Spielspaß für die ganze Familie: Drei Brettspiele für lange Winterabende

Tipss für neue Brettspiele

Rasantes Kamelrennen mit Wetteinsätzen: Camel Up ist Spiel des Jahres 2014

Die dunkle Jahreszeit ist ideal für ausgedehnte Spielerunden mit der ganzen Familie. Computer, Smartphone und Glotze ausschalten, das Brettspiel rausholen – und los geht’s. Wir stellen drei tolle Brettspiele vor, bei denen sich alle Generationen um einen Tisch versammeln und auf ihre Kosten kommen können.

Welches Kamel rennt am schnellsten – Camel Up

Bei diesem zum Spiel des Jahres 2014 gekürten Kamelrennen kommt garantiert keine Langeweile auf. Das Spiel ist rasant, spannend – und nach etwa 20 Minuten auch schon vorbei. Fünf Kamele tragen ein Rennen aus, die Spieler wetten auf den Ausgang. Das Knifflige dabei: Die Spieler haben kaum Einfluss auf die Kamele, die Tiere machen mehr oder weniger, was sie wollen.

Es geht immer reihum. Wer an der Reihe ist, würfelt, nimmt eine Wettkarte auf oder gibt eine Wette ab – auf den Gesamtsieger, den Letztplatzierten oder auf das schnellste Kamel im jeweiligen Streckenabschnitt. Und schon ist der Nächste dran, Pausen gibt es keine. Groß nachgedacht werden muss auch nicht, „Camel Up“ ist in erster Linie ein Glücksspiel – was natürlich dazu führen kann, dass gerade jüngere Spieler mit ihrem Pech hadern. Aber da ein Spiel im Nu vorüber ist, gibt es schnell die Möglichkeit zur Revanche. Neues Spiel, neues Glück eben.

„Camel Up“ von Pegasus Spiele, ab 8 Jahren, für 2 bis 8 Spieler, Preis etwa 20 Euro

Welche Antwort ist die richtige – Quizduell

„Quizduell – Das Spiel“ ist die Brettspielvariante der äußerst beliebten „Quizduell“-App. Deshalb gleich zu Anfang ein wichtiger Hinweis: Die Fragen im Brettspiel sind dieselben wie in der App. Wer die digitale Version ausgiebig gedaddelt hat, kann sich schnell langweilen. Allen anderen dürfte das Quizspiel viel Freude bereiten.
Das Spielprinzip ist einfach: Wie bei der App treten die Spieler gegeneinander an und müssen in 19 Kategorien ihr Wissen beweisen. Wer am Zug ist, wählt eine Kategorie aus, zieht eine Quizkarte und liest dann eine entsprechende Frage vor. Nun rieselt eine Sanduhr vor sich hin, und die Spieler wählend aus den vier vorgegebenen Antworten die als richtig erachtete aus. Für richtige Antworten gibt’s Punkte. Wer am meisten Punkte hat, gewinnt. Dank verschiedener Schwierigkeitsstufen bei den Fragen ist der Ratespaß auch für Kinder geeignet.

„Quizduell – Das Spiel“ von Ravensburger, ab 12 Jahren, für 2 bis 6 Spieler, Preis etwa 30 Euro

Welcher Kapitän handelt am cleversten – Norderwind

„Norderwind“ ist ein Abenteuerspiel von Klaus Teuber, dem Erfinder der berühmten „Die Siedler von Catan“-Reihe. In dem Spiel geht darum, den drei von Piraten heimgesuchten Städten Olesand, Norderkap und Trutzhavn beizustehen. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Kapitänen, die mit ihren Schiffen Jagd auf die Piratenbrut machen und die bedrohten Hafenstädte mit Waren wie Bauholz, Getriebe, Fisch, Salz und Wein zu versorgen. Vor allem Kinder werden von den Schiffsmodellen aus Pappe begeistert sein, die die Spieler selbst zusammensetzen (klappt prima) und im weiteren Verlauf des Spiels mit Matrosen, Kanonen und Waren beladen.

Zu Beginn eines Spielzugs entscheidet man sich für eines von den drei Gewässern vor den Städten, die durch Kartenstapel symbolisiert werden. Die in den Stapel enthalten sogenannte Meerkarten, die wiederum für bestimmte Aktionen und Ereignisse stehen. Pro Spielzug dürfen aber nur zwei Aktionen ausgeführt werden, die Spieler müssen also gut überlegen, welche Waren sie beispielsweise einkaufen wollen oder ob sie nicht lieber ihre Besatzung verstärken wollen. Wer zuerst die Aufträge der drei bedrohten Städte erfüllt, hat gewonnen. „Norderwind“ macht erst ab drei Spielern Spaß, eine Partie dauert etwa eine knappe Stunde. Das Spiel ist gut für Kinder geeignet, Fans anspruchsvoller Handelssimulationen werden es nicht komplex genug finden.

„Norderwind“ von Kosmos, ab 10 Jahren, für 2 bis 4 Spieler, Preis etwa 30 Euro

Foto: Pegasus Spiele

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