Klosterstadt in Meßkirch: Neubau nach mittelalterlichen Plänen

Die Finanzierung des Projektes in Meßkirch, in mehreren Jahrzehnten eine Klosteranlage nach mittelalterlichen Plänen von St. Gallen aufzubauen, wurde nun vom Ministerium für Ländlichen Raum genehmigt. Der ursprüngliche Plan wurde wahrscheinlich zwischen den Jahren 819 und 837 im Kloster Reichenau entwickelt und umfasst etwa 50 Gebäude, unter anderem die Klosterkirche, Unterkünfte, Wirtschaftsgebäude und andere kleinere Bauwerke.

Meßkirch: Auf den Spuren der Karolinger

Die Karolinger waren ein altes Herrschergeschlecht der westgermanischen Franken, das in der Zeit von 714-842 nach Christus die Königswürde für sich beanspruchen konnte. Nun will die Mittelalterstadt Meßkirch alte Pläne und Handwerkstechniken aufleben lassen und mit dem Großprojekt Touristen über viele Jahrzehnte anlocken. Die Idee besteht darin, dass die Gäste schon nach kurzer Bauzeit das Projekt, das eine Fläche von ca. 10-15 Hektar beansprucht, begleiten dürfen. Der durchführende Verein „Karolingische Klosterstadt“ hat die Stiftsbibliothek gebeten, die Pläne der UNESCO vorzulegen, damit sie bei Genehmigung als Weltdokumentenerbe anerkannt werden können.
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Alte Bauweise nach Plänen von St. Gallen

Das Besondere am gesamten Projekt ist die Bauweise. Nur mittelalterliche Techniken und Baumaterialien sind in den Plänen der Mittelalterstadt Meßkirch zugelassen. Ochsengespanne statt Motoren, Muskeln statt Maschinen lautet die Devise. Das hört sich nach gewaltigen Anstrengungen an, die die Fantasie der Bauleute bezüglich Heben, Tragen, Transportieren erheblich anfachen wird. Zudem gibt es immer noch eine Reihe unbekannter Faktoren: Kein Mensch hat in der heutigen Zeit eine Kirche für ca. 2.000 Menschen auf diese Weise geplant und erstellt. Aufbau, Statik, Gestaltung von Emporen und Orgelbühne sind für technikverwöhnte Architekten und Handwerker schwierig zu entwerfen und durchzuführen und wird sicher noch so manchem die Schweißtropfen auf seine Stirn treiben.

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