Kinder und Gott: Die spirituelle Brücke

Kinder und Glauben

Meistens wachsen Kinder in der Umgebung der Eltern auf, die ihren speziellen Glauben – oder „Nichtglauben“ einfach vorleben und nicht in Frage stellen. Der Eine wächst in einem tief religiös geprägten Elternhaus auf, der Andere in einem atheistischen wissenschaftlich orientierten Umfeld, und bei Anderen wiederum stellt Religion oder Glaube gar kein Thema dar. Kinder wachsen in diesem Umfeld auf, und übernehmen den „Glauben“ ihrer Eltern.

Auch Atheismus ist ein Glaubens-Sytem: „Ich glaube, dass ich nicht glaube“ ist ein deutliches Glaubensbekenntnis. Sowohl Glaube als auch atheistischer Nichtglaube wird zur persönlichen Wahrheit, zum behaupteten Wissen im eigenen Identifikationskontext.

Kinder und Gott

Wie kann ich nun meinem Kind Religion erklären? Sind Kinder und Religion überhaupt kompatibel? Sind Kinder und Gott kompatibel?

Für die Antwort auf diese Fragen möchte ich eine These aufstellen: Wir alle kommen aus Gott, und Gott ist in uns. Wenn man so will, sind wir ein Teilstück Gottes in einem Universum, was ausschließlich aus Gott besteht. Das sagen viele esoterische und spirituelle Traditionen, jedoch schon deutlich weniger Religionen. Ich will hier jedoch aus der Praxis berichten – über Kinder und Gott, sowie über ihre außersinnlichen Wahrnehmungen.

Aus dem Kontext unserer schamanischen Heilpraxis kann ich berichten, dass Kinder zu uns kommen, die noch sehr nah an Gott sind – ihrem göttlichen Ursprung. Immer mehr Kinder können sich „erinnern“, und vergessen erst im Laufe der Erziehung und des Erwachsenwerdens ihre Fähigkeiten, über die „materielle Welt hinauszuschauen“. Viele Kinder nehmen Geister und Verstorbene wahr, können Energien und Gefühle „sehen“, spüren, schmecken, und leiden teilweise dramatisch unter der Härte und Gefühlskälte, die in Teilen unserer Gesellschaft an der Tagesordnung ist.

Viele Eltern sind überfordert oder schockiert von dem, was Ihnen ihre Kinder erzählen von ihren Wahrnehmungen, aber viele bemühen sich redlich, ihren Kindern zuzuhören, und „von ihnen zu lernen“. Diese Eltern sind meist froh zu hören, dass es auch andere Kinder wie die Ihren gibt, die mehr sehen als „erlaubt“ oder als normal gilt.

Diesen Kindern braucht man Gott nicht erklären – sie können sich an die göttliche Einheit erinnern. Diese Kinder leben tiefe Spiritualität, sowie sie auf die Welt kommen.

Diesen Kindern kann man Religion erklären, indem man sie die Toleranz behalten lässt, die sie aus der göttlichen Einheit mitbringen.

Man kann ihnen erklären, dass es Menschen gibt, die sich Vorstellungen von Gott machen. Und man kann ihnen erklären, dass jeder Mensch unterschiedliche Vorstellungen von Gott hat. Und dass Menschen sich zusammenschließen, um diese Vorstellungen miteinander abzugleichen, und bestenfalls gemeinsam Gott nahe zu sein, jeder auf seine Weise. Und auch wenn diese Menschen vielleicht sogar wissen, dass man sich von Gott keine Vorstellung machen kann, so sind es eben alle nur Menschen, und Menschen neigen dazu, sich etwas vorzustellen, um es konkret zu machen, zu begreifen.

Letztendlich verstehen die Kinder – egal ob mit besonderen Wahrnehmungen ausgestattet oder auf die „normalen“ Sinneswahrnehmungen beschränkt – oft besser als die Erwachsenen, was Gott wirklich ist oder nicht ist, denn sie sind noch näher dran. Und die Herausforderung ist wohl eher, zu erklären warum  es Religionen gibt, welche Religionen es gibt, und warum manche von diesen ihr Credo als das allein seligmachende betrachten- inklusive einiger Atheisten mit der Religion der „Nichtgläubigen“.

Und die Aufgabe der Eltern ist vielleicht am ehesten in diesem Kontext, Verständnis und Mitgefühl für die Unvollkommenheit und Intoleranz der Menschheit zu erzeugen, wo es sie denn gibt. Denn irgendjemand muss ja mit Toleranz anfangen, oder?

Wenn Sie Gott über Ihre Kinder und gemeinsam mit Ihren Kindern näher kommen wollen, hier einige Tipps.

Kinder und Gott die Brücke verstehen: Das sollten sie mitbringen

  • Toleranz
  • Mitgefühl
  • Zuhören können
  • Geduld
  • Lernvermögen

 

Kinder und Gott die Brücke verstehen: Das sollten Sie beachten

1

Hören Sie zu – täglich

In erster Instanz können Erwachsene von Kindern lernen, was Gott wirklich ist, denn Kinder kennen Gott noch aus eigener Erfahrung. Sie lernen von den Eltern und Erwachsenen, wie die Welt funktioniert – das können wir ihnen erklären – aber Gott nicht, das ist für die Kinder noch Erfahrungssache. Die Kinder erzählen Ihnen von dem, was sie noch wahrnehmen im Außersinnlichen Bereich, und woran sie sich noch erinnern. Es gibt die Geschichte von einem kleinen Jungen, 4-5 Jahre, der ein Geschwister-Baby erhielt. Und als er allein in dem Raum war, lief die Videokamera der Eltern, die er nicht wahrnahm – und die Eltern hörten auf der Aufnahme, das er sein Geschwisterkind fragte: „Erzähl mir von Gott… ich habe schon so vieles vergessen…“

2

Erklären sie Religion…

Wenn es an der Zeit ist, dem Kind gesellschaftliche Regeln zu erklären, wird es auch Zeit, über Religion zu sprechen. Dann können Sie ihrem Kind erklären, dass die erwachsenen Menschen vergessen haben, wie Gott sich anfühlt, und dass sie sich zurück zu ihm sehnen, nach „Hause“, um seine Liebe zu spüren. Das versteht ihr Kind. Und nun können sie Ihrem Kind auch erklären, dass die Menschen sich – weil sie sich nicht an das Gefühl erinnern – verschiedene Vorstellungen von Gott gemacht haben. Und verschiedene Vorstellungen, wie man Gott wieder näher kommt.

3

Toleranz und Mitgefühl lehren

Und nun bringen Sie Ihrem Kind Toleranz und Mitgefühl bei, indem sie es vorleben und praktizieren. Insbesondere ist Toleranz und Mitgefühl dort angebracht, wo Menschen unvollkommen, grausam, lieblos, abweisend oder intolerant sind, oder an Gott zweifeln. Diese Menschen sind am Weitesten weg von Gott, und damit vielleicht von der Liebe zu sich selbst, und dem Mitgefühl für sich selbst. Das heißt nicht, dass Grausamkeit und Intoleranz geduldet oder befürwortet wird. Ein klares Nein – bis hierher und nicht weiter – zur rechten Zeit ist immer angebracht. Und das mit Mitgefühl und Liebe.

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Eine Meinung

  1. Ähh.. ist das Satire?Falls nein: ihr habt einen an der Klatsche..

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