Gesundheitsrisiko Herz: 5 Fakten, die Frauen über ihr Herz wissen sollten

Es stimmt nicht, dass Herzinfarkte immer Männersache sind. Auch Frauen sind betroffen. Und das immer häufiger als viele denken. Wir verraten, was Frauen über ihr Herz wissen sollten, um es zu schützen.


Männer und Frauen sind verschieden – das wussten wir schon immer. Jetzt fanden Mediziner heraus, dass das Geschlecht auch Einfluss auf die Gesundheit hat. Die wichtigste Entdeckung: Frauenherzen schlagen anders. Und das birgt Gefahren: Viel zu häufig werden vor allem akute Infarkte bei Frauen nicht oder nicht rechtzeitig erkannt. Umso besser, wenn Frauen die Risiken für ihr Herz kennen und so auch besser vorbeugen können.

1. Östrogenmangel

Frauen besitzen einen natürlichen Herzschutz: die weiblichen Geschlechtshormone, die sogenannten Östrogene. Sie regen den Transport abgestorbener Zellen aus den Gefäßen an und unterdrücken die Produktion von schädlichen Entzündungsbotenstoffen. Das ist besonders wichtig in den Herzkranzgefäßen, die den Lebensmotor versorgen. Dieser Schutz hält bis zu den Wechseljahren an. Dann singt der Östrogenspiegel, und das Risiko einer Herzkreislauferkrankung steigt. Umso wichtiger ist dann eine gesunde Ernährung: Täglich Gemüse, Obst, Vollkorn, hochwertige Pflanzenöle wie z. B. Leinöl anstatt tierischer Fette sind schon mal eine gute Wahl. Auch Nüsse und Fisch sind zu empfehlen. Sie schützen unser Herz.

2. Diäten

Studien zeigen: Nur 28 Prozent der Frauen betätigen sich regelmäßig sportlich, viele machen lieber Diäten. Schwedische Wissenschaftler fanden allerdings heraus, dass zumindest die eiweißreichen und kohlenhydratarmen Diät-Varianten die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall steigern können.

3. Schlafmangel

Eine große britische Studie ergab: Je weniger Schlaf Frauen bekommen, desto höher steigt ihr Blutdruck und damit das Risiko einer Herzkreislauferkrankung. Bereits wenn sie regelmäßig nur sieben statt acht Stunden schliefen, ließen sich erhöhte Entzündungswerte im Blut messen, anhand derer die Gefährdung des Herzens bestimmt wird.

4. Bluthochdruck

Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts hat jede dritte Frau in Deutschland Bluthochdruck. Eine Studie zeigt: unbehandelte Hypertonie führt bei Frauen zu 30 bis 40 Prozent mehr Schäden an Herz und Gefäßen als bei Männern und muss deshalb massiver gesenkt werden. Wichtig: Die Diagnose sollte nicht auf einer einmaligen Messung beruhen. Bei einigen Patienten steigt der Blutdruck beim Arzt durch die Aufregung des Praxisbesuchs an. Durch eine Langzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät werden zuverlässige Werte ermittelt. Der gesündeste Blutdruck beträgt 120 zu 80 und niedriger.

5. Alkohol

Frauen vertragen in Bezug auf ihr Herz weniger Alkohol als Männer. Während jene täglich etwa 30 Gramm reinen Alkohol zu sich nehmen können, ohne dass er den Blutdruck steigert, dürfen Frauen nur 20 Gramm konsumieren, also etwa 1/4 Liter Bier oder 1/8 Liter Wein. Mengen darunter lassen den Blutdruck mit großer Wahrscheinlichkeit unbeeinflusst. Grundsätzlich sollte es jedoch eher Rotwein sein. Er liefert Stoffe, die die Adern vor Verkalkung und Entzündungen schützen – und so auch das Herz.

Foto: Thinkstockphotos, iStock, 537016459, takasuu

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