Ab 2018 Fahrverbot für Dieselmotoren?

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Mehr als dreißig Prozent der bei uns zugelassenen Autos sind Dieselfahrzeuge. Doch das Image der so beliebten Motoren hat seit dem Abgasskandal bei VW gelitten. Und noch etwas setzt dem Diesel zu: Auf der in dieser Woche begonnenen Hauptversammlung des “Deutschen Städtetags“ wird unteranderem über ein zeitweises Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in den Innenstädten diskutiert. Und zwar dann, wenn die Luftverschmutzung zu hoch ist.


Stuttgart wird häufig als Beispiel für zu hohe Feinstaubwerte und zu viel Stickoxide in der Luft angeführt. Mittlerweile drohen der Landeshauptstadt sogar EU-Strafen. Bereits 2018 werden somit Fahrverbote kommen, teilte der “Deutsche Städtetag“ diese Woche mit – und das nicht nur in Stuttgart. Einige deutsche Städte werden laut Aussagen des Geschäftsführers des „Deutschen Städtetages“ Helmut Dedy wohl nicht um Fahrverbote für Dieselmotoren herumkommen. Es geht um fast sechs Millionen Altdiesel, die die EU-Norm nicht erfüllen.

Wann und Wo?

Noch weiß man nicht, wie man das Dieselverbot umsetzt und auch noch nicht wo es greifen soll und wo nicht. Bislang sind die Städte Hamburg, Bonn, Köln, Darmstadt, München, Wiesbaden, Aachen und viele mehr im Gespräch. In den betroffenen Regionen müsste eine blaue Plakette für saubere Diesel gefertigt werden.

Aber kann man das Autofahren wirklich verbieten?

Hauptgeschäftsführer des “Deutschen Städtetages“ Helmut Dedy räumt ein, dass es auch bei einem derartigen Fahrverbot Ausnahmen geben wird. So beispielsweise für berufliche Fahrzeuge.

Am Ende könnte es also auch nur ein „Fahrverbot light“ werden, da ein derartiges Verbot nur schwer durchsetzbar ist und zahlreiche Klagen nach sich ziehen würde. Das meinen auch Rechtsexperten.

Zudem wird derzeit über eine elegante Lösung für Dieselfahrer diskutiert. So könnten beispielsweise Hersteller und der Staat für die Umrüstung sogenannter Altdiesel aufkommen. Schließlich haben sie zu lange an den schmutzigen Dieselmotoren festgehalten, für deren schlechte Auswirkungen nun eigentlich nicht Millionen Bürger aufkommen sollte …

Foto: Fotolia, 39930391, stockphoto-graf

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