Partner Yoga: Wissenwertes und Übungen

Partner-Yoga unterscheidet sich im Vergleich zum normalen Yoga nicht nur dadurch, dass man es immer zu zweit ausführen muss, auch die Empfindungen und die vermittelten Gefühle, die die zweisame Yoga-Variante vermittelt unterscheiden sich gänzlich.

Zu zweit erlebt man eine völlig neue Dynamik und Intensität des Yogas und mit seinem Partner gelingt es leichter, die eigenen Grenzen in beachtlichem Maße zu überwinden.

Partner-Yoga für ein neues Gefühl von Zweisamkeit

Nicht nur deshalb lässt sich so eine neue Tiefe der Körper- und Selbsterfahrung erleben. Sie und Ihr Partner ergänzen sich, so dass die Ha-Tha-Energie zwischen Ihnen überfließt und auf den jeweils anderen übergeht. Dies spiegelt sich dann unter anderem im synchronischen Atmen wieder. Alles führt dazu, dass Sie sich beim Partner-Yoga mit Ihrem Partner sowohl auf der grobstofflichen, körperlichen Ebene, wie auch auf der feinstofflichen, geistigen Ebene verbinden und Sie finden zu gegenseitiger Balance und Harmonie.

Sehr schnell werden Sie bei den Yoga-Übungen feststellen, dass Sie beide ein besonderes Feingefühl dafür entwickeln werden, wann Ihr Partner die physische Unterstützung braucht.
Hier finden Sie alles Wissenswerte, so wie ein paar ausgewählte Übungen der Yoga-Variante für Zwei.

Partner Yoga : So wirds gemacht!

1

Vorbereitung

Partner-Yoga ist weit mehr, als nur die Durchführung von Körperübungen. Sie sollten das Ganze als eine Zusammenkunft zweier Menschen sehen, die sich auf bedingungslose Art und Weise begegnen. Damit sich beide dafür optimal vorbereiten können, sollten Sie zwei Punkte beachten. Schaffen Sie einen gemeinsamen Raum, in dem Sie sich und Ihrem Partner offen, frei von Werten und bedingungslos begegnen können. Eine kurze Meditation als Einstimmung und zur inneren Vorbereitung wird Sie darin unterstützen, sich ganz und gar auf die Übungen vorzubereiten, damit Sie dann während der Durchführung mit voller Aufmerksamkeit bei sich, dem Partner und der Asana sein können.

2

Adoh-Mukha-Shvanasana (Nach unten schauender Hund)

Das Rückgrat ist bei dieser Haltung vollkommen gedehnt, so dass die Brust gut geweitet ist. Ihr Atem wird voller. Der Beckenbereich wird geschmeidiger.

3

Utthanasana (Vorbeuge) mit Matsyanana (Fischstellung)

Partner 1 ist bei dieser Übung in der Vorbeuge und erfährt eine Dehnung der gesamten Rückseite des Körpers. Auch durch die Umkehrstellung wird das Gehirn besser durchblutet. Die Bauchorgane werden stimuliert.
Partner 2 begibt sich in die Fischstellung und erfährt dadurch eine Dehnung auf der Vorderseite des Körpers. Primär im Bereich des Brustkorbs und der Kehle, wodurch eine verbesserte Durchblutung der Lungen, Schilddrüse und Nebenschilddrüse erzielt wird.
Die Dehnung der Brustmuskulatur unterstützt eine tiefe, entspannte Atmung. Ebenso können dadurch die Schultergelenke gelockert werden und eine günstige Dehnung auf die Innenseite der Arme erreicht werden.

4

Das Herz

Die folgende Stellung fördert Ihre Atemtiefe durch den geweiteten Brustkorb und den Kehlbereich. Hier wird sowohl der Bereich zwischen den Schulterblättern, als auch die Armmuskulatur durch den Zug gedehnt. Die Kunst dieser Übung besteht vor allem darin, dass Sie das Gleichgewicht zwischen sich und Ihrem Partner finden.
Je mehr Sie vertrauen, desto mehr kommen Sie in den Genuss des „Sich-getragen-Fühlens“.
[youtube Swj2d4dMfqM]

Quellennachweise und weitere Informationen

Partner-Yoga. Eine Bereicherung für Körper, Geist und Seele
Heike Mayer, Doris Iding
160 Seiten
Via Nova; Auflage: 2. (10. Mai 2009)
ISBN-10: 3936486344
EUR 24,90

Weitere Informationen zur Autorin Heike Mayer: http://www.integral-yoga-zentrum.de/

Eine Meinung

  1. Hallo!Sehr informativer Artikel! Auch das Video ergänzt den Text perfekt. Eine Frage hätte ich allerdings noch…“Damit auch alles wirklich gut funktioniert“, muss man zu dem Yogapartner ein bestimmte Bindung haben oder kann diese Person völlig fremd sein?

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