Coffeetime in Amsterdam

Schon im Flugzeug steigt mir ein strenger Cannabis-Geruch in die Nase. Moment, wir sind doch erst am Hamburger Flughafen. Nun gut, vielleicht bild ich es mir auch nur ein. Aber in Amsterdam angekommen, kann man es einfach nicht mehr leugnen: Grass-Geruch von überall. In der kleinen Gasse, in der ich bei meiner Flucht vom Massenstrom gelandet bin, prangen Hostel-Schilder neben Coffeeshops, Call Center, die eigentlich auch Coffeeshops sind, Magic Mushroom Shops neben Plattenläden, die eigentlich auch Coffeeshops sind. Ich hätte gern einen Kaffee, bin mir aber nicht sicher, ob ich hier eigentlich einen kriege. Gibt es in Coffeeshops auch Kaffee zu kaufen? Auf der Suche nach einem Kaffee Weiter geht es, an unglaublich gemütlichen Cafés vorbei, die direkt an den kleinen Grachten liegen. Die Sonne lacht, der Sommer ist zurück, und damit sitzt jeder Amsterdamer draußen im Café, was es mir nicht gerade leicht macht, einen Platz dort zu ergattern. Egal, ich bin später eh verabredet und sollte erstmal mein Gepäck abliefern im "International Backpacker´s Hostel". Vor mir quält sich eine "Suitcaserin" die steile, enge Treppe hoch. Endlich in meinem Zimmer angekommen, muss ich feststellen, dass es wahrschienlich das mieseste Hostel ist, in dem ich jemals übernachtet habe – trotz Grachtenblick, 4-Bett- statt 20-Bett-Zimmer und nettem Host. Auch der Preis ist unverschämt hoch, aber egal, entspannen, ich bin in Amsterdam, der wahrscheinlich chilligsten Metropole der Welt. Das tue ich dann auch mit Megan zusammen. Und endlich kriege ich meinen Kaffee. Im Coffeeshop. Da gibt es nämlich wirklich Kaffee.

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