Studium finanzieren: Diese Mittel und Wege gibt es

Die meisten Schüler sind nach dem Abitur nicht gerade reich mit finanziellen Mitteln gesegnet. Ist es nun vonnöten, einen Job zu suchen, um an das notwendige Kapital für den Studientraum zu kommen? Es existieren durchaus Alternativen zu einer vollen Arbeitsstelle, um die Kosten eines Studium zu decken. Da die Wichtigkeit einer guten Bildung anerkannt ist, wird auch von staatlicher Seite einiges getan, um vielen in der Finanzierung eines Hochschulstudiums unter die Arme zu greifen.

Sogar wenn das Hilfegesuch bei den Eltern einer positiven Antwort schuldig bleibt, gibt es noch ausreichend andere Möglichkeiten an Geld zu kommen. Ob Studienkredit, Stipendium oder Nebenjob – das Studium finanzieren zu können ist nicht unmöglich!

Studium finanzieren: Sie haben die Wahl!

1

Eltern

Die Hauptfinanzquelle unter Studenten bleiben die Eltern, die das Studium finanzieren. Auch wenn die meisten Eltern dies freiwillig tun, ist der Student auch rechtlich auf der sicheren Seite. Ihm stehen bei eigener Wohnung bis zu 600 Euro pro Monat zu, abhängig vom Einkommen der Erziehungsberechtigten. Ausnahmen gibt es bei einem Zweitstudium oder bei wesentlicher Überschreitung der Studiendauer.

2

Kindergeld

Auch während des Studiums haben die Eltern bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres ihres Kindes weiterhin Anspruch auf Kindergeld. So kann also dieser Betrag zum Lebensunterhalt der Studierenden beitragen. Der Anspruch auf die 184 Euro pro Kind besteht auch bei einem Auslandsstudium sowie einer 4-monatigen Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten. Bei Änderungen im Studienstatus ist die Familienkasse umgehend zu benachrichtigen. 

3

Bafög

Dass der öffentlichen Hand ein guter Zugang zu Studienmöglichkeiten wichtig ist, kann man an der Förderung via Bafög erkennen. Rund 30% aller Studenten in Deutschland erhalten eine monatliche Förderung in Form des Bafög. Die Höhe dieser Förderung hängt wesentlich von den Einkommensverhältnissen der Eltern und noch einigen weiteren Faktoren ab. Der Förderbetrag kann in einem sogenannten Bafög-Rechner ermittelt werden. Maximal 50% des erhaltenen Betrags muss zurückgezahlt werden. Die Obergrenze liegt bei 10.000 Euro. Des Weiteren gibt es attraktive Nachlässe, falls der gesamte Betrag im ganzen aufgebracht werden kann. Ebenfalls existieren Möglichkeiten der Stundung, wenn das Gehalt nach dem Studium bestimmte Grenzen nicht überschreitet.

4

Stipendien

Vor allem wenn die schulischen Leistungen überdurchschnittlich waren oder eine besondere Begabung vorliegt, ist ein Stipendium die Studiumsunterstützung schlechthin. Meist wird in der Ausschreibung sehr genau auf die Kriterien einer Bewerbung eingegangen, jedoch sind die wenigsten Anwärter in der Lage alle zu erfüllen. Folglich sind Stipendien auch für „nicht perfekte“ Bewerber möglich und es sollte nicht vorschnell aufgegeben werden. Auch während des Studiums können Sie sich für Stipendien bewerben bzw. können sich von einem Professor vorschlagen lassen. Hierzu benötigen Sie allerdings auch überdurchschnittliche Leistungen an der Universität.

5

Nebenjob

Studium finanzieren via Nebenjob ist die favorisierte Möglichkeit für Studenten an Geld zu kommen. Einkommen gepaart mit Arbeitserfahrung heißt die attraktive Mischung. Zudem können mitunter bereits erste Kontakte für ein späteres Berufsleben geknüpft werden. Bei der Höhe des Verdienstes gilt es darauf zu achten, dass mögliche Sozialversicherungs-, beziehungsweise Krankenversicherungsbeiträge fällig werden können. Gut informieren bevor ein Arbeitsvertrag unterschrieben wird ist wichtig, sonst kann der attraktiv wirkende Verdienst schnell schrumpfen.

6

Studienkredite

Sind die oben genannten Finanzierungsquellen nicht zugänglich oder nicht ausreichend, so besteht die Möglichkeit, einen Studienkredit zu beziehen. Die meistgenutzte Art von Krediten ist hier das Studienkreditprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Bis zu 650 Euro monatlich kann hier in Anspruch genommen werden, ohne dass Einkommensnachweise oder Sicherheiten verlangt werden müssen. Auch das Einkommen der Eltern spielt hier keine Rolle. Dabei ist es erforderlich Vollzeit an einer staatlichen oder staatlich-anerkannten Hochschule in Deutschland zu studieren. Der Kredit kann bis zu 10 Semester (auf Antrag bis zu 12 Semester) beantragt werden. Die geliehenen Beträge werden variabel verzinst auf Basis des 6-Monats-Euribor nach Beendigung des Studiums zurückgezahlt. Im Kreditvertrag sind zusätzlich Höchstzinssätze und Karenzzeiten vereinbart. Dabei hat man bis zu 25 Jahren für die Tilgung Zeit, die auch jederzeit erhöht oder außerplanmäßig beglichen werden können. 

Schwierigkeitsgrad:  

2 Meinungen

  1. Leider muss man allzu oft einen Kredit aufnehmen. Bafög bekommt nicht jeder und die anderen Mittel sind auch nicht unbegrenzt. Wenn es doch nur einfacher …. besser gesagt, günstiger wäre. Dann könnten wir alle in Ruhe und ohne „Geldstress“ lernen.

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