Frauen und Karriere – Professorinnen sind selten

Demnach bestätigt sich auch hier wieder das, was aus Führungsebenen der freien Wirtschaft längst bekannt ist: Frauen in der Wissenschaft stehen ihren männlichen Kollegen zwar in nichts nach wenn es um die Leistungen und Fähigkeiten geht, dennoch liegt ihr Anteil in der Personalebene deutscher Hochschulen nur bei einem Drittel, der Rest sind Männer.

Weibliche Professoren: Mangelware!

Das Manager-Magazin macht das Rechenspiel vor: In der Uni sind die Damen insgesamt noch genauso häufig, nämlich zu 50 %, repräsentiert, sofern sie diese als Studentinnen besuchen. Auch in Sachen Abschluss stehen die weiblichen ihren männlichen Kommilitonen in nichts nach. Wenn es dann um eine wissenschaftliche Laufbahn geht sind die Reihen der Professorinnen rar gesät und hier zeichnet sich auch wieder das ab, was in Führungsetagen von Unternehmen Gang und Gebe ist: Je weiter es nach oben geht, desto testosterongeschwängerter ist die Luft. Unter der deutschen Professorenschaft finden wir im Jahre 2009 nur einen Anteil von gerade einmal 16 % an Professorinnen.

Gründe für die fehlende Weiblichkeit

Woran liegt es, dass im 21. Jahrhundert zwar eine Frau als Bundeskanzlerin die deutsche Politik in einer tragenden Rolle bestimmt, dies aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass dieser Umstand nicht die Realität in Sachen Gleichberechtigung innerhalb der deutschen Forschungs- und Unternehmenslandschaft darstellt?

Neben Pausen für die Familienplanung und damit verbunden Einbußen auf Seiten der Karriereplanung sind sicher auch charakterliche Aspekte zu berücksichtigen, die Frauen immer wieder zugewiesen werden: Noch immer besagen Studien, dass den weiblichen Wesen auf unserem Planeten schlichtweg der Biss fehlt, um sich im harten Berufsalltag durchzusetzen. Dafür sind Frauen mit sehr viel höherer emotionaler Intelligenz gesegnet, wissen diese aber gerade in der Karriereplanung nicht einzusetzen. Schade eigentlich, denn gerade die Mischung aus Intelligenz und sozialen Fähigkeiten könnte ein Schlüssel sein, der viele Türen öffnet, auch und vor allem für Professorinnen.

Eine Meinung

  1. Hallo,

    so sehe ich ( weiblich , 2 Kinder ) das auch: Vielen Frauen fehlt der Biss, Verantwortung über die Kindererziehung hinaus zu übernehmen, wobei sie doch gerade auch wegen ihrer emotionalen Intelligenz ein Plus in Führungspositionen mitbrächten.
    Ich weiß, wovon ich rede: Ich habe während einer schwierigen ( nicht verwöhnten! ) Kindheit und Jugendzeit schon früh den Willen entwickelt, alles anders und besser machen zu wollen.

    Ich zog mein Studium ( eines mit der längsten Studiendauer ) straff durch, das ich mir zu gut 80% durch alle möglichen Jobs selbst finanzierte. Direkt nach meiner ersten Einstellung wurde ich schwanger, heiratete, zog um, half meinem Mann bei seiner Existenzgründung, ging früh ( 8 Monate nach der Geburt ) wieder halbtags arbeiten, renovierte abends am Haus, führte allein den Haushalt und pflegte allein einen großen Garten. Das Kind war vormittags bei einer Halbtagsmutter, die selbst ein Kleinkind hatte, in guten Händen. Ich bekam ein 2. Kind, arbeitete im Erziehungsurlaub aushilfsweise, so wie ich es mit der Familie organisieren konnte. Mein Mann hatte derweil einen 12 -14 Stundentag….also keine Mithilfe möglich. Ich machte nebenbei Fortbildungen, bildete mich zu einer Fachkraft in meinem Beruf weiter. Dann wagte ich den Schritt aus einem unbefristeten Angestelltenverhältnis in die Selbständigkeit. Die Kinder besuchten das Gymnasium und wurden von mir in noch alle möglichen musischen und sportlichen Freizeitveranstaltungen kutschiert. Auch in der Schule engagierte ich mich für Kinder und Eltern.

    Okay….all dieser Aufwand hat dann nach Jahren doch die Ehe gekostet. Es kam, wie in so vielen zerrütteten Ehen, zur Trennung. Ich zog aus in eine Mietwohnung, hatte dort keinen Platz für die Kinder, pflege aber weiter den Kontakt zu ihnen, bin jederzeit für sie erreichbar und…. zahle Unterhalt. Ich musste mich erheblich einschränken. Mein EX blieb im Haus.
    Es wurden mir nach der Trennung einige Steine in den Weg gelegt, um mich missmutig bezüglich meines weiteren Weges, einer neuen Existenzgründung, zu stimmen. Manchmal war ich auch sehr verzweifelt, aber ganz tief in mir spürte ich diesen Willen, weiter zu machen, mich nicht unterkriegen zu lassen….und auch dieses innere Licht, das mir sagte: „Du schaffst auch das wieder….wenn du nur wirklich willst“.

    Ich veröffentlichte in dieser Zeit ein Buch….mehr eine Form der Selbsttherapie ( obwohl die bisherigen Leser auch für sich etwas daraus mitnehmen konnten ), organisierte mein berufliches Leben mehr denn je ( eine 40-60-Stunden-Woche wäre mein Traum….ich habe mich momentan doppelt so viel verpflichtet ) , bin dabei aber mein eigener Herr ( und habe ebenfalls eine große Verantwortung zu tragen ).

    Ein Kind ist inzwischen erwachsen und geht seine eigenen Wege, das 2. ist noch regelmäßig bei mir zu Besuch….bald aber öfter: Ich baue ein Haus für uns 2 – allein – bzw. lasse mir bis zum Innenausbau bauen….den Rest mache ich wieder selbst, freue mich auch darauf, meiner kreativen Ader freien Lauf zu lassen. Ich fühle mich fit genug, so etwas noch einmal – auch als alleinige Bauherrin – anzugehen. Ich habe mein Haus selbst entworfen und mit meiner akribischen Suche nun ein Team zusammengestellt, das mir meinen Traum vom Eigenheim erfüllt. Die Bank hilft mir auch dabei. Nebenbei führe ich wieder eine harmonische Beziehung, wenn auch nur über das Wochendende ( hat auch seine Vorteile! ). Und auf meine beiden Kinder bin ich stolz.

    Es geht also alles….und immer wieder….und weiter….wenn FRAU nur wirklich will!
    „Ich kann nicht “ kommt bei mir kaum vor….es ist alles eine Frage des Willens und der Organisation….neu dazugekommen ist trotz Allem: Mehr Zeit für Liebe und Leben.
    Man muss als Frau eben flexibel sein…;-)
    Übrigens: Um sich in der Männerwelt zu behaupten, muss frau nicht ihre Weiblichkeit
    einbüßen. Im Gegenteil: Behält sie ihre weiblichen Reize und lebt ihre Frau – auch emotional – so ist das ein Reichtum, um den sie einige Männer beneiden werden.
    Ich glaube fest daran, dass dieses Potential, diese Kraft noch in vielen anderen Frauen steckt: Traut Euch! Verwirklicht Euch! Lebt, was Ihr wirklich wollt! Räumt die Steine aus dem Weg, die Ihr Euch auch manchmal selbst vor die Füße werft! Es ist vielleicht nicht immer leicht….aber….es geht….wenn Ihr nur wollt 😉

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