Greenpeace warnt: Kaum ein Fisch kann unbedenklich verzehrt werden

Greenpeace warnt: Kaum ein Fisch kann unbedenklich verzehrt werden

Wer ohne jedwede Bedenken Fisch genießen möchte, der sitzt in Sachen Auswahl schnell auf dem Trockenen. Wenn es um Überfischung, Nachhaltigkeit und den Meeresboden belastende Fangmethoden geht, bleibt laut eines jährlich erscheinenden Fisch-Ratgebers von Greenpeace eigentlich nur eine Fischart übrig, die man noch unbedenklich verzehren kann.

Grünes Licht für den Karpfen

Der Karpfen ist laut Greenpeace-Ratgeber der einzige Fisch, den der Fisch-Ratgeber von Greenpeace für 2016 noch uneingeschränkt empfehlen kann: Sein Konsum ist rundum vertretbar, und deshalb hat er eine „grüne“ Einstufung erhalten. Bei anderen Fischarten sieht das nicht so aus: So haben der Hering und der Wels zwar grundsätzlich eine Kaufempfehlung erhalten, aber Wels aus der deutschen Aquakultur und Hering aus Unterfanggebieten im Norden des Atlantiks sind hiervon ausgenommen.

Mitarbeit des Lesers ist gefragt

Wer den Ratgeber nutzen möchte, muss zuerst ein paar Infos zusammensuchen: Dazu gehört das Lesen der Angaben auf den Verpackungen, welche die exakte Bezeichnung der Fischart (auch auf Latein), die Fangmethode und das Fanggebiet angeben. Nach dem Vergleich mit den Informationen im Ratgeber kann man so herausfinden, ob der Fisch der eigenen Wahl im Supermarkt aus einer überfischten Region stammt oder ob bei ihm eine Fangmethode angewandt wurde, die den Meeresboden belastet. Den Konsum von Alaska-Seelachs beispielsweise, der gern für Fischstäbchen verwendet wird, findet Greenpeace aus diesem Grund völlig inakzeptabel. Grund hierfür ist in diesem Fall die Fangmethode: Denn der Seelachs wird mit Schleppnetzen gefangen, die den Meeresgrund zerstören.

Bedroht: Lachs und Thunfisch

Zwei der beliebtesten Fischarten der Deutschen sind laut Greenpeace bedroht: Lachs, die Nummer Eins auf dem Teller, und Thun, die Nummer vier. Allerdings: Wer Lachs kauft, der aus der Fangregion wie dem Golf von Alaska im Nordpazifik stammt, handelt ökologisch korrekt. Auch Thunfisch aus bestimmten Fanggebieten im Pazifik ist vertretbar, ebenso wie Dorade aus mediterranen oder die Bachforelle aus deutschen Gewässern.


Bildquelle: Thinkstock, 180338193, iStock, pilipphoto

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