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    Start » Primeln im Garten
    Gartenarbeit

    Primeln im Garten

    18. Februar 20093 Minuten Lesezeit

    Die Primel gehört zur Abteilung der Magnoliophyta (der Bedecktsamer) und ist Teil der Klasse der Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida). Die Unterklasse beschreibt die Asteridae (Asternähliche). Ferner zählen Primeln zu den Heidekrautartigen, den Ericales. Die Gattung der Primelgewächse kann in insgesamt sechs Untergattungen, die Sphondylia, die Auriculastrum, Primula, Auganthus, Aleuritia, und die Untergattung Carolinella gegliedert werden. Diese können dann wiederum in 37 Sektionen unterteilt werden.

    Es gibt etwa 500 Primelarten, wobei die beliebtesten Gewächse die orangeblütige Primel und die weißblütige Primel darstellen. Auch finden die gewelltrandige Primel oder Seealpen-Primel immer wieder besondere Aufmerksamkeit. Wirklich eine Besonderheit stellt allerdings aufgrund ihrer zarten Blüten die Orchideen-Primel dar. Synonyme für den Begriff „Primula“ sind Sredinskya und Aretia.

    Primeln sind krautige, selten einjährige, also meist mehrjährige Pflanzen. Sie können entweder unbehaart oder auch behaart sein, wobei sie häufig eine mehlige Bestäubung aufweisen. Die einfachen Laubblätter sind hierbei in einer Rosetten-Form angeordnet. Selten sind einzelne der fünfzähligen Blüten verteilt zu finden, da sie hauptsächlich in vielgestaltigen Blütenständen vorkommen. Die Griffel der Blüten sind haben dabei allerdings unterschiedliche Längen. Eine Glockenform weisen dagegen die fünf grünen Kelchblätter auf, welche zylindrisch verwachsen sind. Die Kronblätter, von welchen ebenfalls fünf Stück an der Pflanze zu finden sind, haben dagegen eine Röhrenform und finden ihr Ende in ebenfalls fünf Kronzipfeln, welche glattrandig sind. Der Fruchtknoten der Primel steht über und in den Kapselfrüchten sind sehr viele Samen zu finden.

    Feuchter, humusreicher Boden mit einem schattigen/halbschattigen Standort wird von den Primeln bevorzugt. Der Pflanzabstand sollte je nach Art etwa zwölf bis dreißig Zentimeter betragen, wobei sich eine Aussaat im Frühjahr empfiehlt. Siehe auch Frühblüher.

    Für Kaltkeimer-Primeln gilt allerdings eine Aussaat von Herbst bis Februar. Die Saatkisten sollten mit sterilisierter Erde gefüllt sein, wobei die Samen mit ca. drei Millimeter Sand bedeckt gehören. Gutes Anfeuchten ist ebenso notwendig, um die Pflanzensamen vorquellen zu lassen. Hinterher sollte die Kiste mit einem transparenten Plastikbeutel verschlossen und bei einer Außentemperatur von ca. zehn bis fünfzehn Grad Celsius Außentemperatur ins Freie gestellt werden. Die Keimung erfolgt bei zehn bis zwölf Grad Celsius bis spätestens Mai, wobei in diesem Monat auch der Plastikbeutel von der Kiste entfernt werden kann.

    Die Vermehrung der Primeln mit dickeren Wurzeln kann hierbei dann nach und nach ganz einfach durch Wurzelschnittlinge herbeigeführt werden. Das heißt, die Pflanzen werden jeden zweiten Herbst erst geteilt und anschließend umgepflanzt.

    Auch hat ein kontinuierliches Bewässern statt zu finden, da die Pflanzen ansonsten drohen, einzugehen. Auf einen heißen oder auch sehr trocknen Standort direkt in der Sonne sollte daher weitestgehend verzichtet werden. Geeignete Plätze für eine Primel-Aufzucht im Garten wären zum Beispiel vor beschattenden Büschen, Gehölzen oder Hecken, wobei auch zu berücksichtigen ist, dass die Primeln im Winter vor großer Feuchtigkeit geschützt werden sollten, damit die Blütenpracht im Sommer voll zur Geltung kommt.

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