Ein Alarmton warnt vor unerwünschten Inhaltsstoffen

(Foto: PixelQuelle.de/Jens Z.)

Eine Spezialsoftware der ETH-Zürich ermöglicht das Auslesen von Barcodes auf Produktverpackungen. Fotografiert der Kunde diesen Strichcode mit der Handycam, erhält er detaillierte Informationen über die Ware. Er kann sie nur nicht lesen – bis jetzt. Das wollen Robert Adelmann und Christian Floerkemeier vom ETH Institut für Pervasive Computing nun ändern. Via GPRS bekommt der Kunde die "menschenlesbare" Übersetzung des fotografierten Strichcodes auf seinem Handy angezeigt. 

Das System kann aber mehr, als nur die Inhaltsstoffe eines Produktes anzeigen. Da die Software sich personalisieren lässt, hat der Verbraucher die Möglichkeit ein individuelles Profil zu erstellen. Sein Handy warnt ihn dann vor Gen-Food, allergieauslösenden Stoffen oder schlicht vor zu kalorienreichen Nahrungsmitteln. Darüber hinaus ist ein Preisvergleich möglich. Problemlos bekommt der Nutzer angezeigt, wie teuer das gleiche Produkt im Supermarkt gegenüber ist. Selbstverständlich wird er so auch direkt am Verkaufsregal Zugriff auf Testberichte und andere relevante Informationen haben.

Auf der Erlebnisausstellung «Die Welt zwischen 0 und 1» des Fachbereiches Informatik an der ETH-Zürich präsentieren die Forscher ihre Entwicklung vom 20. bis zum 28. Oktober. Die Schweizer suchen übrigens noch nach einem Partner für die Vermarktung der Technologie.

Sollten Barcodes irgendwann durch RFID-Etiketten ersetzt werden, könnte die nächste Generation solcher Geräte die Daten dann per Blue-Tooth auslesen.

Die Chefarztfrau

8 Meinungen

  1. [Persoenliche Meinung]Das ist IMHO eine nicht wuenschenswerte Entwicklung.Der Verbindungsaufbau kostet Geld, das Haendy sowieso und aus Datenschutzgruenden lehne ich Produkte mit RFID-chip grundsaetzlich ab.Wieso wird der Verbraucher nicht einfach durch eine Produktbeschreibung informiert. Ueberall stehen riesige Displays, die die Produkte bewerben. Da werden Millionen zum Fenster rausgeschmissen fuer bunte Etiketten und Trallalla. Und nun sollen technische Errungenschaften, die niemand wirklich braucht einer reichen Oberschicht Unterscheidungsmerkmale zugaenglich machen?Sehr fragwuerdig das Ganze.[Off]-m*sh-

  2. @m*shSo kann man die Sache natürlich auch deuten. Ich erwarte das die Funketiketten usw. sich nicht aufhalten lassen. Zu groß sind die logistischen Vorteile. Übrigens handelt es sich bei der Schweizer Technik noch um eine Methode, um die Waren an den EAN-Codes zu bestimmen. Da der „Gläserne Kunde“ unvermeidbar scheint, sollte zumindest auch das „Gläserne Angebot“ realisiert werden. Dann piept das Handy auch, wenn das Produkt in Kinderarbeit oder ohne soziale Mindeststandards erzeugt wurde. Solche Angaben werden sich wohl niemals auf den Hersteller-Etiketten finden…

  3. Die Frage ist, wer stellt dann welche Informationen ueber die Produkte zusammen?Wem vertraue ich?Warum ist das glaeserne Angebot nur fuer bestimmte Menschen verfuegbar.Statt also die Logistik technisch aufzuruesten (oder zig Millionen fuer Sicherheitswahn und sog. Terrorbekaempfung auszugeben), muesste das Verbraucherschutzministerium schlicht dafuer sorgen, dass der Verbraucher die relevanten Informationen erhaelt.Immerhin bezahlen wir mit unseren Steuern auch das Verbraucherschutzminsterium-m*sh-

  4. <>Wir stellen die zusammen. Die wirklich interessanten Infos werden nie auf den Produkten direkt gespeichert sein, aber durch die eindeutige Identifizierung des Produktes lassen sich sofort Infos zuordnen. Da wird es reichlich Initiativen geben, die Listen nach den unterschiedlichsten Kriterien zusammenstellen…Diese Vision kommt ganz ohne Staat aus, der Kunde bekommt einfach bessere Möglichkeiten bei der Kaufentscheidung.

  5. Das ist mir schon klar, sowohl dass die wirklichinteressanten Infos nicht auf den Produkten gespeihert sein werden, aber der Kunde muss dafuer extra bezahlen. Und das obwohl ihm diese Informationen eigentlich zur Verfuegung gestellt werden muessten.———Jetzt habe ich mal einen Schritt weiter gedacht. Das was Du geschildert hast ist EINE Moeglichkeit.Wenn die Daten aber zu den Produkten verfuegbar sind, kann man sich die Informationen hierzu evtl. aus dem Internet ziehen.Dann ist es dem Verbraucher ueberlassen, ob er sich selbst organisiert und seine Einkaeufe gruendlich(er) plant.Nur wie gesagt, denke ich, dass das Verbraucherschutzministerium hier die Instanz ist, die wir bezahlen und die schon vorhanden ist und die dafuer sorgen muesste, dass die Informationen den Buergern zugaenglich gemacht werden.-m*sh-

  6. Da sind typisch zwei Jungs am Werk: Gleich wieder die Welt verändern. ;o) Dabei wäre die neue Anwendungsmöglichkeit einfach nur praktisch. Wer auf kleinen Produkten versucht hat, die Inhaltsstoffe zu entziffern, wird froh um eine grössere Auflösung und klare Angabe auf einem Handydisplay sein. Vor allem, da in der Schweiz mit ihrer Viersprachigkeit alles mindestens dreisprachig angeschrieben sein muss. Da fallen die Texte derart winzig aus, dass nur mit Lupe lesbar.Allergiker sind auf dem Vormarsch, Diabetiker auch. Für diese Gruppe Konsumenten wäre diese Software auch in erster Linie gedacht. Sie piepst sofort, wenn ein Allergen in den (deklarierten) Inhaltsstoffen enthalten ist. Also nichts mit Oberschicht (ein hässliches Wort notabene). Als das Handy auf den Markt kam, war es zuerst auch eine teure Spielerei für Besserbetuchte, heute hat jedes Kind eines (ob das gut oder weniger gut ist, sei dahin gestellt). Dass das Handy immer mehr (wichtige!) Zusatzfunktionen übernehmen wird, liegt in der Natur der technischen Weiterentwicklung. Wäre ich Allergiker, würde ich drauf pfeifen, ob ich über mein Handy den GZSZ angucken kann, aber es könnte durchaus pfeifen, wenn sich irgendeine Nuss im Plätzchen verbirgt.

  7. Ach Mädels sind so bodenständig!Wir planen die Weltrevolution und Du suchst das Backwerk nach Nüssen ab! Aber immerhin noch besser, als die Kleider Knöpfe nach „Swastiken“ absuchen: Strickjacken mit Hakenkreuzknöpfen – die Staatsanwaltschaft ermittelt

  8. cuberovic andrea

    Sehr geehrte Damen und Herren
    mein Vater hatte einen Schlaganfall,wiegt 120Kg und müßßte unbedingt abnehmen,
    schafft es nicht alleine wird immer mehr,soweit hat er sich gut erholt braucht aber dringend
    Hilfe.Wohnhaft in BadHomburg Taunus.Vielleicht können Sie etwas vorschlagen,wir sind alle ratlos.Vielleicht gibt es etwas in diesem Raum Hessen?
    Vielen Dank warten auf Antwort

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