Neues über die Liebe: Glückliche Paare sind wirklich blind

Glückliches junges Paar in der Stadt

Wer glücklich liiert ist, findet attraktive „Alternativ-Partner“ wenig verlockend – und seine(n) Auserwählte(n) umso anziehender.

Liebe, heißt es, mache blind, weil Menschen an Beziehungen festhalten, die ihnen nicht gut tun. Aber: Diese Blindheit hat auch ihr Gutes. Das fand jetzt eine Professorin von der Rutgers University in den USA heraus.

Sie zeigte Freiwilligen, die entweder mit einem Partner oder als Single lebten, Fotos von attraktiven Gesichtern. Frauen sehen Männer, Männer sehen Frauen. Allen Freiwilligen sagte man außerdem, dass die gezeigten Personen alleinstehend und auf Partnersuche seien. Im Anschluss daran sollten sie beurteilen, wie anziehend und verlockend die dargebotenen „Alternativ-Partner“ waren. Das romantische Ergebnis: Freiwillige, die glücklich liiert waren, fanden die gezeigten Personen durchweg weniger attraktiv als alle anderen Teilnehmer der Studie. Singles waren, wie vermutet, sehr angetan von den attraktiven Probanden.

Der Wahrnehmungsprozess der glücklich liierten Personen wertete die Anziehungskraft der attraktiven Probanden unbewusst ab. Es scheint also, als würde es bei glücklichen Paaren einen unbewussten Vorgang geben, der es ihnen erleichtert, treu zu bleiben. Und dieser Effekt trat vor allem dann auf, wenn die zufriedenen Liierten in der gezeigten Person eine Bedrohung für die eigene Beziehung sahen. Also: je attraktiver sie eine Person unbewusst finden, desto weniger attraktiv empfinden sie die Person bewusst.

Paare, die sich betrügen oder trennen, sollten sich deshalb fragen, warum es zum Fehltritt kam.

Foto: Thinkstockphotos, iStock, 492336265, gpointstudio

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