemeint sein!

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