Digitalisierung: Die vierte industrielle Revolution ist in vollem Gange

Digitalisierung: Die vierte industrielle Revolution ist in vollem Gange

Die unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ fortschreitende Digitalisierung in der fertigenden Industrie verunsichert immer noch viele Führungskräfte und Mitarbeiter. Dabei könnten die Vorteile überwiegen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Erhöhung der Kapitaleffizienz

Der Themenschwerpunkt „Industrie 4.0“ auf der diesjährigen Hannover Messe kommt nicht von ungefähr: In einer aktuellen Studie kommen die Unternehmensberater von Roland Berger zu dem Schluss, dass sich die Kapitaleffizienz durch die verstärkte Digitalisierung in der Industrie von derzeit 18 auf bis zu 28 Prozent im Jahr 2035 steigern lässt. Demgegenüber gibt es gegenwärtig immer noch viele Unternehmer und Mitarbeiter, die das Thema Industrie 4.0 verunsichert: Viel denken, dass man im internationalen Wettbewerb den Anschluss verlieren könnte, oder das viele Arbeitsplätze verloren gehen. Die Berater von Roland Berger hingegen sehen eher Vorteile, zu denen auch mittelfristige, positive Impulse bei der Arbeitsplatzsituation gehören, die die digitale Revolution in der Fertigung beisteuern könnte.

Steigerung der Kaptalrendite

Die Studie zeigt auch, dass Deutschland bereits in der jüngsten Vergangenheit von der industriellen Digitalisierung profitiert hat. Bereits in den letzten 15 Jahren konnte die bundesdeutsche Industrie durch die Umsetzung von Industrie 4.0-Strategien die Kapitalrendite in der Industrie von 12 auf über 30 Prozent steigern, die Tendenz ist laut Roland Berger weiter steigend. Am Beispiel eines Automobilzulieferers prognostizieren die Berater, dass die Umstellung der Produktion auf Industrie-4.0-Standard die Rendite des eingesetzten Kapitals um 25 auf 40 Prozent steigern könnte. Bei der Auslastung des Maschinenparks wäre sogar eine Optimierung von 65 auf 90 Prozent denkbar. Bei dieser steigenden Produktivität sehen die Spezialisten von Roland Berger bei den Arbeitsplätzen langfristig keine Verluste: Zunächst würden traditionelle Jobs in der Industrie verloren gehen, aber dann könnten in Westeuropa bis zu zehn Millionen neue Jobs in den Bereichen IT und Dienstleistungen entstehen – dank Industrie 4.0.


Img: Thinkstock, 494390205, Wavebreak Media, Wavebreakmedia Ltd.

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