Blood on the Saddle Eigenblut-Doping im Radsport, was ist das denn?

(Foto: PixelQuelle.de/adel)
Gemocht habe ich ihn ja nie, den ewig Zweiten mit der Leidensmine und den gewollt sportiven Gesten. Dazu noch dieser Sponsor, da weiß man wie die abenteuerlichen Teletubbie-Rechnungen sich erklären, womöglich hat Herr Ullrich höchstselbst addiert.
 
Ob Jan Ullrich weiß wie Blut-Doping funktioniert, ist mindestens fraglich, trotzdem wird ihm wohl die Unkenntnis nichts nutzen, denn Dummheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht und damit wir nicht auch dumm sterben oder womöglich vorher noch für dumm verkauft werden, versuche ich die Methode Eigenblut-Doping kurz zu erklären:
 
Die roten Blutkörperchen sind für den Sauerstofftransport zuständig. Wenn viel Leistung abgefordert wird, wird viel O2 in den Muskelzellen benötigt, also wirkt eine hohe Anzahl von roten Blutkörperchen leistungssteigend. Die Produktion dieser Blutkörperchen wird durch ein Peptidhormon mit dem Namen Erythropoetin ausgelöst. Unter dem Namen Epo wurde dieser auch synthetisch herstellbare Wirkstoff als Dopingmittel bekannt. Da sich Epo aber mittlerweile nachweisen läßt, mussten sich die „Sportmediziner“ eine unauffälligere Methode einfallen lassen, um den Sauerstofftransport im Körper künstlich zu verbessern. Mit dem sogenannten Eigenblut-Doping ist der Effekt im Gegensatz zu Epo kaum nachzuweisen. Den Sportlern wird während der Trainingsphase Blut abgezapft. Das entnommene Blut wird dann konzentriert und konserviert und erst kurz vor dem Wettkampf zur Steigerung des Erythrozytenpegels eingesetzt. Irgendwie hört sich das fast nach einer natürlichen Methode zu Leistungssteigerung an, aber ungefährlich ist die Erhöhung des Anteils der zellulären Bestandteile im Blut nicht. Als Parameter zur Bestimmung der Blutzusammensetzung dient der Hämatokritwert, wenn dieser zu hoch ist, steigt bei zusätzlichem Wasserverlust das Risiko für lebensgefährliche Blutgerinnsel enorm. Ein Hämatokritwert von etwa 40 Prozent gilt als normal. Ab einem Wert von 50 Prozent erhalten Radsportler aus gesundheitlichen Gründen Startverbot. Die Ächtung des Eigenblut-Dopings ist daher medizinisch wohlbegründet und soll die Sportler schützen.
 
Mit einer DNA-Analyse der in Spanien beschlagnahmten Blutpräparate, ließe sich deren Herkunft zweifelfrei nachweisen. Seltsam, dass Herr Ullrich nicht sofort einen solchen Test durchführen läßt, es sei denn die Anschuldigungen treffen zu.
 
Kreative Ausreden im Zusammenhang mit Doping kennen wir ja schon reichlich. Ich denke an Dieter Baumanns Zahnpastatube, aber wie sich unser Jan aus der aktuellen Affäre ziehen will, ist mir schleierhaft, wahrscheinlich spielt er wieder den Simpel. Schon bei seinem Partydrogen(Extasy?)  –Skandal [Jan Ullrich: Doping oder Drogen?]   konnte er mit Unwissenheit brillieren. Da hatte er „nur so zwei ganz kleine Pillen“ eingeworfen und schließlich hatte ja auch der Dealer seines Vertrauens seine Auskunftspflicht verletzt, indem er behauptet die Tabletten seien harmlos, behauptet Ullrich.



 
Die Chefarztfrau



PS: Bereits in der Nacht zum 1. Mai 2002 rammte Ullrich bei einer alkoholisierten Irrfahrt mit seinem Porsche ausgerechnet einen Fahrradständer. Ach Jan, irgendwie wirst Du mir am Ende doch fehlen!

12 Meinungen

  1. LiebhaberderChefarztfrau

    Diese Häme bei abgestürtzten Leistungssportlern ist billig.Wir lieben die Besten!Wenn alle bescheißen, dann müsste der Leisungssport geächtet werden.Solange wir den besten Sportler und die billigste Ware wollen, müssen wir die Folgekosten tragen.Auf dem Parkplatz vom Walmart ohne sportliche Idole?Vieleicht bleibt uns vorerst der Fußball als Insel der Glückseligkeit.Zweite sind auch nettes grüßt der virituelle LiebhaberderChefarztfrau

  2. LiebhaberderChefarztfrau

    Diese Häme bei abgestürtzten Leistungssportlern ist billig.Wir lieben die Besten!Wenn alle bescheißen, dann müsste der Leisungssport geächtet werden.Solange wir den besten Sportler und die billigste Ware wollen, müssen wir die Folgekosten tragen.Auf dem Parkplatz vom Walmart ohne sportliche Idole?Vieleicht bleibt uns vorerst der Fußball als Insel der Glückseligkeit.Zweite sind auch nettes grüßt der virituelle LiebhaberderChefarztfrau

  3. Gähn. Geht es noch langweiliger?

  4. @LiebhaberderChefarztfrau ,ich bin auch unnett zu Ersten, besonders auf dem Walmart-Parkplatz! Ist der Begriff Häme etymologisch mit den Wort Hämoglobin verwandt, würde ja passen, irgendwie ne Sandra?Überhaupt Sandra, ich hoffe, ich habe Dich nicht zu sehr gelangweilt. Extra für Dich: Was haben Frau Herman und Madame Antoinette gemeinsam? Aufsehenerregende Befunde der Neuropaläontologie schaffen endlich Klarheit.

  5. Hallo Chefarztfrau,ich habe nicht ganz verstanden, was an dem Eigenblutdoping die gefährlichen Langzeitfolgen sind.Danke zund GrußRobert

  6. Hallo,da kann ich Ihnen Rechtgeben, das die Folgekosten einer Krankheit wesentlich teuer werden kann, wenn man durch falsche Sparsamkeit die Krankheit chronisch werden lässt. Vor kurzem sprach ich mit meinem Nachbar, den hatte eine Zecke gebissen. Auch hatte er eine Wanderöte, ging aber nicht zum Arzt um sich die 10 Euro zu sparen. Wenn es dann zur chronischen Borreliose bekommt, kann es dann wesentlich teuerer werden. Für den Nachbar und für die Krankenkasse.Borreliose

  7. Andreas Nolden

    Naja, bei einer kleinen Hautrötung muß man nicht gleich zum Arzt rennen, oder? Wenns nach 2-3 Tagen nicht weggeht, oder gar schlimmer wird, ok, dann schon? (Natürlich gibts auch Fälle, wo Fieber mit einhergeht – dann ist ein Arztbesuch – leider! – wohl kaum zu vermeiden)Ich hätte aber noch einen anderen Tip: Elicina. Damit beseitigt man nicht immer die Ursachen, aber es könnte Linderung verschaffen. Ziemlich sicher bei Pickel, Akne, Rosacea, Narben(!)Kundinnen und Kunden mit Hautproblemen haben durchweg sehr guteErfahrungen mit unserer Elicina gemacht. Sie verbessert das Hautbildteilweise erheblich. Auch bei Akne, und vor allem bei Narben wirkt dieSchneckencreme teilweise erstaunlich. Einfach mal einlesen aufhttp://www.schnecken-creme.deLG,Andreasp.s.: Jaaaa, das war jetzt auch Werbung, da ich die Creme verkaufe. Aber,erstens muß man ja von irgend etwas leben, und zweitens: wenn sie dochhelfen könnte? Dann war mein Beitrag vielleicht ganz sinnvoll. .

  8. Das Problem dürften weniger die 10 Euro Praxisgebühr als vielmehr die Zeit sein, die ein Arztbesuch kostet. Bevor man 2 Stunden im Wartezimmer sitzt hofft man lieber darauf, dass die Rötung vergeht oder das Jucken aufhört. Die entscheidende Frage ist doch, was können die Folgen sein, wenn man zu lange wartet?

  9. Meiner Meinung nach sollte man direkt zum Artzt wenn man etwas merkwuerdiges auf den Haut bemerkt. Denn heutzutage gibt es so viele Arten von Krankheiten und eine Hautkrankheit kann sehr gefaehrlich sein. Darum sollte man aufpassen und nicht leichtsinnig sein. Gruesse!

  10. Mit Hautkrankheiten ist nicht zu spassen, darum sollte man aufmerksam sein und auch bei den Cremes darauf achten, dass man keine Allergie oder andere Probleme bekommt . Gruss

  11. Ich bin immer, immer aufmerksam was fuer Cremes ich verwende weil ich sehr auf meine Haut achte. Darum rate ich euch Acht zu geben. Gruesse

  12. Ich hab das auch immer wieder auf die lange Bank geschoben und als ich dann zum Arzt gegangen bin bekam ich das Unvermeidliche: Wären sie schon vor …. gekommen, dann wöre es bei weitem nicht so schlimm geworden. (gestreute Feigwarzen auf den Fingerbeeren – seeehr unangenehm)

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