Labtop oder Laptop?

Ist der kleine, handliche Computer, oft auch Notebook genannt, nicht so leistungsstark, dass man ihn geschwind auf den Labortisch knallen und mit physikalischen Berechnungen loslegen kann? Dann muss es ja Labtop heißen; zusammengesetzt aus Labor und Desktop.

Oder ist er so praktisch und gleichzeitig leistungsstark, dass man ihn geschwind auf jeden Schreibtisch oder noch praktischer, auf den Schoß legen kann? Dann muss es ja Laptop heißen; zusammengesetzt aus engl. lap für Schoß und top, was im Englischen dem desktop entnommen ist oder die Präposition oben bedeutet.

Der Laptop liegt also oben, d.h. auf dem Schoß, wie in „on top“ – obenauf. Und wenn nicht da, dann macht er sich immer noch gut auf dem Schreibtisch – nicht nur im Labor.

Der Laptop – ein praktisch zusammengesetztes Wort

Die zweite Version stimmt. Weil das handliche Gerät, das fast alle Funktionen eines klassischen Computers mit Tower und Monitor besitzt, auch mal schnell auf dem Schoß geparkt werden kann und dabei praktischerweise noch als wärmende Bettflasche fungiert, ist die Schreibweise mit p richtig.

Teils ist es wohl der weichen Aussprache des p zu schulden, teils den Assoziationen zu High-Tech und Laboratorien, welche von der beeindruckenden Performance dieser Design-Fabrikate geweckt werden, dass man sie öfters mit b wie in Labor schreiben möchte.

Konkurrenzbegriffe: Notebook und Portable

Die Bezeichnungen Notebook und Laptop sind heute meist synonym im Gebrauch. Indem der Hersteller Toshiba das Gerät Notizblock (Notebook) taufte, wollte er besonders die Kompaktheit seines Produkts in den Vordergrund stellen. Das Gegenstück ist das Portable, sozusagen ein Computerkoffer mit dem Stauraum für die sperrige Bildschirmröhre. Man kennt es vor allem aus Agentenfilmen.

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