Eine Streetfood-Gesellschaft für Europa

Eine schüssel mit Ramen

Der Streetfood-Trend aus Asien hat uns in Europa längst erreicht. Aber was bedeutet das und vor allem: Was hat es uns gebracht?

Wann es in Europa selbstverständlich wurde, sich mit Freunden beim Thailänder oder Vietnamesen zu treffen, kann im Nachhinein wahrscheinlich keiner mehr genau sagen. Tatsache aber ist: Wir alle essen gerne und selbstverständlich asiatische Küche. Die Rezepte, die wir dabei adaptiert haben, kommen aus Küchen, die nur noch aus Gewohnheit „fernöstlich“ genannt werden. Denn: Mittlerweile hat die asiatische Küche längst auch in unserer Küche Platz gefunden.

Leichte Suppen und herzhafte Currys rangieren weit oben auf der Beliebtheitsskala. Wir braten schon längst mit Kokosöl anstatt mit Olivenöl und experimentieren mit Gewürzen wie Kurkuma, Kardamom, Kefirblättern und Curry-Gewürzpasten. Doch der Trend geht über die Erweiterung unserer Speisepläne hinaus. Der Streetfood-Trend bedeutet, dass wir nicht mehr dreimal pro Tag essen, sondern lieber viele kleine Portionen, überall, ständig und vor allem: mit anderen Menschen zu uns nehmen. Auch das ist der asiatischen Kultur nachempfunden.

Algensalat, Maki und Fleischspieße werden im Restaurant niemandem allein serviert, sondern dem ganzen Tisch, denn wo geteilt wird, wächst Gemeinschaft. Und noch mehr: Das Setting ist unkompliziert, so wie in den weltbekannten Streetfood-Läden von Bangkok. Diesen Trend bringt ein Sprichwort aus Thailand auf den Punkt: „Die Süße der Speisen währt nicht lange, die von guten Worten schon.“ Denn: Wir essen zwar kleinere Portionen an verschiedenen Orten, aber das dauert seine Zeit und bietet genug Gelegenheit für wertvolle Gespräche…

Foto: Thinkstockphotos, iStock, e1520007207393, Amarita

4 Meinungen

  1. Kefirblätter….. aha, ich denke es waren wohl Kaffir-Limettenblätter gemein. Gibt’s btw bei jedem
    gut sortierten Asia Laden auch tiefgefroren und hält (fast) ewig. ’n Guten…

  2. Die Kaffirlimettenblätter+Galgant+Fischsosse= so ziemlich der typische Thai-Geschmack. Einfach ausprobieren.

  3. stop,…. Tamarindenpaste und frischer Koriander (die Blätter!) hätte ich fast vergessen. Und je nach Gusto Chilli. Jetzt kommt’s aber ganz gut hin.

  4. aufpassen, die typischen Thai Vogelaugen-Chilli (bidrs-eye) sind ziemlich fies (ja, auch getrocknet!).
    Und reichlich frische Frühlingszwiebeln müssen auch……

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