Mit der Sony A77 kommt die erste SLT-Kamera für den Profi-Einsatz

Bei einer SLT-Kamera handelt es sich um einer Spiegelreflexkamera, dessen Spiegel starr im Gehäuse integriert ist. Der Spiegel muss so zwischen Vorschau und der eigentlichen Aufnahme nicht mehr hochgeklappt werden, da dieser durch seine semipermeable Oberfläche genug Licht für Sucher und Bildsensor bereitstellt. Ihr größter Vorteil ist die extrem hohe Zahl an Einzelbildern pro Sekunde, die von der Kamera aufgenommen werden können, welcher den gleichwertigen SLR-Konkurrenten verwehrt bleibt. Wo die Sony A55V bisher das Maß aller Dinge war, wird nun die A77 das Ruder übernehmen und nicht nur ein Blick auf das Datenblatt entzückt mein Auge mit wohlwollendem Blicke.

Die Fortschritte der Sony A77 gegenüber der A55

Die A77 setzt erstmalig auf ein Gehäuse aus Magnesium, was gegenüber den Plastikgehäuse der A55 vom professionellen Anwender vermisst wurde. Die Kamera sieht damit nicht nur ein Stück edler aus, so fassen sich Magnesiumgehäuse, von Kameras wie der Nikon D7000, grundlegend besser an. Der erwähnte teildurchlässige Spiegel wurde für die Fotoaufnahme verbessert und liefert nicht nur eine verbesserte Kontrolle, sondern auch 12 Bilder pro Sekunde (die A55 schafft 10 Bilder pro Sekunde). Die Bilder können bis zu 24,3 Megapixel, statt der 16 Megapixel der A55, umfassen. Ein Bildstabilisator (Sony SteadyShot) ist im Gehäuse integriert.

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Bemängelt wurde bisher bei den SLT-Kameras von Sony, dass der Rotationsmechanismus des Gerätes unterhalb des Bildschirms angebracht ist und so bei aufgesetzten Stativ unbrauchbar wird, insofern man vor der Kamera steht und sehen möchte, was die Kamera da eigentlich aufnimmt. Dies hat sich nicht geändert und wird mit der Sony A77 fortgesetzt. Dieser lässt sich zusätzlich nach oben anwinkeln und über den elektronischen Sucher platzieren. Der Sucher wurde mit einen OLED-Display aufgewertet und bietet jetzt 2,3 Millionen Bildpunkte.

Zusätzliches Infodisplay und Videoaufnahme

Üblich für die professionelleren Geräte ist ein Infodisplay oberhalb des Gerätes, welches auch bei der Sony A77 nicht fehlen darf. Die Videoaufnahme in Full-HD ist unverändert und bietet neben der 25P (unkomprimiertes Vollbild) und 50i (interlaced – Halbbildaufnahme) nun auch 50p Aufnahmen, was allerdings wieder zum Problem mit der Überhitzung nach wenigen Minuten führt und die Kamera aus Sicherheitsgründen abschaltet.

Bei all den erwähnten Verbesserungen muss entsprechend tiefer in die Tasche gegriffen werden. 1299 Euro verlangt Sony für seine neueste Alpha. Erhältlich wird die Kamera im Frühjahr 2012 sein.

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