Exotische Sportarten: Bandy, Curling, Floorball und Speed Badminton

Exotische Sportarten: Bandy, Curling, Floorball und Speed Badminton

Bandy, Curling, Floorball – haben Sie schon mal von diesen exotischen Sportarten gehört? Sie sind zwar in Deutschland nicht so verbreitet wie in den Herkunftsländern Kanada, Russland oder etwa in Skandinavien, haben aber auch hierzulande einige Fans und bieten sich für spannende Sportwetten an. Auf interessante Randsportarten wie diese, live E-sportEvents sowie auf kuriose internationale Spezialwetten können Sie beispielsweise bei diesem Online-Buchmacher wetten.

Bandy – der Eishockey-Vorgänger

Bandy ist ein Mannschaftssport und gilt als Vorläufer des modernen Eishockeys. Weit verbreitet ist es vor allem in Nord- und Osteuropa. Besonders beliebt ist Bandy in Schweden und Russland. Es entstand als Alternative vom Hockey im Winter und wird häufig im Freien auf Schlittschuhbahnen und nicht wie Eishockey in überdachten Hallen gespielt. Generell ähneln die Bandy-Regeln eher denen des Fußballs, als denen des modernen Eishockeys. Gespielt wird mit einem tennisballgroßen Ball und nicht mit einem Puck. Es gibt elf Spieler und zwei Halbzeiten zu je 45 Minuten. Das Spielfeld hat die Größe eines Fußballplatzes und ist demnach viel größer als ein Eishockeyfeld. Gespielt wird mit Eishockeyschlittschuhen und Hockey-ähnlichen Schlägern; Helm, Mundschutz und Protektoren kommen auch zum Einsatz. Die russische Männernationalmannschaft ist derzeit die erfolgreichste. Bandy existiert bereits seit Mitte des 18 Jahrhunderts. Der erste Bandy-Verein in Deutschland (Charlottenburger Eislaufverein) wurde Anfang 1900, der deutsche Bandy-Bund 2013 gegründet. Die ersten Ligen gab es etwa zeitgleich in den Niederlanden, in der Schweiz, in Deutschland sowie in den skandinavischen Ländern. Die erste Europameisterschaft fand 1913 in der Schweiz, die erste Weltmeisterschaft 1957 statt. Bandy setzte sich in den Ländern durch, die einen regelmäßigen Winter haben, die eine Eisfläche über Monate garantieren.

Curling

Curling ist die bekannteste untern den hier aufgeführten exotischen Sportarten, da Curling seit den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano (Japan) eine offizielle Disziplin ist. Curling sieht auf den ersten Blick unspektakulär aus, fesselt aber trotzdem viele Zuschauer. Curling ist vergleichbar mit Eistockschießen oder Boule. Zwei Teams zu je vier Personen treten gegeneinander an. Das Ziel: Auf einer spiegelglatten, etwa 45 Meter langen und maximal fünf Meter breiten Eisfläche, möglichst viele Punkte zu erreichen, indem die insgesamt acht Curling-Granit-Steine in das sogenannte Haus befördert werden. Je näher sich die Steine am Zentrum nähern, desto mehr Punkte gibt es dafür. Als Haus bezeichnet man die kreisrunde Zielfläche am Ende der Bahn. Sie besteht aus drei Ringen, die unterschiedlichen Punktewerten entsprechen. Charakteristisch ist das Wischen der Teammitglieder mit dem Curling-Besen, um den Lauf des Steins zu beeinflussen. Die weltweit erfolgreichsten Nationen sind Kanada, Schweden und die Schweiz. Der deutsche Curling-Verband hat etwa 1.000 Mitglieder. Deutschland mischt bei internationalen Turnieren eigentlich immer vorne im Teilnehmerfeld mit. Die BRD wurde bisher sechsmal Europameister und konnte sich je fünf Silber- und Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften sichern.

Floorball

Floorball ist auch unter der früheren Bezeichnung Unihockey bekannt. Es ist ein mit Hockey vergleichbarer Hallen-Mannschaftssport, der in den 1970er-Jahren entwickelt wurde. Besonderheit beim Floorball ist, dass das Spielfeld durch eine Bande begrenzt ist und auch hinter den Toren weitergespielt wird. Das Großfeld misst 40 mal 20 Meter, das Kleinfeld 24 mal 14 Meter. Es gibt also in diesem Sinne kein „Aus“. Floorball oder Unihockey ist weit verbreitet in Schweden, Finnland und Schweiz. Es gibt Bestrebungen Floorball in das olympische Programm 2020 aufzunehmen. Der weiße Unihockeyball besteht aus Kunststoff und ist mit nur 23 Gramm sehr leicht. Zahlreiche kleine Dellen (Dimples) in der Oberfläche machen ihn aerodynamisch. Der Durchmesser beträgt 72 Millimeter, charakteristische sind die 26 Löcher. Auch der Unihockey-Schläger besteht aus Kunststoff und wiegt maximal 380 Gramm. Die Großfeld-Tore sind 115 Zentimeter hoch und 160 Zentimeter breit. Floorball wird mit fünf Feldspielern und einem Torwart gespielt. Die Regeln sind strenger als beim Eishockey, massiver Körpereinsatz ist verboten. Regel-Verstöße werden mit Zeitstrafen geahndet.

Speedminton

Speedminton, auch Crossminton genannt, ist ein Rückschlagspiel und eine Kombination aus Tennis, Squash und Badminton. Der Schläger ist Squash-ähnlich, der Ball heißt Speeder, sieht aus wie ein Federball, ist allerdings um ein vielfaches schwerer. Dadurch werden rasante Geschwindigkeiten von bis zu 290 Kilometer pro Stunde erreicht. Das Spielfeld misst jeweils zwei 5,5 Quadratmeter große Flächen. Der Abstand zwischen den Quadraten beträgt 12,80 Meter. Ein Netz gibt es nicht. Gespielt wird über drei Gewinnsätze mit je 16 Gewinnpunkten pro Satz. Steht es 15 zu 15, geht es wie beim Tischtennis in die Verlängerung. Für einen Sieg sind zwei Punkte Vorsprung nötig. Hat das Ihr Interesse geweckt? Mehr Informationen erhalten Sie beim Deutschen Crossminton Verband (DCV).

Bild: pixabay.com, 519199, Onemadis

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