Herkunft & Zukunft – Die Weimarer Visionen. Oder: Deutschland spielt nicht nur Fußball, sondern auch große Gedanken

family: Arial“>Seit mehr als einem Jahr treffen wir uns wöchentlich in München – sieben Menschen, die etwas bewegen wollen. Es geht uns um frisches Denken, um den Wandel, um die Freude am Neuen. Wir glauben, dass wir gemeinsam mehr bewegen können als alleine. Und wir glauben, dass es an der Zeit ist, Initiative zu zeigen. Farbe zu bekennen. Akzente zu setzen.

family: Arial“> Wir nennen uns Initiative Weimarer Visionen. Warum Weimar, wenn die meisten von uns aus München kommen? Weil die Idee in Weimar entstand, weil wir bald darauf gemeinsam ein Wochenende in dieser Stadt an der Ilm verbrachten und fasziniert waren von dem Spirit und der Geschichte dieses Ortes, der lange Zeit so etwas wie die kulturelle Hauptstadt Deutschlands war. Denn hier haben nicht nur Goethe und Schiller gewirkt, sondern auch Herder, Fichte, Schelling, Novalis, Hölderlin, Schopenhauer, Nietzsche bis hin zu den Wegbereitern des Bauhauses, das hier gegründet wurde – Gropius, Kandinsky, Feininger, Klee.

Wir sagen: Nicht wir haben die Idee für diese FestSpiele gefunden. Die Idee hat uns gefunden. Und wir haben Spaß daran, sie zu verwirklichen. Schritt für Schritt. Ich habe die Kommunikation und die Markenbildung übernommen. Gerade haben wir die Website und die Broschüre fertig gemacht, sie ist als pdf auf der Website www.weimarervisionen.de zu finden. Ich schicke sie aber auch gerne jedem Interessierten zu.

Neben Anna-Maria Aden, Dr. Ulrich Bauhofer, Udo Landow und Daniela und Michael Sandvoss gehört auch Prinzessin Elisabeth von Sachsen-Weimar-Eisenach zu diesem Initiativkreis – und ihr Bruder Michael ist Schirmherr. Ich mag deren engagiertes Denken über Herkunft und Zukunft. Ihrer Vorfahrin Anna Amalia ist der geistige Aufstieg Weimars im 18. Jahrhundert zu verdanken: Als sie bereits mit 18 Jahren ihren zweiten Sohn zur Welt bringt, ist sie schon seit 3 Monaten Witwe. Für die Erziehung ihrer Kinder holt sie die besten Köpfe der Zeit nach Weimar – eine Kettenreaktion des Geistes beginnt. Anna Amalia lud regelmäßig zur Tafelrunde ins Wittumspalais. Dort, am runden Tisch, saßen sie alle: Wieland, Goethe, Herder, Schiller, Charlotte von Stein – und ein Gedanke entzündete den nächsten.

Diese Tradition des Diskurses, der Debatte und des Humanismus im besten Sinn wollen wir wiederbeleben. Also eine Zukunft entwerfen, die sich aus ihrer reichen Herkunft speist. Als erstes Thema für die dreitägige Veranstaltung im Oktober zum Tag der Deutschen Einheit haben wir gewählt: „Leben. MenschSein. Glück.“ Eine große Herausforderung. Aber wir sehen in Philosophie und Psychologie heute einen starken Trend, sich wieder mit grundlegenden Fragen zu beschäftigen, die lange verpönt waren.

Das Thema ist nicht nur von persönlich-privatem Interesse, auch Kultur, Religion, Politik und Wirtschaft tun gut daran, darüber nachzudenken und Stellung zu beziehen. Mögen diese Themen aus einer Unternehmensperspektive auch zu den „weichen Faktoren“ zählen, so sind diese weichen oft gerade die harten Faktoren und Herausforderungen: Denn es wird immer schwieriger, in Zeiten schwindender Loyalität mit Kunden, Mitarbeitern und Investoren gute, dauerhafte Beziehungen aufzubauen und zu erhalten. Und auch im Unternehmensalltag spricht es sich mittlerweile herum, dass Erfolg mehr ist als der finanzielle Autismus, dem viele Firmen verfallen sind. Das Thema „Leben. Menschsein. Glück.“ bedeutet die Chance, über den Tellerrand hinaus zu denken und mit wichtigen Impulsen für sich selbst und sein Tätigkeitsfeld zurückzukommen.

Unternehmen wie Carpe Diem haben das begriffen und fördern diese Veranstaltung – unter anderem mit Yogaworkshops und Expertengesprächen, die in der Carpe Diem Lounge vor Ort stattfinden werden. www.carpediemurbanyoga.com Und auch die Klassik Stiftung Weimar mit ihrem Präsidenten Hellmut Seemann ist Kooperationspartner. www.klassik-stiftung.de

Wie hat Schiller so schön gesagt: „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“. Dass dies in Deutschland nicht nur für den Fußball gilt, sondern auch für Gedankenspiele – dass also Deutschland nicht nur mit den Beinen sondern auch mit dem Kopf wieder Weltmeister wird, das wünsche ich diesem Land. Als Österreicher darf ich das, oder?

Und hier die Broschüre mit dem Programm: WV_Broschuere_final.pdf




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