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    germanblogs.de
    Start » Gibt es jetzt neue Hoffnung gegen Migräne?
    Diagnose

    Gibt es jetzt neue Hoffnung gegen Migräne?

    2. September 2017Updated:11. Oktober 20262 Minuten Lesezeit

    Migräne: Acht Millionen deutsche Frauen und Männer sind den Schmerz-Attacken im Kopf immer wieder hilflos ausgesetzt. Bekommen sie jetzt endlich Hilfe? Eine Therapie mit künstlichen Antikörpern könnte der neue Schlüssel gegen die starken Kopfschmerzen sein.

     

     

     


    Migräne ist viel mehr als bloß ein Kopfschmerz. Denn: Ist sie einmal ausgebrochen, ist der pulsierende Kopfschmerz längst nicht mehr das einzige Problem. Die Betroffenen leiden zusätzlich unter starker Übelkeit und Erbrechen oder Lichtempfindlichkeit. Einige Attacken dauern dabei über Tage an.

    Wie genau diese Migräne entsteht, ist bis heute nicht vollständig erforscht und geklärt. Viele Forscher sehen das Problem jedoch in einer gestörten Reizverarbeitung im Gehirn. Zu verstehen ist das so, dass Betroffene keine Erkrankung im grundsätzlichen Sinn haben, sondern unter einem sehr aktiven, schnellen Nervensystem „leiden“, dass bei Überbelastung eine Migräne auslöst. Die Attacke selbst wird durch eine Unterversorgung der hochaktiven Nervenzellen mit Energie ausgelöst. Dabei werden Botenstoffe freigesetzt, die für Schwellungen und Entzündungen in den Arterien sorgen. Dadurch kann auch das Pulsieren in den Adern während der Migräne-Attacke erklärt werden.

    Eine Impfung verspricht Linderung

    Betroffenen, denen Ärzte bisher kaum helfen konnten, macht eine neue Impfung große Hoffnung. Diese Impfung verspricht zwar keine lebenslange Migräne-Heilung, stattdessen versorgt der Impfstoff den Körper vorübergehend mit Abwehrstoffen. Diese im Labor hergestellten Antikörper sollen dabei die Entzündungsprozesse im Hirn unterbinden. Sie sollen die Eiweißteilchen, die Neuropeptide, unschädlich machen und damit den Auslöser für Migräne-Attacken stoppen.

    Diese vorsorgliche Impfung muss jedoch vierwöchentlich wiederholt werden. Zudem springen in bereits durchgeführten Studien alle Patienten unterschiedlich auf die Therapie an. Während einige bloß zwei bis drei Tage pro Monat weniger unter Migräne-Attacken litten, konnte sich bei anderen Patienten das Auftreten des Kopfschmerzes halbieren. Dieser neue Impfstoff könnte bereits 2018 genehmigt werden. In jedem Fall ein erster Schritt in die richtige Richtung …

    Migräne vorbeugen

    Überprüfen Sie als erstes eventuelle Migräne-Auslöser wie beispielsweise zu wenig Schlaf, viel Stress oder Alkohol. Werden Zusammenhänge erkannt, den jeweiligen Auslöser unbedingt vermeiden. Außerdem kann eine gute Ernährung verbeugen. Greifen Sie häufiger zu energiereichen Lebensmitteln. Durch Sie werden Ihre Kraftreserven aufgefüllt. Dazu sollten Sie möglichst viel trinken (mindestens drei Liter pro Tag). Auch Ausdauersport kann helfen – mindestens dreimal wöchentlich für mindestens eine halbe Stunde.

    Foto: Thinkstockphotos, iStock, 86536650, Jupiterimages

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