Achtung: Gefahr aus dem Unterholz

Die meisten der kleinen Blutsauger sind harmlos. Einige Exemplare schleppen allerdings gefährliche Krankheitserreger mit sich herum, die dem Menschen schaden können. So sind bundesweit viele Zecken mit Borreliose infiziert. Wird diese bakterielle Infektionskrankheit nicht rechtzeitig behandelt, drohen langfristige Schäden wie chronische Gelenkbeschwerden und Lähmungen. Tipp: Die Ansteckung lasst sich meist an einer kreisförmigen Rötung erkennen, die ein paar Tage oder Wochen nach dem Pieks um die Einstichstelle herum auftritt. Wer diese Symptomatik bemerkt, sollte unverzüglich den Arzt aufsuchen. Im Frühstadium helfen Antibiotika.
 
Wesentlich seltener, dafür aber auch viel gefährlicher, ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Sie wird durch Viren verursacht, die das zentrale Nervensystem befallen – und im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Hirnhautentzündungen auslösen können. Das Problem: Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, lassen sich nur noch nur noch die Beschwerden lindern. Allerdings muss man sich vor FSME nicht in ganz Deutschland fürchten. Nur Zecken, die in bestimmten Regionen Deutschlands vorkommen, schleppen diese Erreger mit sich herum. Dazu gehören Bayern, Baden-Württemberg sowie Teile von Saarland, Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz.
 
Den absoluten Zeckenschutz gibt es nicht. Dennoch kann man während der „Saison“, die von März bis Oktober dauert, das Risiko eines Stichs reduzieren. Zu den sinnvollen Maßnahmen gehört in erster Linie: Vermeiden Sie die Aufenthaltsorte dieser Tierchen. Bleiben Sie auf den Wegen und streifen Sie nicht durchs Unterholz. Denn entgegen einem weitverbreiteten Irrglauben lassen sich Zecken nicht von Bäumen fallen, sondern lauern im Gestrüpp, auf Gräsern, Farnkraut und auf Büschen. Dort werden sie von vorübergehenden Menschen oder Tieren abgestreift.
 
Auf dem Körper ihres Opfers angekommen, krabbeln die Mini-Vampire solange auf der Haut herum, bis sie eine passende Einstichstelle gefunden haben. Damit man ihnen nur wenig Angriffsfläche bietet, muss man sich folglich gut bedecken, das heißt: Tragen Sie festes Schuhwerk, eine Kopfbedeckung sowie helle, geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen, die in die Socken gestopft werden. Extra-Tipp: Schütteln Sie nach Outdoor-Aufenthalten die Kleidung aus oder waschen Sie sie.
 
Da man den Zeckenstich kaum spürt, empfiehlt es sich außerdem den Körper aufmerksam unter die Lupe zu nehmen. Vor allem die Stellen unter den Armen, in den Kniekehlen, am Hals, Genitalbereich und bei Kindern auch der Kopf müssen in Augenschein genommen werden. Denn das sind die Lieblingsplätze der Zecken. Wird eine entdeckt, sollte man sie so schnell wie möglich entfernen, da die Übertragung von Borreliose-Erregern erst nach einigen Stunden erfolgt.
 
Das Beste ist: Man lässt sich von der Zecke durch einen Arzt befreien. Ansonsten sollte man den Blutsauger mit eine speziellen Zeckenzange oder einer feinen Pinzettemöglichst dicht über der Haut anpacken und ihn dann gerade herausziehen. Achtung: Keine Hausmittel wie Öl, Alkohol verwenden und Zecke möglichst nicht zerquetschen. Dadurch gibt der Blutsauger nur vermehrt Erreger ab! Anschließend Stelle desinfizieren. Gegen die in Europa von den Zecken übertragene Borreliose-Form existiert keine Impfung, aber: Es gibt eine Schutzimpfung gegen FSME. Diese empfiehlt sich vorsorglich bei Reisen in Risikogebiete – und zwar möglichst frühzeitig, denn die Prophylaxe besteht aus mehreren Teilimpfungen.

15 Meinungen

  1. Diese Infektionen sind auch für Hunde gefährlich und können tödlich wirken. Leider sind Zecken bei den Vierbeinern erst zu finden, wenn sie eine gewisse Größe haben, suchen bringt oft nicht viel und wer erkennt schon Erkältungssymptome bei seinem Hund.

  2. Der Antrag einer Saarbrücker Apothekerin auf sofortige Schließung der DocMorris-Filiale in der saarländischen Landeshauptstadt ist als unbegründet zurück gewiesen worden. Das Gericht teilte mit, eine Verletzung der Vorschriften gegen den unlauteren Wettbewerb sei nicht glaubhaft gemacht worden.Alles weitere über spätere Urteile ist Spekulation.

  3. noch einem Leser

    Natürlich geht es in den Schriften der Chefarztfrau ausschlißlich um Spekulation. So gesehen bleibt manN sich treu.Es ist das einzige Muster der einzigen Daseinsberechtigung von Chefarztfrau.Irgend etwas passiert und das Chefarztfrau spekuliert irgend etwas.

  4. @ LeserWas ist spekulativ, die Mündigkeit des Verbrauchers? Ich habe mit Ausnahme von Apothekern und ihren Mitarbeiterinnen noch keinen artikulationsfähigen Menschen gesprochen, der sich nicht verärgert über dieses wilhelminische Apotheken-Privileg geäußert hat. Jetzt immerhin, jetzt kommen Sie noch dazu. Wenn ich meinen Schweizer Bekannten von diesem Mega-Unfug erzähle grinsen die nur! In der Schweiz sind übrigens Versandapotheken und Mehrfachbesitz von Apotheken zugelassen, die Schweizer leben noch, unglaublich oder?PS: @ Noch ein LeserKann es sein, dass meine kritische Betrachtung zurKinesiologie Ihren religiösen Eifer geweckt hat??? Machen Sie doch bitte ein paar Kniebeugen, das hilft bestimmt…

  5. Hallo Herr Chefarztfrau. Ich stimme hundertprozentig mit Ihnen überein. Und das trifft mit Sicherheit auch auf genügend andere Menschen zu, um nicht als Randmeinung abgetan werden zu können. Offenbar haben Sie sich schon ein paar Schmeißfliegen gezogen. Aber keine Sorge. Im Herbst sterben die spätestens ab.

  6. Worauf Sie anspielen, entzieht sich leider meiner Kenntnis.Vorstellbar wäre jedoch, dass es mittelbar damit einhergeht, dass sich hier der Eine „kritisch“ nennt und der Andere, andere als Schmeißfliege bezeichnet.Es ist zu vermuten, ich liege richtig!

  7. @ dpetereit, die „Schmeißfliegen“ könnten Sie doch bitte an Ihrem Stammtisch weiter besprechen, dennoch paßt diese Ausdrucksweise, wenn ich mir die Kommentare von „Chefarztfrau“ auf Antworten betrachte, gut in das Niveau der Antworten von „Chefarztfrau“.Sie haben sicher einen Freund gefunden@ „Chefarztfrau“, diese Bestimmungen werden nach und nach im Rahmen der EU aufgehoben.Deutsche Apotheker finden das Verbot von Mehrfachbesitz schlecht, es wird allerdings umgangen durch die Überschreibung auf Familienangehörige.Das ist Praxis, alles andere ist „Google“.Die Deutschen lachen auch über das Schweizer System bei Selbstständigen.Für Mißerfolg steht die Gemeinde gerade und finanziert den Betreiber einer Firma, gut für sinnlose Unternehmen, aber schlecht für ein wirtschaftliches System auf Dauer.Das mag gehen in einem kleinen Land wie der Schweiz, das auf Deutschland zu übertragen bzw zu vergleichen ist sehr einfach gedacht

  8. Zum geäußerten Herbstgedanken sei auf den header aufmerksam gemacht.Zu Füßen der gar nicht so schulmedizinisch wirkenden und auf Apotheken schwörenden jungen Frau, leuchtet ein BETA.Im Übrigen ist Ihr Beitrag, in Anbetracht allgemeiner Kenntnis über Besitzstandsbewahrung und deren Gebaren, so überflüssig wie wohl Sie selbt.

  9. Ich sehe schon, ich hatte Recht. Am Interessantesten ist dabei immer, dass stets diejenigen ein Stammtischniveau beklagen, die selbst nicht einmal dieses erreichen. Insofern darf man entspannt bleiben. Und der Chefarzttochter im Speziellen hat die Chefarztfrau bereits sehr sinnvolle Vorschläge zur Entspannung unterbreitet. In diesem Zusammenhang mag man gern auch wieder einmal über die Sinnhaftigkeit anonymer Kommentierung nachdenken. Dies aber nur als Vorschlag am Rande…

  10. Kleine Regelkunde 1. Was ist germanblogs?Die Leser von germanblogs kommentieren und ergänzen die Beiträge.2. Was sind Weblogs?Kommentarfunktionen und viele andere Features machen Weblogs interaktiv und ermöglichen Diskussionen zu den veröffentlichten Inhalten.8. Ich bin kein Experte, möchte aber Beiträge ergänzen und kommentieren, wie geht das?Um kommentieren zu können, brauchen Sie zur Identifizierung nur Ihren Namen und eine E-Mail-Adresse oder Homepage angeben.Sollten Sie also mit den Regeln Probleme haben, … dann heulen Sie doch oder wenden sich an http://www.senioren-online.net

  11. Zurück zum Thema – Hier mal eine Schilderung (Von anekdotischer Evidenz) der apotherkerlichen Beratungsleistung. Gefunden im Focus-Online Forum, zitiert mit Erlaubnis des Autors „Highnoon“, also Danke:“Ich muss mich berichtigen: nie stimmt nicht. Folgendes ist mir passiert: aus Gründen, die hier nichts zur Sache tun, brauche ich Medikamente ohne Alkohol. Ich hatte eine Erkältung – Husten. Gehe in die Apotheke, verlange Hustentropfen ohne Alkohol. Die Apothekerin nimmt eine Packung aus dem Regal, stellt sie mir hin, sagt den Preis. Im selben Augenblick: „Ach, Entschuldigung, Sie wollten ja was ohne Alkohol!“ Nimmt die Packung weg, gibt mir eine andere. Nennt den Preis. Ich – vorsichtig geworden – schaue mir die Packung genauer an: Aufdruck: „Enthält 11,6 % Alkohol.“ Reklamation – Entschuldigung. Die dritte Packung. Ich wollte nicht unhöflich sein, habe sie genommen und bezahlt. Dann im Auto mir den „Waschzettel“ angeschaut. Ergebnis: Enthält 16,8 % Alkohol!Soweit zum Thema „Beratung in der Apotheke“. Ein guter Realschüler nach 3-jähriger Lehre wäre da vielleicht besser am Platz.“„By the Way“, wie positioniert sich eigentlich die FDP in dieser Sache? Steht sie zu ihrer Maxime des freien Marktes oder bleibt sie die Apotheker-Partei, frei nach der Devise „Freier Markt ist nur gut in den Märkten, in denen wir nicht als Anbieter auftreten.“

  12. Das Beispiel der Hustenmittel hat mich überzeugt.Grundlegende Reformen müssen her.Viel Spaß noch

  13. Der saarländische FDP-Abgeordnete Addicks spricht dazu…

  14. Um die Diskussion über Reformen am Gesundheitsmarkt wieder aufleben zu lassen, hier eine kleine Hintergrundinformation. Seit dem 01.01.2004 ist der Versandhandel mit Medikamenten in Deutschland erlaubt. Dies stellt doch auch eine Reform dar, von der nicht nur der Patient sondern auch viele Apotheken profitieren, die sich diesem Markt geöffnet haben. Mir wurde sogar der Alkoholgehalt von Hustenmitteln im elektronischen Beipackzettel angezeigt. Die Preise sind außerdem transparent. Ermöglicht durch Preissuchmaschinen, wie z.B.: medikamente-preiswert-bestellen.de

  15. ..es gibt derweil viele neue news!

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