Rauchfrei durch Yoga: So gelingt die Rauchentwöhnung leichter

Rauchfrei durch Yoga: So gelingt die Rauchentwöhnung leichter

Immer mehr Menschen sehnen sich in ihrem durch Hektik geprägten Alltagsleben danach, mehr Ruhe zu finden und insgesamt ausgeglichener zu sein. Aus diesem Grund sind Meditationstechniken und Yoga seit Jahren so beliebt und ein Ende des Yogatrends ist nicht abzusehen. Doch Yoga kann noch mehr! Mehrere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass es auch effektiv bei der Bewältigung der schwierigen Aufgaben helfen kann, sich das Rauchen abzugewöhnen.

Raucherentwöhnung: Aus diesen Gründen hilft Yoga

Warum hat Yoga solch eine positive Wirkung? Britta Hölzel, eine Wissenschaftlerin der Berliner Charité, analysiert in ihrer Forschungstätigkeit den Zusammenhang zwischen Yoga und Suchtentwöhnung. Das Praktizieren von Achtsamkeitsmeditationen und Yoga steigere die Aktivität des frontalen Hirnkortexes, so erklärt sie. Das sei der Bereich des menschlichen Gehirns, der für Selbstkontrolle und Selbstbestimmtheit zuständig ist. Ein Training dieses Bereichs führe dazu, dass man weniger affektgesteuert agiere und seinen Impulsen weniger nachgebe. Weniger impulsgesteuert zu sein – es ist logisch, dass dieser Faktor entscheidend zu einer Suchtentwöhnung beitragen kann. Denn, wenn man mit dem Rauchen aufhört, benötigt man bekanntlich sehr viel Willensstarke und Kraft, um seinen Impulsen und Gelüsten zu widerstehen.

Yoga hilft aber nicht nur dem Kopf bei der Raucherentwöhnung, es hilft auch dem Körper. So fand das Oxford Journal bereits 2011 in einer Studie heraus, dass bestimmte Übungen aus dem HATA-Yoga den physischen Prozess der Entgiftung unterstützen. Sie sorgen nämlich dafür, dass die Lungen gekräftigt werden und mehr Sauerstoff aufnehmen können als vorher; und daher können Giftstoffe wie Teer und Nikotin schneller aus dem Körper entweichen.

Diese zwei einfachen Übungen helfen, rauchfrei zu werden

Diese Yogaübungen können Sie bequem Zuhause durchführen. Sie benötigen dazu nur ein ruhiges Plätzchen und eine Yogamatte. Auf Wunsch noch Entspannungsmusik dazu anschalten und los geht es:

  1. „Twist in Rückenlage“
  • Legen Sie sich in eine bequeme Rückenposition.
  • Die Füße aufstellen und die Arme zur Seite ausgestreckt ablegen.
  • Einatmen: Dabei Knie auf Hüfthöhe anheben, die Schienbeine parallel zum Boden. Ausatmen.
  • Einatmend Knie nun zur rechten Seite drehen.
  • Ausatmend Knie zur linken Seite drehen.
  • Nach Belieben fünf bis zehnmal wiederholen, dann Beine wieder ablegen. Richtung wechseln.
  1. „Wirbelsäulendehnung“
  • Legen Sie sich in eine bequeme Rückenposition.
  • Die Füße neben den Hüften aufstellen.
  • Einatmen: Dabei Becken und Wirbelsäule heben und die Arme weit über den Kopf strecken.
  • Ausatmend die Wirbelsäule langsam abrollen, dabei die Arme wieder neben die Hüften legen.
  • Nach Belieben fünf bis zehnmal wiederholen, dann Knie zusammenkippen.

Hilft Yoga dabei, langfristig rauchfrei zu bleiben?

Ob Yogaübungen auch langfristig dabei unterstützen, nicht doch wieder zur Zigarette zu greifen, ist noch weniger gut erforscht. Es gibt aber Hinweise in diese Richtung. Forscher der Harvard Medical School fanden zum Beispiel heraus, dass auch nach zehn Monaten 50 Prozent der ehemaligen Raucher nikotinfrei waren. Ein Ergebnis, das Hoffnung macht, denn Rückfallquoten sind sonst ja gewöhnlich deutlich höher.


Bildquelle: Thinkstock, 94787454, Purestock

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