Die Kamelie – Zu Unrecht verrufen

Kamelie

Viele Gärtner bezeichnen die Kamelie als schwierige Pflanze. Dabei ist diese alte, aus Ostasien stammende Kulturpflanze wegen ihrer großen Blüten eine besondere Zierde für jeden Garten. Mit ein paar Tricks könnt auch ihr euren Garten mit Kamelien verschönern.



Eine Asiatin kommt nach Europa

Die bekannteste wilde Kamelienart, die Japanische Kamelie, wurde vom schwedischen Naturforscher Carl von Linné entdeckt. Die ersten Kamelien kamen schon im 16. Jahrhundert nach Europa. Seit dem 18. Jahrhundert wird sie in England als Gartenpflanze kultiviert. Bei uns werden Kamelien meist als Topfpflanzen verkauft. In warmen Gegenden könnt ihr Kamelien auch im Freiland anpflanzen, sie brauchen dann aber einen geschützten Standort und müssen im Winter mit Mulch und Vlies vor Frost geschützt werden. Eingetopfte Kamelien vertragen leichten Frost, wenn es jedoch zu kalt wird, müsst ihr sie in einem kühlen, frostsicheren und hellen Raum überwintern lassen.

Die Kamelie in unseren Gärten

Vom Frühjahr bis in den Spätherbst stehen die Kamelien am besten auf windgeschützten, leicht beschatteten Terrassen oder Balkonen. Zu dunkel darf der Standort allerdings nicht sein, andernfalls kommt sie nicht richtig zur Blüte. Steht die Kamelie sonnig, müsst ihr für ausreichende Bewässerung sorgen. Die Kamelie muss einerseits immer genügend Feuchtigkeit haben, auf der anderen Seite mag sie Staunässe überhaupt nicht. Ab Oktober muss die Pflanze bis zum Frühjahr trockener gehalten werden. Die Kamelie mag keinen Kalk, am besten bekommt ihr daher Regenwasser. Bei trockener Luft solltet ihr sie zusätzlich ab und zu mit etwas Regenwasser besprühen. Als Dünger für die Kamelie hat sich Rhododendron-Dünger als ideal erwiesen. Düngt jedoch nicht zu stark, denn der Wurzelballen ist salzempfindlich. Ihr könnt auch Flüssigdünger für Grünpflanzen verwenden, dann genügt alle drei Wochen eine Düngergabe. Normaler Balkonpflanzendünger ist wegen seines hohen Phosphatgehaltes eher nicht zu empfehlen.

Die Pflege der Kamelie

Wie alle immergrünen Gehölze vertragen Kamelien einen kräftigen Rückschnitt. Besonders bei jungen Pflanzen könnt ihr durch einen gelegentlichen Schnitt ein dichtes Wachstum fördern. Die günstigste Zeit hierfür ist das Frühjahr, bevor die Kamelie neu austreibt. Alle zwei bis drei Jahre könnt ihr die Pflanze umtopfen, bei älteren Pflanzen verlängert ihr diese Intervalle. Nehmt hierfür kalkarme Rhododendron-Erde, dann spart ihr euch die Mühe, selbst eine Mixtur herzustellen. Die beste Zeit zum Umtopfen ist in den Monaten Mai bis Juli.

Picture: Thinkstockphotos, iStock, Redzaal

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