Österreichische Seefahrerromantik

«Grad wollten die Seeleut ihre Jause machen und die Flischern aus der letzten Hafen-Beisl durchhecherln, da kam der Smutje-Paule mit den Resten vom Karfiol und dem Palatschinken, um den Pallawatsch über Bord von dem Schinakl zu kippen. Da meint der Jan zu ihm, er möchte doch bittschön mit seinem Wasenmeister-Kram hier nit andre Leit sekkiern, da raunzt ihn der Paul auch schon an und die Keppelei geht los: Mit seinem Wimmerl schubst der Smutje-Paul den Jan ins Glumpert der Ankerketten und der, auch nicht faul, haut ihm dafür eins vors Barterl, dass er sich aufs leere Misttrügerl setzt. Mittlerweil hat sich Hein, der Bootsmaat mit dem gegelten Wukerl stieren Blicks in den Wirbel gestürzt. Mit dem Pratzerl haut er dem Paul eins vor die Kramuri, dass dessen ganze Nasen zu Sulz wird. Wofür er sich subito von John eins einfangt, der ihm den Patschen samt Schuhbandel so ins Popperl rammt, dass an Gschpusi auf Wochn nicht zu denken ist. Von dem Lärm ist jetzt der Kapitän erwacht …»

Nej, nej, nej, nicht alles lässt sich in jeder Mundart adäquat beschreiben …             

3 Meinungen

  1. … aba schee iss scho, gel? Wer mit dem Text gar nicht zurecht kommt, der kann die österreichischen Wörter hier (http://www.ostarrichi.org/woerterbuch.html) nachschlagen. Obwohl nicht für alle Wörter Übersetzungen geboten werden; Popperl zum Beispiel, aber das ergibt sich ja aus dem Text.Interessant wäre doch auch mal der „Hamburger Feermaster“ auf sächsisch – gesungen natürlich! Oder ein „boarisches“ Gedicht auf hanseatisch. Haben Sie Lust?S´LebmS´Lebm is wiar a Pfannakuachaso fad und flach und brettleb´nmoanand de Leit de dann wos b´sonders suachaund dafür viel Geld ausgeb´nwenns Urlaub hab´n na mochands Sachande Hip san, Obdraht und de In sie mochanddo konnst as seng, do san´s dabeido mejsens alle hinterdreisans dann wieder Dahoam und da Urlaub is auskimmts Leb´n wieder so fad und flach mit graußda Oarm da Fouß und da Kopf dount wej´hund moang solls wieder en´d Oarwat geh´nso gehts de ganz Wocha bis Freitog auf´d Nachtbis ´s Wochnend kimmt mei do werd dann glachtdo zuingts nachad o erna Hightech Gwandund kraxln auf de Berg ummananddo dout dann koa Fuaß und koa Kreiz nimma wejhweil auf de Berg do is ja so scheeblos Montog wenns dann wieder wirddann fangt vo vorn o des olte LiadWie aus dem „Leb´n“ gegriffen, oder?

  2. Dat du mien Leewsten büst,Dat du wohl weest,Kumm bi de Nacht, kumm bi de NachtSegg wo du heest.Kumm du um Middernacht, Fot an de KlinkVadder slöpt, Modder meent,dat deit de Wind …Auf bayrisch schwer vorstellbar …

  3. Dös du mei Liabste bist,Dös du´s fei woast,Kimm auf´d Nacht, kimm auf´d NachtSog wos´d haust.Kimm fei um Mitternocht,Nunter an´d Klinkn,Datn schlouft, Muader moant,Dös tuat da Wind …Den Versuch war es wert, obwohl die Bayern und Hanseaten sich jetzt wahrscheinlich kringelig lachen werden. Sollten Sie mal im Fränkischen weilen und – könnte ja durchaus sein – ein Ei übrig haben, hätten Sie die Ureinwohner mit der Bemerkung „Ihoaäü“ hinreichend informiert. Alle reden vom Untergang der deutschen Sprache; die Dialekte sind viel eher dem Untergang geweiht. Leider …

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