Nomen, die mit Verben oder Präpositionen ein festes Gefüge bilden, aber mit diesen nicht zusammengeschrieben werden, schreibt man groß, z. B.: in Bezug auf, sich in Acht nehmen, Rad fahren, Diät halten, Schuld haben, jmdm. Angst machen.
Aber: In Verbindung mit sein, bleiben oder werden gelten Wörter wie angst oder schuld nicht als Nomen und werden kleingeschrieben: mir ist angst, ich bin schuld daran.
In festen Wendungen werden nominalisierte Adjektive in der Regel großgeschrieben: im Dunkeln tappen, auf dem Trockenen sitzen, auf dem Laufenden halten u. v. m. (Es bleibt aber bei von fern, von klein auf, über kurz oder lang, durch dick und dünn u. a.)
Großgeschrieben werden ferner Sprachbezeichnungen nach einer Präposition (auf Französisch, in Italienisch) und Tageszeiten nach gestern, heute, morgen (gestern Abend, morgen Nachmittag).
Die Anredepronomen du und ihr und die dazugehörigen Possessivpronomen dein und euer werden kleingeschrieben, können in Briefen aber auch großgeschrieben werden: Vielen Dank für deinen/Deinen Brief …; du/Du kannst dir/Dir sicher denken …
Die Höflichkeitsanrede Sie und das entsprechende Possessivpronomen Ihr werden hingegen immer großgeschrieben.
Bei der Frage nach Leid tun oder leidtun herrscht bei mir allerdings noch immer Verwirrung, denn mein Duden sagt mir es würde ‚Leid tun‘ heißen, somit hätte die Mehrheit aller Autoren der Online-Magazine und -Zeitschriften diese Regel nicht begriffen, denn dann müsste es heißen: Es tut ihm Leid. Oder aber, sie haben einfach im „Duden – Wörterbuch neue Rechtschreibung. Was Duden empfiehlt" von 2005 nachgeschlagen, denn dort steht als richtige Lösung des Problems: leidtun.
Quelle: Duden-Newsletter 27.07.2007
