Haus Balchem in Köln – Sitz der Stadtbibliothek und Volkshochschule

Vom originalen Haus Balchem des 17. Jahrhunderts hat nach dem Bombardement des 2.Weltkrieges lediglich eine markante, mit beeindruckendem Erker verzierte Fassade, Sprossenfenster und ein Staffelgiebel überlebt.

Haus Balchem in Köln – Barockhaus in der Kölner Altstadt

Das Haus Balchem in der Severinstraße 15 wurde aus der bereits 150 Jahre alten Schmiede in einem aufwendigen Barock-Stil mit einer reichverzierten Fassade bis 1676 vom Kölner Braumeister Deutz umgebaut. Der Ausbau besaß einen Erker und ein hohes Erdgeschoss mit einer Durchfahrt zum Hof.

Im 18. Jahrhundert ging das Haus Balchem an die alteingesessene Brauerfamilie Balchem, die ein modernes Brauhaus im Hinterhof errichtete und die Gaststätte als „Haus Balchem“ weiterführte. Nach der fast vollständigen Zerstörung des Hauses Balchem im 2. Weltkrieg wurde die Fassade fast originalgetreu wieder aufgebaut. Da die Innenräume nicht mehr zu retten waren, wurden Treppen, Fußböden und Türen aus alten Kölner Bürgerhäusern in das Haus Balchem integriert.

Sitz der Stadtbibliothek und Volkshochschule Köln

1970 ging das Haus Balchem in den Besitz der Stadt über und wurde für über 1 Million D-Mark 1988 umgebaut und saniert. Danach zog die Stadtbibliothek Köln in das Haus. Die oberen Geschosse nutzt die Volkshochschule Köln.

Haus Balchem ist heute das einzige Barockhaus seiner Art in der Kölner Altstadt-Süd. Insgesamt stehen im Haus Balchem etwa 915 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche zur Verfügung sowie etwa 259 Quadratmeter Kellerfläche. Die Grundstücksfläche beträgt 531 Quadratmetern.

Eine Meinung

  1. Guten Abend,

    um eine denkmalgerechte Rekonstruktion von Haus Balchem durchzuführen beschäftige ich mich gerade mit der Historie des Haus Balchem, Severinstr.15. Daher interessiert mich aus welchen Quellen die o.g. Angaben entnommen sind. Insbesondere die Aussage über die 150 Jahre alte Schmiede interessiert mich. Laut Dr. Hans Vogts „Das Kölner Wohnhaus“ standen an der Stelle Severinstr 15 vor 1676 drei Zinshäuser. Vieleicht können Sie einen Kontakt zu dem Autor diese Beitrages herstellen, bzw. meine Mail (mit meiner E-Mail-Adresse) an Ihn weiterleiten.

    VIelen Dank, Christian Göppl

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