Google verprellt Blogger mit Dollar-Trick

Kern der Kritik des Herrn Kunde ist der Umstand, dass AdWord-Kunden, also Käufer von Anzeigen bei Google in ihrer jeweiligen Landeswährung zur Kasse gebeten werden, während die Einblender, also Werbeflächenanbieter generell in US-Dollar bezahlt werden.

Ein Scheingefecht. Das Problem mit Googles AdSense beginnt schon wesentlich früher. Lese doch mal einer seine AdSense-Berichte durch. Wird da einer schlau draus? Man erfährt, wieviel man wann für welchen Klick erhalten hat,  erfährt aber bereits nicht, warum man Betrag X und nicht Betrag Y erhält.

Man erfährt auch nicht, wieviel Prozent dessen, was Google für die Einblendung erhält, man wiederum ausgeschüttet bekommt. Man erfährt im Grunde nichts, respektive nicht viel. Jedenfalls nicht genug, um sich einen Kopf darüber zu machen, inwieweit es fairer wäre, wenn die Provisionen in Euro berechnet würden.

Google kann es im Prinzip wurscht sein. Weisen sie Euros aus, gibt es eben noch weniger per Klick. Googles Werbekonzept hat reichlich große Ähnlichkeit zur mittelalterlichen Willkürherrschaft. Man erinnere sich nur an die Pagerank-Spielchen vor ein paar Wochen. Warb jemand mit Linklift oder TLA, jedenfalls außerhalb von Google? Runter mit dem PageRank, 0 is the limit. Damit waren diese Flächenvermieter für ihre bisherigen Auftraggeber nicht mehr interessant. Oder nehmen wir die merkwürdigen AGB, die es Google prinzipiell erlaubt hätten, Inhalte aus Text & Tabellen weitergehend zu nutzen.

Es gibt also genügend handfeste Themen, die man aufgreifen kann, wenn man Google kritisieren will. Wenn man sich allerdings bloß einen kritischen Anschein geben will, ohne den Jungs aus Amiland wirklich auf die Füße zu treten, reicht es offenbar, die lauwarme Währungsthematik auf Artikellänge aufzublasen.

Vielen Dank SpOn für dieses Lehrstück eines angepassten Journalismus.

[Fotoquelle: pixelio.de]

Keine Meinungen

  1. Robert hat die falschen Berechnungen bereits <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/12/25/google-dollar/"sehr ausführlich entkräftet.

  2. .@Jan: Stimmt. Allerdings erschien sein Beitrag erst nach meinem, so dass ich seine Aussagen nicht berücksichtigen konnte..

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