Der Einfluss der Blogger-Szene auf die Modewelt

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Mode-Blogs schießen wie Pilze aus dem Boden – und setzen dabei echte Trends. Die Ansichten der Blogger geben die Meinungen der echten Mode-Konsumenten wieder. Die Modemacher können diese Entwicklung nicht mehr ignorieren und binden die Blogger kurzerhand mit in das große Mode-System ein. Das hat für beide Seiten viele Vorteile.

Präsenz zeigen, Mode machen

Mode-Blogger sind zumeist nicht sonderlich zurückhaltend. Weder mit ihren Meinungen, noch mit ihren Styles. Es gibt keinen Mode-Blog, der ohne Foto seines Machers auskommt – der Blogger schreibt nicht von einem dunklen Hinterzimmer aus seine Meinung in die Welt hinein, sondern steht mit seinem Gesicht selbst als Aushängeschild des Mode-Blogs da. Dabei sind nicht nur weiblichen Blogger im Vordergrund – auch ein Blog für Männermode findet Beachtung in der Modewelt. Einzigartig und stylisch sein lautet dabei die Devise der Blogger, was inzwischen auch von den Modemachern erkannt wurde. Diese binden die Blogger mit in die Szene ein. Einladungen zu großen Modenschauen sind für die Trendsetter keine Seltenheit. Dort sind sie nicht zu übersehen: Auffallend gekleidet und immer mit dem Handy oder einer Kamera bereit, viele Fotos von alles und jedem zu schießen.

Blogs als Konkurrenz zum Modejournalismus

Die Blogs im Internet sind authentisch und zeigen die Mode, die auf der Straße getragen wird, entweder vom Blogger selber oder auch von Menschen, die dem Blogger positiv aufgefallen sind, weil sie mit ihrer Kleidung ihren Stil zum Ausdruck bringen. Damit ist diese Mode quasi für jeden greifbar, anders als in vielen Hochglanz-Modejournalen mit Models in Designermode. Nicht die teuren Designer geben den Trend an, sondern die Blogger – Menschen von nebenan, die zumeist über ein durchschnittliches Einkommen verfügen und sich nur selten Designerstücke leisten. Die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten über Mode und Styles zu reden, begeistert: Der beliebteste Modeblog Deutschlands, „Les Mads“, hat mittlerweile 530.000 monatliche Visits und wurde inzwischen vom Verlag Burda übernommen. Der Blog ist hochbeachtet in Modekreisen und kann schnell neueste Trends zeigen. Das Tempo der Szene ist enorm, mit Blogs, Twitter-Nachrichten und Live-Streams verbreiten sich aktuelle Styles in Windeseile.

Authentische Mode für alle

Einen Blog zu erstellen, ist ein leichtes Unterfangen. Ein paar Fotos, ein paar Zeilen – doch reicht das auch aus? In den vergangenen Jahren haben sich Mode-Blogs extrem vermehrt. Viele folgen dabei dem immer gleichen Schema und sind nicht wirklich innovativ. Die wenigen, die dabei wirklich Mode machen oder finden und nicht nur Alltägliches ablichten, üben jedoch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Modeszene aus. Designer und Modelabels erfahren jetzt direkt, was ihre Zielgruppen denken – das macht die Blogs zu einem enormen Gewinn für alle.

Img.: Marco Lensi (Fotolia)

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