Trennungskinder: Wenn Mama und Papa sich nicht mehr lieben

Wenn die Eltern sich trennen, stellt das für Kinder zunächst einen Schock dar. Im Mittelpunkt des kindlichen Erlebens stehen zuallererst die ganz konkreten Auswirkungen auf den Alltag. Die größte Belastung für ein Trennungskind ist dabei weniger das Zerbrechen der elterlichen Liebe, als vielmehr die plötzliche Abwesenheit eines Elternteils. Tatsächlich bedeutet das (gefühlte) Verschwinden von Mutter oder Vater aus der vertrauten Wohnung für die meisten Kinder ein Trauma. Sie sind irritiert und verstehen nicht, warum der jeweilige Elternteil sie verlassen hat. Denn so empfinden sie den plötzlichen Verlust: als Abwendung.

Trennungskinder haben oft Schuldgefühle

Typischerweise suchen Trennungskinder die Gründe für das Fortgehen eines Elternteils bei sich selbst. Die daraus resultierenden Schuldgefühle jedoch sind für Kinder verwirrend und belastend. Es ist wichtig, dem Kind diese belastende Verantwortung zu nehmen. Gerade wenn ein Kind noch sehr jung ist, fällt es ihm schwer, die Notwendigkeit der elterlichen Trennung nachzuvollziehen. Selbst wenn es bereits monatelang unter den elterlichen Konflikten gelitten hat, stellt die plötzliche Trennung in ihrer Endgültigkeit doch etwas Unbegreifliches dar. Zudem stellt sich zwischen zerstrittenen Elternteilen auch nach einer Scheidung oder Trennung leider in den seltensten Fällen sofortige Harmonie ein. Im Gegenteil bestimmen oft weitere Unstimmigkeiten und nicht selten auch Schuldzuweisungen die Elternbeziehung. Trennungskinder haben dafür besonders feine Antennen. Gleichzeitig sind sie emotional überfordert, wenn die zwei wichtigsten Bezugspersonen einander bekämpfen.

Rosenkrieg auf dem Rücken des Kindes

Besonders belastend ist es für Trennungskinder, wenn sie in elterliche Rosenkriege mit einbezogen werden. Solche Manipulationsversuche sind leider häufig: Ein klassisches Beispiel ist etwa die Verweigerung des Umgangsrechts, um sich am Ex-Partner zu rächen. Auch regelmäßige Unterhaltszahlungen sind leider für viele Elternteile keine Selbstverständlichkeit. Stattdessen wird oftmals herum getrickst, und dabei völlig vergessen, dass die Unterhaltsleistung doch dem Wohle des Kindes zukommt. Doch auch, wenn Umgang und Unterhalt geregelt sind, wird das Trennungskind viel zu oft zum Spielball der verletzten Parteien. Sei es, dass Mutter oder Vater sich in Anwesenheit des Kindes abfällig übereinander äußern, oder dass sie mit uneinheitlichen Erziehungspraktiken um seine Gunst konkurrieren.

Achtung: Kinder identifizieren sich mit beiden Elternteilen. Wenn die unverheilten Verletzungen zwischen den Eltern mit direkten oder indirekten Mitteln über das Kind ausgetragen werden, ist das psychischer Missbrauch. Die Folgen solcher dysfunktionalen Kommunikationsmuster sind für das schutzlose Kind verheerend.

Scheidung mit Kindern: Tipps für Eltern

Keine Frage, eine Trennung ist für jeden Beteiligten eine enorme persönliche Belastung. Schmerz und Enttäuschung über das Scheitern der Beziehung sitzen noch tief, und können nicht von heute auf morgen verwunden werden. Machen Sie sich dies jedoch bewusst: Der Schmerz ist Ihre persönliche Angelegenheit! Als Elternteil haben Sie Ihrem Kind gegenüber die Verantwortung, Ihre Verletzungen für sich selbst zu verarbeiten. Halten Sie deshalb sämtliche unangemessenen Gefühlsäußerungen, die den Ex-Partner betreffen, fern von Ihrem Kind! Dies betrifft sowohl Liebeskummer als auch Hassgefühle. Besonders tückisch sind auch offene oder versteckte Vorwürfe. Sprechen Sie niemals in Anwesenheit des Kindes schlecht über den anderen Elternteil. Verstricken Sie sich auch nicht in erschöpfende Erklärungen über Ihr Gefühlsleben, um sich dem Kind verständlich zu machen. Erklären Sie ihm stattdessen sachlich und altersgerecht die neue Situation. Konzentrieren Sie sich dabei auf den konkreten Alltag: Das vermittelt Ihrem Kind die Sicherheit, die es jetzt braucht.

Verhaltungsauffälligkeiten bei Trennungskindern

  • Hyperaktivität
  • sozialer Rückzug, Schwierigkeiten im Umgang mit Freunden
  • Zunahme kleinerer Unfälle
  • ständiges Bedürfnis zu kuscheln
  • Probleme in der Schule, Schulverweigerung
  • auffälliges Musterkind-Verhalten
  • verstärke Masturbation
  • erhöhte Sorge um das Befinden der Elternteil
  • Verkupplungsversuche
  • Leugnen der Trennung (z.B. „Mutter ist auf Reisen“)
  • Weglaufen von Zuhause

Emotionale Reaktionen

  • Schuldgefühle
  • Scham
  • Wutausbrüche
  • Aggressionen
  • Wegträumen in Phantasiewelten
  • anhaltende Trauer
  • Wehleidigkeit, häufiges Weinen
  • Sehnsucht
  • Verlustangst

Psychosomatische Probleme

  • Alpträume
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Esssucht
  • Nägelkauen
  • Daumenlutschen
  • Asthma
  • Neurodermitis
  • Verdauungsbeschwerden

Eine Meinung

  1. Ich kann nur sagen, das Spiel ist ein muss. Bestes Kostenloses MMO-Game was es zurzeit gibt!

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