Champions League Viertelfinale 2011: Inter Mailand vs. Schalke 04

Lange sah Bayern München wie der sichere Sieger aus. Das Hinspiel in Italien gewonnen, souverän 2:1 in der heimischen Allianz-Arena geführt. Wie aus dem Nichts dann der Ausgleich. Zwei Minuten vor Ende der Partie setzte Pandev den Münchner Knock-Out – und Inter Mailand stand im Viertelfinale. Hier treffen sie nun auf Schalke 04, wieder reist der deutsche Vertreter zunächst ins Guiseppe Meazza Stadion. Am kommenden Dienstag ist Anpfiff des Hinspiels.

Das Champions League Viertelfinale 2011 – Schalke europäisch top

So schlecht es in dieser Saison auch in der Liga läuft, in der Champions League spielen die Weißblauen in dieser Saison groß auf. Nur am ersten Spieltag setzte es eine Niederlage in Lyon, anschließend siegte Schalke in der Gruppenphase vier Mal, ein Unentschieden komplettierte die sichere Tabellenführung. Und auch im Achtelfinale wurde vor allem im heimischen Stadion streckenweise Zauberfußball gezeigt. In Valencia holte man einen Punkt, anschließend gewann das Team von – damals noch – Felix Magath 3:1. Rätsel geben die Leistungsschwankungen auf. Vermutlich ein Motivationsproblem, wenn man unter der Woche auf der großen Fußballbühne aufspielt, um am Wochenende nach Kaiserslautern, Hannover oder Nürnberg reisen zu müssen. Interessant wird zu sehen sein, wie die Mannschaft die Querelen um den Trainerwechsel wegsteckt. Ralf Rangnick hat nicht viel Zeit seinen Spielern die ihm eigene Taktikschule nahezubringen. Nichtsdestotrotz: Gegen die Titelverteidiger ist Schalke klarer Außenseiter, profitiert aber zum einen davon, dass sie zunächst auswärts ran dürfen, zum anderen haben sie in dieser Saison mehrfach unter Beweis gestellt was sie können, wenn sie denn wollen.

Inter Mailand im Champions League Viertelfinale 2011: stetiger Aufwärtstrend

Die Saison ging denkbar schlecht los für Inter Mailand. Nach der Vorrunde der Champions League, lagen sie hinter den Tottenham Hotspurs nur auf Rang 2. Und auch in der Liga sah es zum Jahreswechsel für den letztjährigen Tripple-Sieger abenteuerlich aus. Nach dem 17. Spieltag standen die Schwarzblauen nur auf Platz 7, 13 Punkte hinter Tabellenführer und Lokalrivalen AC Mailand. Der mächtige Präsident Massimo Moratti zog die Reißleine und entließ Coach Benitez. Sein Nachfolger kennt sich in Mailand bestens aus: der brasillianer Leonardo wurde verpflichten. Brisanz: Er trainierte zuvor eben besagten AC. Von dort an ging es aufwärts: Er ließ Eto'o wieder als Mittelstürmer spielen und schaffte den Anschluss an die Tabellenspitze. Schalke muss gewarnt sein: Mit Wesley Snyder, Samuel Eto'o und Diego Milito (wenn er denn spielen darf und annähernd die Form des letzten Jahres abrufen kann) verfügt Inter über weltklasse Offensivfußballer. Hinten hält Lucio die Abwehr zusammen und der brasilianische Nationaltorwart Júlio César (geschätzter Marktwert: 24 Millionen Euro) ist sicherlich auch kein schlechter.

Fazit

Sowohl bei Schalke, als auch bei Inter wird viel von der Tagesform abhängen. Das Team von Ralf Rangnick ist eine Wundertüte – war es schon in der laufenden Saison und diese Einschätzung verstärkt sich durch den überhasteten Wechsel des Coaches. Der Druck allerdings lastet den Mailändern. Als Titelverteidiger muss eine deutsche Mannschaft, die sich daheim im Niemandsland der Tabelle aufhält, unbedingt geschlagen werden. Zumal Schalke 04 zuvor erst einmal in ihrer Geschichte in der Runde der besten acht Mannschaften Europas stand.

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