Donald Trumps Twitter-Account abgeschaltet

Zuerst hieß es, menschliches Versagen sei die Ursache – doch dann stellte sich heraus, dass ein aus dem Kurznachrichten-Unternehmen scheidender Mitarbeiter den Account aus Eis gelegt hatte.

Über zehn Minuten Funkstille

Der US-präsidiale Account war am Donnerstagabend um etwa 19 Uhr elf Minuten lang nicht erreichbar. Wer versuchte, die Seite (@realDonaldTrump) zu erreichen, erhielt die Nachricht, dass die Seite nicht existieren würde. Eine Erklärung von Twitter folgte auf dem Fuße: Ein „menschlicher Fehler“ hätte zum Ausfall der Seite geführt. Twitter würde den Fall untersuchen und Schritte unternehmen, damit er sich nicht wiederholt. Wenig später jedoch kam die Wahrheit ans Licht: Ein Kundenbetreuer des Unternehmens hatte die Seite an seinem letzten Arbeitstag abgeschaltet.

41 Millionen Twitter-Follower

Der privaten Twitter-Seite des US-Präsidenten folgen über 41 Millionen Menschen. Bereits in seinem Wahlkampf machte US-Präsident Trump von ihm regen Gebrauch, um di Medien oder unliebsame Gegner zu beschimpfen. Dabei verbieten die Geschäftsbedingungen von Twitter eigentlich Drohungen, Schmähungen und Belästigungen. Trump selbst bemerkte dazu, dass Twitter das für ihn beste Medium sei, um seine Äußerungen ungefiltert und spontan unters Volk zu bringen.

Aufregung und Schadenfreude

Die vorübergehende Sendepause des US-Präsidenten sorgte zunächst für viel Aufmerksamkeit – und natürlich auch für viel Schadenfreude bei den Gegnern und Kritikern Donald Trumps. So wurde Twitter von einem User aufgefordert, den Account „doch bitte wieder abzuschalten“. Ein anderer bemerkte im Hinblick auf den scheidenden Twitter-Mitarbeiter, „dass nicht alle Helden einen Umhang tragen“ würden.

Der ganze Vorfall hielt „POTUS“ (US-Kürzel für „President of the United States of America“) nicht davon ab, später am Donnerstagabend wieder zu kräftig twittern. So äußerte sich Trump zur Ernennung des neuen US-Notenbankchefs Jerome „Jay“ Powell und über seien Steuerreform, die am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Dabei schmähte er in einem Tweet erneut seine US-Wahlkontrahentin Hillary Clinton. Zu dem kurzzeitigen Ausfall seines Twitter-Accounts äußerte sich Trump allerdings nicht.
 
 
Bildquelle: Pixabay, 292988, LoboStudioHamburg

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