Angespielt: „Madden 2007“ von EA Sports

Und bevor ich das Spiel überhaupt in das Konsolenlaufwerk schob, erfreute ich mich schon des ersten positiven Aspektes. Endlich verzichtete EA mal auf die ellenlange und unübersichtliche Anleitung, wie es bei den Madden-Vorgängern der Fall war. Nachdem ich bereits den Medien entnehmen durfte, dass Madden 2007 alle Verkaufsrekorde bricht(zumindest in den Staaten) war ich gespannt, was mich nach dem Einlegen der Scheibe erwartet.

Als der Startscreen erscheint, habe ich die Möglichkeit entweder sofort und ohne Umschweife auf dem Platz voll durchzustarten(das obligatorische „Play Now"), als Einzelspieler vor dem Spiel alle möglichen „Rund um- Einstellungen" vorzunehmen, im NFL Network, die taktischen Meisterleistungen der Coaches nachzuspielen, in kleinen Minispielen zig Boni freizuschalten oder im genialen Superstar-Modus, seinen Spieler in den siebten Football-Himmel zu hieven. Hier hat man wieder die Möglichkeit sich seinen Superstar selber zu kreieren. Am wichtigsten ist jedoch mal wieder der Agent, der, wie in den vorherigen Titeln, maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Karriere zum Superstar hat. Zu Beginn der Karriere bist du nicht der begehrteste Spieler auf dem Markt. Bevor die Top-Agenten ihre Stars wie Peyton Manning & Co. Auf das Abstellgleis schieben, musst du die Scorerlisten hinauf schießen, mächtig trainieren und deine Mannschaft zu Titeln führen.

Festgehalten werden deine Stats auf deiner Homepage und in (Werbe-)Filmen kannst du an Popularität dazu gewinnen. Im späteren Verlauf des Spiels kennt der Hype um dich keine Grenzen mehr(bei entsprechender Performance) und du bist der bestbezahlte und beliebteste Spieler der NFL. Du beziehst ein fettes Loft und kassierst massig Kohle. Neigt sich deine ruhmreiche Karriere dem Ende zu, erhältst du einen Platz, deiner Position entsprechend(Wide Receiver, Running Back etc.) in der Hall of Fame.

Neben dem Superstar-Modus habt ihr auch Zugriff auf den Franchise-Modus, den ich auch gerne als einen guten Football-Manager bezeichne. Hier könnt die Geschicke eures Klubs lenken. Wollt ihr Geld einsparen, müsst ihr ein gutes Auge für Talente besitzen. Sind euch die Zuschauerzahlen zu gering und die Infrastruktur stimmt euch nicht zufrieden müsst ihr einen Umzug anleiern. Wollt ihr euch den begehrten Meisterring holen müsst ihr in die Mannschaft investieren und die Crème de la Crème verpflichten. Gehen eure Vorhaben jedoch in die Hose, heißt es aus die Maus.

Nun zum Gameplay und den dazugehörigen Features: der Hammer aus dem letzten Jahr wurde noch erweitert. Neben eigen kreierten Offense-Spielzügen haben wir nun auch die Möglichkeit unsere defensiven Strategien abzuspeichern. Genial! Des Weiteren wird bei dem diesjährigen Madden explizit darauf geachtet, welche Eigenschaften euren Spieler denn besonders auszeichnen. Ob die schnelle Drehung oder der besondere Fangarm, jede dieser Eigenschaften kann euch den entscheidenden Vorteil bringen. Das EA dies grafisch wieder exzellent umgesetzt hat(Unterschiede in den Eigenschaften sind klar zu erkennen), brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Insgesamt hat sich die Grafik zum Vorgänger zwar nicht verbessert, doch dies war bei dieser perfekten Next-Gen Grafik auch gar nicht nötig. Einfach einmalig. Sensationell anzuschauen sind mal wieder die Wiederholungsszenen in der Slow Motion, wo der Zoomfaktor besonders groß ist und auch wirklich das kleinste Detail an den Spielern zu erkennen ist.

Und was wäre ein Spiel von EA Sports, wenn es nicht auch auf dem Spielfeld eine innovative Änderung geben würde? Zumindest kein EA-Spiel… Während es nämlich in all den Jahren zuvor der KI überlassen war, u.a. die gegnerische Defensive Line für eure Offense zu durchbrechen, ist es uns dieses Mal, durch die „Lead Blocker-Steuerung", selbst überlassen, unsere Angreifer ins Ziel zu bringen. Vor allem beim Laufspiel kann dies für einen ausschlaggebenden Vorteil sorgen. Selbstverständlich ist es durch geschicktes Handling des Pads möglich, den Fokus im Laufe des Spielzugs u.a. wieder auf den Wide Receiver zu lenken.

Wünschen würde ich mir diese Vielfalt in der Offensive auch für die Defensive. Ich weiß, einige werden nun behaupten, dass sie auf der Konsole Action pur erleben wollen. Doch wäre es nicht einmal spannend so eine richtige Defensivschlacht durchzuleben, wo der Spieler bis zum letzten Augenblick zittern muss, ob es bei dem 3:0 Vorsprung bleibt? Denn wenn man es darauf anlegt, kann es bei Madden auch gut und gerne 73:56 ausgehen, was jeglicher Realität entbehrt.

Im Multiplayer fängt das Spiel richtig an zu rocken, wenn wir uns das Ei mit 4 Personen zuwerfen können oder zum siegbringenden Run ansetzen wollen, doch von seinen eigenen Freunden im letzten Moment gestoppt wird. Dünn ist es leider mal wieder per XBOX Live. Was sich im deutschsprachigen Raum abspielt ist äußerst überschaubar. Was zwar wenig abwechslungsreich ist, jedoch durchaus zu engen Matches mit hohem Funfaktor führen kann.

Insgesamt gesehen ist und bleibt die Madden-Serie das herausragende Spiel auf dem Football-Sektor. Mit dem `07-Titel ist es EA gelungen, dank feiner Verbesserungen und Änderungen, einem genialen Gameplay und toller Grafik, den Vorgänger mal wieder zu toppen.  

Mehr Infos unter: EA Sports

Keine Meinungen

  1. Gestern ist mir wahrlich etwas Seltsames passiert und ich fing beinahe an, an ein Wunder zu glauben, an einen handelnden Gott, der willkürlich böse und dann wieder gut ist, oder gar an einen Teufel und einen Gott, welche ihre Kräfte miteinander messen und gegeneinander einsetzen, und das auch noch mittels meiner schwachen Person. Die kleine Geschichte ist (leider) wirklich wahr und es war so: Ich las mir Ihren empfohlenen Teaser einer kindgerechten Aufbereitung der Bibel durch und dachte, na gut, das ist schon viel verständlicher und als Einstieg für jüngere Menschen vielleicht geeignet, wunderte mich aber, wie Ihnen diese klare Form, die das Mysterium zu entzaubern droht, denn gefallen konnte, wo Sie doch ansonsten die mystische und symbolhafte Ausdrucksweise mehr schätzen. Das ist übrigens bei mir ganz genau so, ich liebe diese Sprache, denn die berührende Wirkung auf den Leser ist eine ganz andere, ganz eigene, welche Raum lässt für persönliche Überlegungen, Auffassungen, und philosophisch gesehen befriedigt sie den Wunsch nach persönlichen Erkenntnissen, die sich aus dem zunächst rätselhaften, verhüllenden Nebel metamäßig erheben können, sehr viel besser. Ich bekam also wieder einmal Lust auf einen Vergleich mit den reichhaltigeren Original(?)texten.Über Wikipedia kam ich dann irgendwann auch auf einen Link über Allogenes, den Fremden (Jesus???), und dessen Erkenntnisse und Erleuchtung. Und, da ich es da halte wie Sie, und lange Texte später lieber ausgedruckt bequemer und konzentrierter auf der Couch lese, kopierte ich mir die Geschichte nun Offenbarung für Offenbarung in die Word-Datei hinein. Gerade als ich dachte, da also haben sich die Katholiken die Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiliger Geist abgeguckt, Verstand, Körper und verbindende Seele, also mitten in meine Erkenntnis hinein, da plötzlich, aus heiterem Himmel, seltsam, da kommt selten etwas Gutes, stürzte mir der Computer völlig ab. Wird daher niemals mein primäres Medium werden!! Alles brach zusammen. Sooo total und sooo unerklärlich habe ich das in den letzten 10 Jahren noch nie erlebt. Es war wirklich das erste Mal und mitten im Lesen von ausgerechnet Glaubenstexten. Gibt’s ja gar nicht! Da will man schon mal…pff..und dann so was! Die Maus fraß die Icons und die Startzeile spurlos vom Desktop weg und fertig. Es wurde immer schlimmer bis hin zur Zustand Aktivität 0. Willkommen in Club, werden jetzt einige denken.Und die Startdiskette bestimmt irgendwo an einem geheimen Ort vergraben? Sowieso! Habe ich überhaupt eine angelegt? Mehrmaliges Ausschalten, etliche Versuche des Wiederhochfahrens, Strom ganz aus- und wiedereingeschaltet. Alles vergeblich. Äußerst mysteriös und höchst unnatürlich…..Ich war versucht, zu beten. Da schlug sich meine katholische Erziehung wieder durch. Wie hartnäckig diese Prägung doch ist, wenn man schon vom Kleinkindkindergartenhirn an….die wissen schon, was sie tun… Lieber Gott, bitte……Jawohl, in der Verzweiflung und in der Not wünscht man sich einen alleskönnenden, helfenden Gott oder wenigstens einen gelernten Computerfachmann. Aber am heiligen Sonntag? Und danach ist der weltliche Maifeiertag. Schlechte Aussichten.Bei Zeus, dachte ich, wer tut mir das bloß an? Mitten im Lesen biblischer Texte. Wer will dieses um jeden Preis verhindern? Gott selbst? Wohl kaum. Dann also der Teufel? Ich besann mich auf einen buddhistischen Rat und fing an, Böden zu putzen. Alle. Danach schaltete ich mutlos und mangels Gottvertrauen den Rechner wieder an, und siehe da, als wäre nichts gewesen, funktionierte das Kerlchen wieder bestens, gab sich unverschämt harmlos (wer ich?nööö!), war schneller als vorher, erfüllte überraschend eilfertig meine Befehle, eben als wäre nie etwas gewesen. Hatte wohl ein paar überflüssige Daten verloren und fühlte sich nun so erleichtert, als hätte es 10 Kilo abgenommen. Wer, ja wer, musste ich mich nun also fragen, hat das bewirkt, ohne jede Reparatur. Einfach so. Und wer hat’s vorher im wahrsten Sinn des Wortes verbockt? Hat Gott gegen den Teufel gewonnen? Jedenfalls konnte ich die Bibeltexte dann ohne neuerliche Störung weiterlesen. Schon seltsam so was, nicht wahr? Ich werd’ hier noch bekehrt…..Aber eine Votivtafel werde ich wohl trotzdem nicht stiften gehen. Vielleicht beim nächsten Mal. Und dann vielleicht eher dem Buddha.

  2. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie erinnert mich Ihr Text stark an die confessiones des großen lateinischen Kirchenvaters Augustin.tolle et lege!Viele GrüßeF.C.

  3. Ja, Augustinus‘ confessiones stehen wohl stellvertretend für alle Zerrissenen, Fragenden und deren zeitlose Suche nach der Wahrheit. Hierzu nur ein kleiner, passender Auszug daraus, dessen Ausdrucksweise kaum vermuten lässt, dass er vor ca. 1600 Jahren verfasst wurde:“Woher kommt nun also das Böse? War es eine böse Materie, mit der er dies schuf? Hatte er dieselbe gebildet und geordnet und blieb etwas zurück, das er nicht ins Gute wandelte? Fehlte ihm die Macht, das Ganze umzuwandeln, dass nichts Böses zurückbliebe, da er doch allmächtig ist? Endlich, warum wollte er aus der bösen Materie etwas schaffen, warum hat er sie mit seiner Allmacht nicht gänzlich vernichtet? Oder konnte sie gegen seinen Willen existieren? Wenn sie ewig war, warum ließ er sie so lange durch unendliche Zeiten rückwärts gewendet sein und wollte erst so lange hernach etwas aus ihr machen? Und wenn er so plötzlich etwas mit ihr vornehmen wollte, so hätte er sie in seiner Allmacht vernichten sollen, damit er selbst allein das ganze, wahre, höchste, unbeschränkte Gute wäre? Und wenn nichts gut vorhanden war, aus dem er, der gut war, Gutes bilden und schaffen konnte, warum hat er nicht die böse Masse beseitigt und vernichtet und eine gute bereitet, aus der er alles schaffen konnte? Er wäre ja nicht der Allmächtige, wenn er nichts Gutes schaffen könnte; er würde dann von einer Masse unterstützt, die er nicht selbst schuf. „Ist tatsächlich richtig interessante Lektüre. Danke für Ihren Hinweis.

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