Sechs Jahre ? und das war erst der Anfang

In dem anhängigen Fall ging
es um Richterbestechung, einem Vergehen, dass bei unseren südlichen Nachbarn
wohl öfter vorkommt – auch Signore Berlusconi sah sich bereits diesem Vorwurf
ausgesetzt.
 
Previti, ein enger Vertrauter
Berlusconis wurde jetzt letztinstanzlich verurteilt, Anfang der 90er Jahre Untersuchungsrichter
bestochen zu haben, um ihm genehme Urteile zu erwirken.
 
Noch letztes Jahr im Dezember
ereiferten sich Previtis Anwälte, „Das
Urteil ist lächerlich und beweist, dass Previti seit über zehn Jahren
Opfer einer Verfolgungskampagne von Seiten der Mailänder Justiz ist […]“
.
 
Berlusconi versuchte damals
seinen Vertrauten vor dem Gefängnis zu bewahre und ließ ein Gesetz
verabschieden, das ziemlich genau auf den Fall Previti zugeschnitten war – deswegen
wurde das Gesetz auch „Salva Previti“ (Rettet Previti) genannt. Es sah unter
anderem die Halbierung von Strafen bei mehreren Korruptionsdelikten vor. Das Gesetz
scheiterte jedoch am Einspruch der Koalitionspartner.
 
Nach dem Rücktritt
Berlusconis kann dieser nun nicht mal mehr auf diesem Wege versuchen, die Seinen
vor Justizia zu bewahren. Es wird also wohl nur noch eine Frage der Zeit sein,
bis weitere Urteile aus diesem Bereich zu uns dringen.
 
Gar nicht mal unwahrscheinlich,
dass auch der große Signore selbst bald römische Zimmer mit schwedischen
Gardinen von innen kennen lernt. Bei der Liste von Prozessen findet sich bestimmt noch was.

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