Frauen, bewegt euch!


Ein kurzer Rückblick:

Bereits
im 12. Jahrhundert gab es Frauen, die weder heiraten noch Mutter werden
wollten. Dagegen wollten sie sich bilden und wirtschaftlich unabhängig sein.
Das waren die Beginen. Sie bezogen gemeinsam die so genannten Beginenhöfe und
machten das, worauf sie Lust hatten. Doch manchmal passierte es auch diesen fortschrittlichen
Frauen, dass die Liebe dorthin fiel, wohin sie eigentlich nicht fallen sollte.
Dann sagte die betroffene Begine: och, ich will jetzt doch heiraten und
abhängig sein. Und schwupps war sie Gemahlin und hatte einen dicken Bauch.
Begine hin oder her. Kurze Zeit später wurde das dem Papst zu bunt und er
sagte: entweder konvertieren oder verbrennen. Wie ihr euch vorstellen könnt, wurde
es manchmal ganz schön heiß zum Schluss.
Den zweiten Versuch
starteten die Suffragetten kurz nach der Französischen Revolution. Denn Freiheit
und Gleichheit hatten nur noch an Brüderlichkeit gedacht. Das fanden die
Suffragetten nicht so gut. Sie wollten auch wählen gehen, und sich bilden, und
überhaupt: auch ihnen sollte etwas gehören, ergo: sie mussten arbeiten gehen
können! Das nennt man in der Summe auch Bürgerrechte. Die Männer störte das
alles gar nicht, denn die klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau
war davon nicht betroffen. So nach dem Motto: na, wenn sie meint, sie bekommt
das alles noch neben Haushalt und Kindern hin … Diese Bewegung dauerte bis zum
Beginn des zweiten Weltkrieges und frau kann sagen: sie hat einiges gebracht.
In Deutschland darf die Frau seit 1919 ihr Kreuzchen machen. Sie kann also
nicht sagen, sie hätte von nichts gewusst, 1933 … ihr wisst schon. Na, das war
dann 45 sowieso vorbei. Da gab’s nämlich keine Männer mehr, und das Problem
hatte sich von alleine erledigt. Obwohl irgendwie auch nicht. Die Frauen
konnten zwar das Land aufbauen, aber an den runden Tischen saßen dann doch
wieder nur die, die meinten, sie hätten die Deutungshoheit mit Löffeln
gefressen. Genau: die Männer.
Als alles wieder stand,
fiel das den Frauen auch auf. Und wieder mussten sie sich von ihren
französischen Kolleginnen was abgucken. Denn 68 hatte sich Deutschland nicht
alleine ausgedacht. Doch diesmal kam es härter: auch die traditionelle
Rollenverteilung und das Patriarchat insgesamt wurden massiv in Frage
gestellt. Die Liste wurde immer länger, DER so genannte Feminismus hat’s
aufgeschrieben. So und jetzt wird’s schwierig. Denn ab dem Zeitpunkt haben sich
Radikalfeministinnen, Universalistinnen, Anhängerinnen der Differenztheorie uns
so weiter und so fort (hier folgen mindestens 15 Strömungen mit diversen
Splittergruppen) den Mund so fusslig geredet, dass alle, sowohl Männer als auch
Frauen, darüber ganz vergessen haben, worum es damals eigentlich ging und heute
immer noch geht: nämlich um Gleichberechtigung. Selbstständig (Emanzipation =
Entlassung des Sklaven in die Selbstständigkeit) sind wir nämlich schon lange.

Und
was, liebe Geschlechtsgenossinnen, bedeutet heute Gleichberechtigung? Ich würde
sagen, genau die Hälfte von dem, was Frau oder Mann macht. Und da es meistens
die Frau macht, fangen wir mal bei ihr an:
1.
Kinderbetreuung
(ja, ich weiß, die Natur hat es so eingerichtet, dass die Frau die Kinder
bekommt, das dauert aber in der Regel nicht länger als 14 Stunden). Danach kann
der Papa ruhig mithelfen. Und zwar 50:50, und nicht nur 2 Monate …
2.
Haushaltsführung.
Saubermachen, Einkaufen, Spülmaschine, Wäsche waschen, Wäsche aufhängen, Wäsche
zusammenlegen, bügeln, wenn man mag, kochen … all diese feinen kleinen Dinge,
die so viel Zeit kosten, dass beide Geschlechter sie lieber mit einem schönen
Buch oder miteinander verbringen würden. Der deutsche Mann hilft
durchschnittlich 6-7 Minuten täglich seiner Frau im Haushalt. Dabei liebt er
sie doch! Wie kann das sein?
3.
Gleicher Lohn
für gleiche Arbeit. Ja, darüber brauchen wir nicht zu reden. Ich bin der
Meinung, dass Frauen ohnehin mehr auf die Reihe kriegen, Mütter noch mehr, aber
wir müssen uns jetzt nicht auch noch in die Kinder/Kinderlos-Tirade einreihen.
Wie gesagt: gleicher Lohn für gleiche Arbeit … das reicht schon.
4.
Mitbestimmung
in allen die Gesellschaft betreffenden Bereichen. Ja, ich weiß, wir haben eine
Kanzlerin und eine Familienministerin. Alice würde sagen: der Anfang ist gemacht.
So sehe ich das auch. Aber, wie sagt meine Mutter immer so schön: eine Schwalbe
macht noch keinen Frühling!

Ihr seht, auch wenn ich
jetzt etwas vergessen habe … wir wissen ziemlich genau, wie das Paradies auf
Erden aussehen könnte. Nur wie umsetzen? Jetzt sind eure Ideen
gefragt!

No votes yet.
Please wait...

7 Meinungen

  1. „Der deutsche Mann hilft durchschnittlich 6-7 Minuten täglich seiner Frau im Haushalt. Dabei liebt er sie doch! Wie kann das sein?“ Ah. Kluge Frage! Der Frau kann geholfen werden. Hier ein paar „Erklärungsansätze“: 1. Mehr als 6-7 Minuten täglich braucht kein Singlemann um seinen Haushalt in einem einigermaßen brauchbaren Zustand zu halten. Zieht der Mann nun mit dem Weibchen seiner Träume in die gemeinsame Höhle, unterstellt er, daß Frau wohl nicht mehr Zeit für die Haushaltführung aufwenden wird. Fazit 1: Aus seiner Sicht erledigt er also 50% Arbeit. 2. Jeder Ehemann (oder Ehemannersatzdienstleistender) stellt sich eines Tages die Frage: „Was von diesem ganzen Scheiß gehört eigentlich mir?“ Die Teddybärensammlung, die 2,5mill. Photos von Verwandten, die Kissen und Deckchen, der ganze Nippes, gehört mit Sicherheit nicht ihm. Überhaupt ist alles was er mitgebracht hat, was ihm gefällt im Laufe der Zeit im Keller oder im Müll verschwunden.* Und wo wir schon dabei sind: Wer hat denn die häßliche Schrankwand gewollt, das doofe unbequeme Sofa, den wahnsinnig unpraktischen Hochflorteppich, die 250tausend Küchenmaschinen? Etc. pp.? Hmm? Genau! Frau wollte! Fazit 2: Sie wollte es haben, sie macht es sauber.3. Mein alter Lehrmeister hat immer gesagt: „So gründlich wie nötig, nicht wie möglich!“ Recht hat er! Man kann ein Waschbecken täglich putzen, muß man aber nicht. Je nach Verschmutzungsgrad, reicht einmal die Woche völlig aus. Selbstverständlich kann man Schränke auch da abstauben wo keiner hinsieht, nur… wozu? Fazit 3: Wer mehr tut als notwendig ist, darf hinterher nicht den Lauten machen.4. Hauptfeldwebel Grunski hat immer gesagt: „Eine Waffe ist nie sauber, höchstens gereinigt!“ Anders ausgedrückt: Sauberkeit ist eine Definitionsfrage! Fazit 4: Ich definiere diese Wohnung als sauber!5. Männer sind einfach faule Säcke. Fazit 5: Einem faulen Sack den Arsch nachzutragen macht ihn nicht fleißiger. Zusammenfassung: Um ´ne faule Ausrede bin ich nie verlegen! 🙂

  2. Da scheint aber jemand so seine Erfahrungen gemacht zu haben. Nichts, aber auch nichts davon kann ich bestätigen. (Klar, oder?) Der Messie von uns ist er. Die Couch haben wir gemeinsam ausgesucht. Und derjenige, der meint, er braucht unbedingt einen Wassermaxx, eine Expressomaschine und einen Mixer zum Bananashakes machen ist auch er! Aber zu seiner Rechtfertigung: nachdem es reichlich Ärger gab engagierte er eine Putzfrau und bezahlt sie auch 🙂 Und: faule Ausreden lasse ich nur gelten, wenn sie mich zum Schmunzeln bringen. Deshalb gilt sie!

  3. für ne Putzfrau wär ich dann wieder zu geizig. Da würd ich eher selbst putzen. ……Äh moment mal. Mach ich doch sowieso! Wieso eigentlich? 🙂

  4. Chaefarztfrauenfreund

    Spass beiseite (denn schließlich gehts um eine ernste Sache):Um auf den Subtitel zurück zu kommen, so wäre das schon okay, wenn zumindest dei Männer etwas weg vom Militär gekommen wären. Etwas mehr Baby wäre dafür nur der gerechte Ausgleich.Oder anders herum: Es ist eine Illusion zu glauben, dass mehr Gleichberechtigung nicht auch mehr von der real existenten Scheiße heißen würde. Gleichberechtigung ändert zwar nicht nur die Binnenstruktur der Geschlechter, sondern über veränderte Kultur sicher auch Politik und Gesellschaft. Aber eben ganz sicher um den Preis des Militärs, aus Frauenperspektive gesehen. Und ein weiterer aber ach so bequem naheliegender wie falscher Ansatz ist, auch nur ein Hauch von einem Funken Bedeutung in die Tastsache eines weiblichen Kanzlers (mit Absicht in der männlichen Form) hineinzuinterpretieren.Angela Merkel hat mit dem Fortschritt der Gleichberechtigung so viel zu tun wie dass es grade Schick ist, wenn Männer kochen (im Fernsehen ;-)Sie ist nicht mal ein Indikator für positive Veränderung, sondern steht ganz genau für das Gegenteil: Für reaktionäre Politik. Ihr Geschlecht und das rumpochen darauf war höchsten nützlich für einen halben Prozentpunkt bei der Wahl in Ausnutzung einer Frauensolidarität auf dem Niveau der Zeitschrift Brigitte.Golda Meir ist schließlich schon ein paar Jahrzehnte her und Indira Gandhi eben so. Und das ohne Bedeutung. Oder haben die englischen Königinnen irgend etwas mit der Gleichberechtigung in England zu tun?So, mehr muss gar nicht sein. Aber diese beiden Punkte sind mir aufgefallen…

  5. Und dann heist es wieder man nimmt der Putze den Job weg…Und Nacktputzen sieht bei mir eh Scheisse aus….aber bei Jadviga…..hm ja sehr lecker….Hoffe mir bleibt die SPD Tusse erspart…..Oh es klopft….ah Jadviga, tritt ein bring Glück herein….BMG S(C)le

  6. Interessanter Artikel!

    Es wurde gesagt ich fange mal mit den Frauen an, aber mit den Herren wurde nie weitergemacht!
    Der Mann wurde also völlig ignoriert (das soll Gleichberechtigt sein?!? )
    Also was fehlt??
    Sehr geschlechterspezifisch einseitig, anders ausgedrükt SEXISTISCH dieser Beitrag!!

    Zu 1. Kinderbetreuung
    eine Geburt dauert nicht länger als 14 st. danach muss bei 50:50 prozent verteilung des Haushaltes auch die Frau sofort 50:50 Prozent des Verdienstes reinholen, egal ob sie bei schlechterer Ausbildung länger dafür arbeiten muss!!

    eine Geburt dauert nicht länger als 14 st. danach muss bei 50:50 prozent verteilung des Haushaltes auch die Frau sofort 50:50 Prozent des Verdienstes reinholen, egal ob sie bei schlechterer Ausbildung länger dafür arbeiten muss!!

    zu 2. Kinderbetreuung

    Wenn Punkt eins gegeben wäre wäre das für keinen Mann zeitlich mehr ein Problem und jeder Mann wäre sooo dankbar sich nicht mit Überstunden und seiner Chefin rumplagen zu müssen, sondern seine Kinder geniessen zu können während die Frau im Strassenbau zu 50 Prozent schuftet! Also sehr gerne!! 😉

    zu 3.

    Ja, gleicher Lohn für gleiche Arbeit!!!
    Frauen verdienen 23% weniger Geld als Herren, bei gleicher Qualifikation 12% weniger als die Herren, (was zeigt das Frauen schlecht Qualifiziert, also faul bei der Weiterbildung sind) allerdings arbeiter Männer 39% mehr an Stunden als Frauen, was fast immer verschwiegen wird, also sind Frauen überbezahlt und müssen weniger Stundenlohn bekommen! Also den gleichen Prozentualen Lohn wie die Herren der Schöpfung!
    (Mütter schaffen laut Admin bei Punkt 3 mehr Arbeit als Kinderlose Frauen weil sie eine Geburt hinter sich haben?!? Dass soll mal erklärt werden, so ein Schwachsinn! )

    zu 4. Mitbestimmung

    In allen Gesellschaftlichen Bereichen sind Männer unterjocht,
    Kriege sind Männervernichtungsveranstaltungen, bei Schiffsunglücken erfolgt eine Geschlechtsspezifische Selektion, und die Herren durfen sehr häufig nur sterben WEIL sie Herren sind, vom wer bekommt die Kinder nach der Scheidung, passiver Vergewaltigung…. ganz zu schweigen!

    Also, kein Anfang ist gemacht, packen wir es endlich an! 😉

    Ihr seht, auch wenn ich
    jetzt etwas vergessen habe … wir wissen ziemlich genau, wie das Paradies auf
    Erden aussehen könnte. Nur wie umsetzen? Jetzt sind eure Ideen
    gefragt!

    Einen maskulinen Gruß

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*