Knieschmerzen beim Treppensteigen, ein steifes Handgelenk gleich am Morgen, ein leises Knacken in der Schulter beim Sport: Gelenkbeschwerden gehören zu den mit Abstand häufigsten Alltagsbeschwerden überhaupt. Sie betreffen nicht nur ältere Menschen. Auch Sportlerinnen und Sportler sowie Menschen mit körperlich besonders fordernden Berufen kennen dieses Gefühl, dass sich die Gelenke nach Belastung eher schwer als leicht anfühlen. Grund genug, genauer darauf einzugehen, was Knorpel und Gelenke im Alltag eigentlich beansprucht und welche Rolle die tägliche Ernährung dabei spielen kann.
Warum Knorpel besonders empfindlich ist
Knorpelgewebe erfüllt im Körper eine besondere Funktion: Es polstert die Enden der Knochen ab, ermöglicht reibungsarme Bewegungen im Gelenk und wirkt wie ein natürlicher, körpereigener Stoßdämpfer bei jedem Schritt. Anders als viele andere Gewebearten wird Knorpel jedoch nur sehr langsam durchblutet und erneuert, was ihn empfindlicher für Verschleiß macht. Wiederholte Belastung, einseitige Bewegungsmuster oder schlicht das Älterwerden hinterlassen deshalb im Knorpelgewebe mit der Zeit Spuren, die sich in Form von Steifheit oder Beschwerden bemerkbar machen können.
Kollagen als zentraler Baustein
Ein zentraler Baustein für gesundes Knorpelgewebe ist Kollagen, ein Strukturprotein, das dem Bindegewebe seine Festigkeit verleiht. Dabei gibt es verschiedene Kollagentypen, die jeweils ganz unterschiedliche Funktionen im Körper erfüllen:
- klassisches Kollagen Typ I findet sich vor allem in Haut, Knochen und Sehnen
- Kollagen Typ II kommt speziell im Gelenkknorpel vor
Ergänzend spielen auch pflanzliche Wirkstoffe wie Kurkuma eine wichtige Rolle. Das enthaltene Curcumin wird traditionell schon lange mit dem Bindegewebsstoffwechsel in Verbindung gebracht. Sowie Silizium, bspw. aus Bambussprossen, das ebenfalls am Aufbau stabiler Bindegewebsstrukturen im Körper beteiligt ist.
Kombinierte Präparate im Überblick
Wer sich mit dem Thema befasst, stößt online schnell auf einen Gelenkkomplex, also eine gezielte Kombination mehrerer Wirkstoffe in einem einzigen Präparat. Solche Kombipräparate bündeln typischerweise Kollagen, Vitamin C für die körpereigene Kollagenbildung sowie pflanzliche Extrakte, statt einzelne Nährstoffe separat einnehmen zu müssen. Das spart nicht nur Zeit im Alltag, sondern sorgt auch dafür, dass die verschiedenen Wirkstoffe in einem sinnvoll abgestimmten Verhältnis zueinanderstehen.
Darauf sollten Sie bei der Auswahl achten
Bei der Auswahl eines solchen Präparats schauen sie auf die Herkunft und Qualität der verwendeten Rohstoffe. Kollagenextrakte werden je nach konkretem Produkt aus ganz unterschiedlichen Quellen gewonnen, etwa aus Hühnerknorpel, Rinderknochen oder marinen Rohstoffen wie Fischhaut, wobei jede einzelne Variante ihre eigenen Vor- und Nachteile hinsichtlich Verträglichkeit, Geschmack und Herstellungsweise mitbringt. Auch Vegetarier und Veganer finden passende Zusammensetzungen.
Ergänzung statt Ersatz
Wichtig ist die Einordnung: Nahrungsergänzungsmittel sind, wie der Name schon sagt, als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung gedacht und kein Ersatz dafür. Ausreichende, regelmäßige Bewegung, eine abwechslungsreiche Ernährung mit genügend Protein und Vitaminen sowie das konsequente Vermeiden dauerhafter Fehlbelastung bleiben die Grundpfeiler für gesunde Gelenke. Ergänzende Produkte können diese wichtige Basis lediglich unterstützen, sie aber nicht vollständig ersetzen.
Kleine Gewohnheiten, große Wirkung
Wer diese Zusammenhänge versteht, trifft eine deutlich informiertere Entscheidung. Sowohl bei der täglichen Ernährung als auch bei der Wahl passender Nahrungsergänzung. Gesunde Gelenke sind das Ergebnis vieler kleiner Gewohnheiten über Jahre hinweg, und wer frühzeitig auf sie achtet, legt eine solide Basis für aktive Jahrzehnte, unabhängig davon, ob es um den Alltag, den Sport oder einfach nur um schmerzfreies Treppensteigen geht.
Bildherkunft: iStock, 2263086163, Dmytro Shtolko
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