Das Lenovo ThinkPad W520 auf der Suche nach vergangene Zeiten

Früher war alles besser. Meist ist der Spruch ein Wunschgedanke, der sich auf das Unverständnis für die heutige Zeit bezieht. Beim Business-Notebook-Thinkpad ist dies leider Realität. Was einst unter amerikanischer IBM-Flagge zum Stolz eines jeden Geschäftsmannes wurde, ist nach Übernahme durch den chinesischen Hersteller Lenovo zu einer Markenausschlachtung geworden.

Klar, produziert werden klassische Thinkpads, doch die Verarbeitung lässt meist zu wünschen übrig. Das vorliegende Modell gilt inzwischen als das Paradebeispiel eines Thinkpads und muss sich mit der Konkurrenz messen lassen.

Warum das Apple MacBook Pro den Lenovo ThinkPad W520 den Rang abläuft

Bei der Auswahl wird der Apple-Kunde mit wenigen Modellen übersichtlich informiert und vor die Wahl gestellt. Lenovo ThinkPad W520-Interessenten müssen sich zwischen 23 Modellen (!) entscheiden. Preislich setzen beide auf gleichem Niveau an. Apple hat sein schickes Aluminium-Gehäuse, wobei der chinesische Hersteller weiterhin zu einer Mischlegierung aus Magnesium und Plastik greift, welches den typischen hochwertigen Thinkpad-Look verleiht. Die mobile Workstation ist recht dick, bietet Finger-Print Reader und andere nützliche Optionen für Geschäftsleute, die Apple bis heute vermissen lässt. Dafür ist das Designmetall aus Cupertino flacher und leichter. Beide Geräte verfügen über einen guten Akku, doch bei voller Last bricht jener des Thinkpads zusammen und schafft gerade mal mühselige 1,5 Stunden.

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Während man bei Apples Geräten ab 15 Zoll und aufwärts die entspiegelte Version gegen Aufpreis bekommt (darunter gibt's erst gar nicht die Möglichkeit, was auf völliges Unverständnis trifft), liefert Lenovo werksseitig einen entspiegelten Bildschirm aus. Bei den Auflösungen ist alles möglich, bis hin zu 1920 x 1080 Pixeln. Kleingeld zählt. Es gibt keine Hintergrundbeleuchtung, wie beim MacBook Pro, dafür die bewährt gute Thinkpad-Tastatur. Das Display selbst mag bei der Helligkeit nicht an der Qualität von Apples Displays herankommen, bietet aber ein extrem hohes Farbspektrum und ist gerade für Designer die bessere Wahl. Ausgerechnet beim Design spaltet sich dann wiederum die Meinung. Apple liegt im Trend, den Thinkpads wird Zeitlosigkeit bescheinigt. Hier entscheidet die subjektive Meinung.

Chinesischer Plastebomber oder zeitloses Edel-Notebook?

Der Versuch an alte Zeiten anzuknüpfen ist gelungen – zum Teil. Das Gerät wiegt weiterhin noch mindestens ein halbes Kilo (2,7 kg insgesamt) zu viel und scheint mit der endlosen Anzahl an Anschlussmöglichkeiten jeden Menschen glücklich machen zu wollen. Ehrenhaft aber unnötig. Man kann das Lenovo ThinkPad W520 vorsichtig als Desktop-Replacement betiteln, wenn man beachtet, dass es leider kein Nummernblock gibt, der den übergroßen Audioboxen zum Opfer fiel. Erhältlich ist es ab sofort.

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