Automobilkredit: Tipps für den Ratenkauf

Die Zinsen für Automobilfinanzierungen befinden sich auf einem historischen Tiefststand. Viele Menschen liebäugeln deshalb momentan mit der Idee, einen entsprechenden Kredit zu nehmen, um sich so endlich den Traumwagen anzuschaffen. Organisiert sind diese Darlehen als Ratenkredite. Vor der Aufnahme gilt es, zwei wichtige Punkte zu beachten: Wo sollte der Kredit aufgenommen werden und wie ist das Verhältnis von Anzahlung und Schlussrate zu den monatlichen Raten?

Wegen der Zinsen: Die Hausbank ist beim Autokredit nicht die erste Anlaufstelle

Gerade bei Neuwagen ist der Automobilkredit die gängige Zahlungsmethode. Die großen Hersteller in Deutschland verfügen deshalb inzwischen alle über eine eigene Bank, die sehr günstige Finanzierungsangebote unterbreitet. Zinssätze von 0,9 bis 1,9 Prozent sind nicht ungewöhnlich. Auf diese Weise können die Autobanken leicht die sonstigen Geldhäuser unterbieten. Wenn man ein neues Fahrzeug finanzieren möchte, sollte man deshalb erst recherchieren, ob der Anbieter eine eigene Bank unterhält. Oft werden die Darlehen dabei noch günstiger, wenn man sie direkt online abschließt.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Autobanken allerdings nur Darlehen für die Anschaffung von Automobilen (und teilweise auch Lastkraftwagen sowie Motorrädern) von Marken vermitteln, die zum eigenen Mutterkonzern gehören. Insbesondere für alle asiatischen Hersteller kann man deshalb keinen Kredit von einem derartigen Finanzinstitut bekommen. In diesem Moment lohnt sich der Kreditvergleich der klassischen Banken. Jetzt wird die Hausbank zu einer interessanten Anlaufstelle, da diese meist aufgrund der langjährigen Kundenbindung ein besonders gutes Angebot macht.

Anzahlung und Schlussrate: Ballonfinanzierung oder klassischer Ratenkredit

In aller Regel wird ein Autokredit angezahlt. Üblich sind bis zu 20 Prozent der Kaufsumme. Bei der weiteren Organisation des Darlehens hat man die Wahl zwischen einer sogenannten Ballonfinanzierung (auch Schlussraten-Finanzierung genannt) sowie dem klassischen Darlehen. Entscheidet man sich für die erste Variante, so wird während der Tilgungsphase nicht die gesamte Kreditsumme über die Raten zurückgezahlt. Bis zu 50 Prozent bleiben für die Schlussrate, die sich praktisch wie ein Luftballon aufbläst. Die Schlussrate kann anschließend entweder auf einen Schlag oder über eine Anschlussfinanzierung zurückbezahlt werden. Beim klassischen Darlehen wird der gesamte Kreditbetrag über die monatlichen Raten abbezahlt. Ist die Finanzierung getilgt, gehört das Fahrzeug anschließend dem Kreditnehmer.

Vor- und Nachteile der Schlussratenfinanzierung liegen auf der Hand. Je höher Anzahlung und Schlussrate sind, desto geringer werden die monatlichen Raten. Die Belastung des eigenen Budgets fällt also kleiner aus. Auch Personen mit geringeren finanziellen Möglichkeiten können auf diese Weise ein teures Auto finanzieren. Allerdings dauert es im Gegenzug wesentlich länger bis das Darlehen komplett getilgt ist.

Angebote vergleichen und die Rückzahlung nach den eigenen Möglichkeiten ausrichten

Möchte man ein neues Auto erwerben, ist der Vergleich der gängigen Angebote unverzichtbar. Träumt man von einem Fahrzeug der bekannten Hersteller, so ist vermutlich der Gang zur zugehörigen Autobank die richtige Entscheidung, weil diese Geldhäuser in der Regel die besten Konditionen offerieren. Bei der Organisation des Darlehens kommt es auf die eigenen finanziellen Möglichkeiten an: Wer ein teures Auto erwerben möchte, sich aber hohe Raten nicht leisten kann, sollte sich für die Ballonfinanzierung entscheiden. Ansonsten ist der klassische Rückzahlungsweg vorteilhafter. Eine hohe Anzahlung drückt dabei die monatlichen Raten nach unten. Weitere Informationen findet man auf kredit-fachwissen.de.

Bildquelle: Janet Layher – Fotolia

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