Urlauben und Gutes tun: Voluntourismus

Ein Trend, bei dem man Erholung mit sozialem Engagement verbinden kann, gewinnt immer mehr Anhänger. Die Rede ist vom sogenannten Voluntourismus – eine Kombination aus Volunteering, also freiwilliger Arbeit, und Fremdenverkehr. Das mittlerweile bekannte Modell Work and Travel, bei dem man reist und gegen Geld arbeitet, wird zunehmend vom Help and Travel abgelöst. Viele Reisende haben erkannt, dass man den Aufenthalt in einem Land, in dem viele Bedürftige Menschen leben, mit ehrenamtlicher Arbeit sinnvoll verbinden kann. Aber was genau macht den Voluntourismus so attraktiv?

Sinn und Zweck des Voluntourismus

Ohne Zweifel hat Help and Travel viele gute Seiten. Schließlich geht es darum, Menschen, die in ihrem Land in Armut leben müssen, zu helfen und sie zumindest ein bisschen glücklicher zu machen. Das geschieht nicht mit finanzieller Unterstützung, sondern vor allem mit Wiederaufbauhilfe und anderen Unterstützungsarbeiten. Den eigenen Urlaub mit ehrenamtlicher Hilfe zu kombinieren und sich somit gleichzeitig von seinem Arbeitsstress zuhause zu erholen, finden viele Touristen reizvoll. Die Arbeit, mit der man als freiwilliger Helfer im Urlaub aktiv wird, sollte zu den eigenen Fähigkeiten passen. Tierpflege und Hilfe im Waisenhaus werden häufig angeboten. Oftmals lässt sich Help and Travel mit einer Sprachreise kombinieren, wodurch Erholung, soziales Engagement und die Auffrischung der eigenen Sprachkenntnisse garantiert sind.

Einfach und schnell das richtige Angebot finden

Der Voluntourismus hat auch seine Schattenseiten. So ist in letzter Zeit eine zunehmende Kommerzialisierung des Trends zu erkennen. Viele Unternehmen und Reiseveranstalter verbreiten unseriöse Angebote. Daher ist es wichtig, sich im Vorwege über ein Angebot genauestens zu informieren, um nicht auf Sensationstourismus hereinzufallen. Als Voluntourist ist man üblicherweise bei einer Gastfamilie, in einem Hostel oder in einem speziellen Volunteering-Haus untergebracht. Unterbringen als auch Lebenshaltungs- sowie die Reiskosten sind bei einer solchen Reise nicht unerheblich: Unter 1000 Euro findet man meist keine seriöse Volunteering-Reise.

Work and Travel für Weltverbesserer

Beim Voluntourismus lernt man Land und Leute auf eine ganz neue Art und Weise kennen und hat neben der ehrenamtlichen Arbeit noch genug Zeit für eigene Aktivitäten. Jedoch sollten die Angebote eingehend überprüft werden, um nicht auf zwielichtige Anbieter hereinzufallen und der freiwilligen Arbeit auch mit reinem Gewissen nachgehen zu können.

Bild: Thinkstock, iStock, mangostock

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