Artzt oder Arzt?

Das Wort ist eigentlich überhaupt nicht die wortwörtliche Übersetzung für den Beruf des Medikus, denn im Germanischen hieß es noch „lekeis“ und hatte seine Ursprünge im keltischen „léga“, das mit Heilung in Verbindung gebracht wurde.

Der erste phonologische Verwandte entstand aus einem eher herablassenden Begriff für Oberärzte am Tempelhof (lat. „archiater“), der die Arroganz der höher gestellten Ärzte verdeutlichte und somit von den Bürgern mit Naserümpfen empfangen wurde.

Ein Beruf zum Fürchten und Lieben

Dennoch schien der Respekt vor den Männern im weißen Kittel damals noch erheblich größer gewesen zu sein, ein Wunder eigentlich, da die Erfolgsquote der Quacksalber damals verheerend niedrig war.
Tatsächlich lag die Wahrscheinlichkeit während der Operation zu sterben nicht so hoch wie erwartet, allerdings starben sie danach wie die Fliegen, denn die mangelhaften hygienischen Zustände, sorgten dafür, dass sich die schlecht versorgten Operationsnarben gerne mal übel entzündeten.

All das macht sich natürlich gut bei „Wer wird Millionär“, aber zu wissen, wie sie nun richtig geschrieben werden, die Quacksalber und Medizinmänner, das hilft noch viel weiter.

Und noch etwas für Günther Jauch zum Schluss: eine Studie in den USA hat ergeben, dass die männlichen Chirugen die größten und auch attraktivsten Mediziner sind, die ja sowieso schon den Ruf eines guten Fanges haben. Die Einzigen, die das noch toppen können, sind Schauspieler, die den Arzt mimen.

Auflösung: Wie heißt es nun richtig?

„Arzt“, so lautet die korrekte Schreibweise, das zweite „t“ wird oftmals nur der Lautsprache wegen hinzu gefügt, denn wenn man ihn ausspricht, den „Arzt“, dann schlägt die Zunge an den Gaumen, als wäre ein „t“ vor dem „z“.

Weiterführende Links

http://www.literaturschock.de/buecher/3442437687.htm – Reviews zum Buch „Der Medicus“

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