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    Start » Glaubersalz-Fastenkur: Hilft das wirklich beim Entschlacken?
    Besser Leben

    Glaubersalz-Fastenkur: Hilft das wirklich beim Entschlacken?

    17. Juli 20123 Minuten Lesezeit

    Der deutsche Chemiker und Apotheker Johann Rudolph Glauber mischte erstmals um 1625 das Glaubersalz zusammen. Er stellte Natriumsulfat aus einfachem Kochsalz unter der Beigabe von Schwefelsäure her. Das Glaubersalz-Pulver ist grobkörnig, farblos und wasserlöslich. Das „Glaubern“- also das Abführen mittels des Glaubersalzes- wird häufig zur Unterstützung von Fastenkuren eingesetzt und erfreut sich unter Heilfastern einer großen Beliebtheit. Ein praktischer Nebeneffekt ist es, dass man nebenbei auch noch abnehmen kann.

    Durchführung und Wirksamkeit der Glaubersalz-Fastenkur

    Die Durchführung einer Fastenkur gestaltet sich in der Regel immer gleich: Man beginnt die Fastenkur mit zwei bis drei Rohkosttagen oder Obsttagen mit jeweils einem Einlauf am Abend. Darauf folgt ein Abführtag mit Glaubersalz, wodurch man den Darm gründlich entleert und dadurch entschlacken kann. Ab diesem Zeitpunkt stoppt man komplett die Nahrungsaufnahme und der Darm befreit sich weiter von den Schlackenstoffen. In Form von drei Mahlzeiten wird nun Flüssigkeit in sich aufgenommen, auch ist Gemüsebrühe oder Leinsamenschleim möglich. Glaubersalz ist eine Variante der Präparate zur Darmentleerung, die nach wenigen Stunden bereits seine Wirkung erzielt. Dieses Mittel ist aber mit Vorsicht anzuwenden, denn es ist sehr stark! Aufgrund des möglichen Verlusts von Elektrolyten sollte es ausschließlich über kürzere Zeiträume verwendet werden. Zusätzliche Nebenwirkungen bei der Anwendung einer Glaubersalz-Fastenkur sind Krämpfe oder Bauchschmerzen, da das Salz den Darm reizt. Leider existieren nur sehr wenige wissenschaftliche Studien zum Wirkungsgrad von Glaubersalz während einer Fastenkur. So viel ist bekannt: Das Glaubersalz bindet durch Osmose Wasser im Darm, wodurch sich dort der Flüssigkeitsanteil stark erhöht. Die Osmose erhöht den Flüssigkeitsanteil im Darm dabei so drastisch, dass der Darm vermehrt unter Druck gerät sich zu entleeren (je nach angewendeter Dosierungsmenge). Giftstoffe und Schlacken werden dadurch vermehrt ausgeschwemmt.

    Die Richtige Dosierung

    Prinzipiell gilt es bei dem Glaubersalz die richtige Dosierung einzuhalten. Ein bis zwei gehäufte Teelöffel sollten in einem Glas mit lauwarmem Wasser aufgelöst werden. Rühren mit einem Löffel beschleunigt dabei das Auflösen. Nach ein bis drei Stunden in etwa zeigt das Salz seine Wirkung. Aber Vorsicht: Immer ein Glas zum Nachspülen bereithalten, denn Glaubersalz schmeckt ganz und gar nicht!

    Risikoindikatoren bei einer Glaubersalz-Fastenkur

    Das Glaubersalz ist grundsätzlich in jeder Apotheke erhältlich. Für eine Fastenkur reichen in etwa 100 g Glaubersalz für die ersten Fastentage der Darmreinigung aus. Diese benötigte Menge sind für ca. einen Euro erhältlich. Doch Vorsicht: Glaubersalz darf auf keinen Fall als regelmäßiges Abführmittel benutzt werden. Als Mittel gegen eine bloße Verstopfung ist es auch völlig falsch eingesetzt, da es viel zu aggressiv in den Organismus eingreift. Das chemische Mittel sollte daher nicht bei Kindern oder Erwachsenen mit Bauchschmerzen, Darmverschluss, Elektolytstörung oder eingeschränkter Nierenfunktion angewendet werden.

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