Alkoholentzug: Suchttherapie und Entgiftung

Die Symptome eines Entzuges, besonders wenn der Betroffene jahrzehntelang getrunken hat, sind nämlich nicht nur psychisch anstrengend, sondern können auch physischen Schaden anrichten, weshalb der beobachtete Alkoholentzug in einem Krankenhaus vor irreversiblen Schäden retten kann.

Ein Alkoholentzug ist kein Wochenendausflug

Die Entgiftung des Körpers kann in den schlimmsten Fällen nämlich auch zum Tod führen, wird sie nicht professionell betreut.
Übelkeit, Zittern und der Drang, Alkohol trinken zu müssen gehen bei einer Entgiftung einher, was der Körper jahrelang in Massen bekommen hat, so schädlich es auch war, ist schwer auf zu geben. Neben den körperlichen Beschwerden kann es auch zu Halluzinationen oder dem Delirium Tremens kommen, das besonders ohne Beobachtung viel zu häufig tödlich endet.
Der Betroffene sollte sich immer vor Augen halten, wofür er den Alkoholentzug macht, Rückfälle geschehen häufig dadurch, dass die Symptome des Entzugs bekämpft werden sollen, aber genau diese sind ein Zeichen dafür, dass der Körper sich erholt.

Alkoholsucht bekämpfen durch Geduld und Gesellschaft

Viele denken, dass eine Suchttherapie ausschließlich aus Gesprächen besteht, tatsächlich liegt das Hauptaugenmerk jedoch bei einer Medikamenten-Behandlung, die den Entzug reguliert und es dem Körper einfacher macht, sich an die Umstellungen zu gewöhnen.
Aber auch mit Medikamenten ist die persönliche Therapie wichtig, da es selten der Fall ist, dass eine Alkoholsucht ganz ohne Grund entstanden ist.
Besonders bei einer langen Suchtgeschichte ist es notwendig, den typischen Tagesablauf eines Alkoholkranken um zu strukturieren, so dass auch die Gewohnheit des Trinkens ersetzt werden kann. Auch das Verhalten in sozialen Situationen, besonders mit Menschen, die nichts von der Sucht wissen, muss erst erlernt werden, so dass das Angebot eines Drinks nicht automatisch angenommen wird.

In allen Fällen muss man nicht versuchen, die Sucht im Alleingang zu besiegen, denn gerade der Weg zurück in eine Gemeinschaft hilft Geist und Körper, sich auf etwas anderes zu konzentrieren.

Weiterführende Links:

http://www.forum-alkoholiker.de/ – Forum für Alkoholiker und Angehörige

3 Meinungen

  1. Es geht bei einer Therapie aber nicht nur darum, den Tagesablauf und das Verhalten zu verändern (das ist kognitive Verhaltenstherapie). Sondern auch darum, tiefe Einblicke darin zu gewinnen, warum man eigentlich mit dem Trinken begonnen hat, sich seine Fehler zu verzeihen, anderen Menschen zu vergeben, sich selbst wieder lieben zu lernen etc. (Psychoanalyse).

  2. Sehr richtig, Trauer ist ein Zustand, jedoch gibt es Fälle in denen dieser Zustand kein Ende nahm. Das Wichtigste ist in Zeiten der Trauer, dass man sich jemanden anvertrauen kann, darüber redet und wie es so schön heißt „gesund trauert“.

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