Grüße aus den Wolken – Wenn das Handy in die Luft geht

„Ich bin jetzt grad über dem Meer, gleich fliegen wir über
Afrika.“ Bisher ist die Benutzung von Mobiltelefonen im Flugzeug verboten. Zum
Glück! Denn die Radiowellen stören nicht nur die Bordinstrumente – vor allem
das GPS-Navigationssystem – auch die Schallwellen, die dem Sitznachbarn
entgegen strömen können störend wirken. Wer denkt, wenigstens im Flieger mal
seine Ruhe zu haben, wird es zukünftig schwer haben.

Siemens hat zusammen mit Airbus ein System entwickelt, das Störungen
durch „Handywellen“ verhindern soll. Die Daten verlassen und erreichen dabei
das Flugzeug über eine Satellitenantenne. Dafür müssen sie mittels eines Modems
in die übliche GSM-Frequenz umgewandelt werden. Damit die mitgebrachten
Mobiltelefone nicht versuchen sich in das Netz am Boden einzubuchen – und damit
Störungen hervorrufen – wird ein Channel Selector eingebaut, der nur die
Frequenz der Flugzeug-Funkzelle zulässt. Genauer soll hier nicht ins technische
Detail gegangen werden, Hauptsache das System funktioniert.


Start Anfang 2007

Ab Herbst dieses Jahres ist der Start des Probebetriebs
geplant, damit Anfang 2007 der kommerzielle Betrieb starten kann. Die Preise
für ein Gespräch in der Luft werden etwa 2,50 Dollar pro Minute kosten, eine
SMS etwa 50 Cent.

Nach einer Umfrage von Connexion by Boeing möchten 61
Prozent der Fluggäste ihr Handy im Flieger nutzen. Wird der wohlverdiente
Schlaf auf einem Langstreckenflug nun von permanentem Handyklingeln bedroht? „Tap-Portugal
will die Technik zunächst nur auf Kurz- und Mittelstreckenflügen
anbieten. Je nach „Lärmpegel und Grad der Belästigung“ werde die Crew
das Telefonieren erlauben oder verbieten, sagte eine Tap-Sprecherin.“ Na, ob das so einfach ist,
wage ich zu bezweifeln.


Kritische Landung

Bei Start oder Landung muss das Handy aber weiterhin aus
bleiben, um Interferenzen mit Sendeanlagen am Boden zu verhindern. Dass dies
der ein oder andere vergisst, ist bei den vielen eingeschalteten Handys
wahrscheinlich. Doch gerade bei der Landung wird es kritisch. Denn Handys
können GPS-Geräte untauglich für den Landeanflug machen.    

2 Meinungen

  1. Den Artikel habe ich doch schon in der Süddeutschen gelesen?Keine Quellenangabe?http://www.sueddeutsche.de/reise/artikel/445/73372/

  2. Hallo Anna,klick doch mal den link im Artikel an, dann kommst du zu der Seite der Süddeutschen 🙂

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