10 Tipps für Hochzeitsfotografie: Den Brautstrauß nicht vergessen

Am Tag der Hochzeit sind Braut und Bräutigam meist viel zu beschäftigt, um wirklich über das perfekte Brautfoto, das große Feld der Hochzeitsfotografie im Allgemeinen und gewisse „Muss-Motive“ im Speziellen nachzudenken. Was im Nachhinein oft die wichtigste Erinnerung ist, den schönsten Tag im Leben dank Bildern wirklich unvergesslich macht und wunderschöne Momente noch einmal belegen kann, sollte also nicht als unwichtiger Nebenschauplatz in der Planung des großen Tages untergehen. Denn eine Heirat ohne die passende Hochzeitsfotografie, ist wie die Hochzeitstorte ohne Sahne: Es fehlt etwas!

Hochzeitsfotografie: Die Top 10

1

Professioneller Fotograf?

Hochzeitsfotografen haben einen stolzen Preis, und werden von vielen Paaren daher gleich von Beginn an von der Budgetliste gestrichen. Doch überlegen Sie sich zweimal, ob Sie den (leider oft sehr) teuren Preis nicht doch bereit sind zu zahlen. Denn ein professioneller Fotograf kann alleine durch seine Erfahrung und sein Können wunderschöne Erinnerungen kreieren, die rückblickend das gezahlte Honorar mehr als rechtfertigen können, als wacklige und unscharfe Bilder, die mit der eigenen, kleinen Digitalkamera geschossen wurden. Wie viel professionelles Licht, Wissen um Winkel und Motive, sowie Technik bewirken kann, sollten Sie nicht unterschätzen. Und für alle, denen die Summe trotzdem noch zu horrend erscheint, kann ein Kompromiss vielleicht weiterhelfen: Vor oder nach der Trauung für eine Stunde ein Shooting mit einem Fotografen an verschiedenen Orten rund um die Kirche oder einem nah gelegenen Park ist billiger, als ihn für den ganzen Festtag zu engagieren und ermöglicht es trotzdem, Hochglanzbilder vom Hochzeitstag zu bekommen.

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Semi-professioneller Fotograf & Familie

Eine weitere Alternative ist es, einen Hobbyfotografen aus dem Familien– oder Freundeskreis gegen ein geringes Honorar (oder als alternatives Hochzeitsgeschenk) mit dem Fotojob zu beauftragen. So können Sie hochwertige Fotos erhalten, und müssen kein Vermögen ausgeben – außerdem ist der persönliche Bezug zum Fotografen ohnehin von Vorteil. Dies sollten Sie übrigens auch beim professionellen Fotografen beachten: Gehen Sie sicher, dass die Chemie zwischen dem Fotograf und Ihnen stimmt, denn ein unangenehmes Gefühl oder Unsicherheit zwischen den Parteien ist auf Fotos sichtbar und verschlechtert jedes Ergebnis. Zusätzlich zum Profi sollten Sie außerdem dafür sorgen, dass Familienmitglieder und Freunde zusätzlich fotografieren, denn verschiedene Perspektiven fangen verschiedene Stimmungen und Blickwinkel des Festes ein, und je vielfältiger die Auswahl, desto lebhafter die Erinnerungen. Zudem sind Fotos von dem Brautpaar nahestehenden Personen oft eine Spur persönlicher.

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Minimum zwei Kameras

Letzter Hinweis zu den Fotografen: Gehen Sie immer sicher, dass mehr als eine Person die Hochzeit festhält, denn nichts ist ärgerlicher als missratene Bilder. Im Zeitalter von digitaler Fotografie ist diese Gefahr zwar drastisch gesunken (vergessene oder kaputte Filme ade), allerdings kann auch mit der Speicherkarte oder der Digitalkamera immer mal etwas schiefgehen. Doppelt gemoppelt hält also besser, und das Brautpaar muss sich keine unnötigen Sorgen machen.

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Offizielles Brautpaarfoto

Ein offizielles Brautpaar-Foto sollten Sie unbedingt auf die „To-Do-Liste“ setzen, denn einige, wenn auch manchmal eher gestellt wirkende Fotos sollten von jeder Hochzeit vorhanden sein, um verhinderten Gästen oder der Urgroßtante eine Freude zu machen. So mag es vielleicht spießig wirken, sich vor den blühenden Rosensträuchern zu platzieren, doch ein wenig Kitsch und Tradition gehört nun einmal zur Märchen-Hochzeit dazu.

5

Danksagungs-Foto

Vergessen Sie dabei auch nicht, gleich ein geeignetes Foto-Motiv für die Dankeskarten zu schießen. Hier kann neben dem klassischen Brautpaar-Foto auch gerne ein etwas spontaneres Fotomotiv her halten. Beliebt für die Dankeskarte sind unter anderem auch Nahaufnahmen des Brautpaares oder ein Foto, auf dem das Paar mit Sektgläsern anstößt oder die Ringe sichtbar sind. Seien Sie hier auch ruhig kreativ, denn die Dankeskarten sollen Ihre Persönlichkeit ausdrücken und somit auch Individualität versprühen. 

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Die wichtigsten Motive

Wenn Sie ein klassisches Hochzeitsfest mit allem Drum und Dran feiern möchten, so sollten Sie auch gewisse Traditionen unbedingt auf den Fotos festhalten. Folgende typische Situationen sollten dokumentiert werden:

  • Das Brautauto in seiner vollen Pracht, inklusive Nahaufnahmen vom Autoschmuck und den beliebten kleinen Schleifchen für die Autoantennen der Gäste.
  • Die Hochzeitstorte vor und vor allem während dem Anschnitt (mit genauem Detail-Blick, wessen Hand beim ersten Stück nun obenauf liegt, versteht sich!).
  • Das Ankleiden der Braut in dem Traum aus Weiß (oder jeder anderen beliebigen Farbe) kann oft für eine schöne und persönliche Fotostrecke im Album sorgen.
  • Der Brautstrauß in den Händen der Braut, sowie der Wurf sollten ebenfalls dokumentiert werden, genauso wie die neue Besitzerin des Straußes mitsamt der Braut nach dem Brautstraußwurf.
  • Die Braut- bzw. Bräutigamseltern und die Trauzeugen sollten unbedingt darauf achten, ein kleines Exklusiv-Foto mit dem Brautpaar zu ergattern, da genau diese so selbstverständlich wirkenden Gruppenfotos im Trubel oft vergessen werden.
  • Der Brautschuh und seine Versteigerung sind ebenfalls ein beliebtes Motiv.
  • Die Ringe bitte nicht vergessen, sie stellen sowohl auf einem Ringkissen, als selbstverständlich später auch an den Händen der frisch Vermählten ein gelungenes und beliebtes Motiv dar.

7

Alle Gäste erwischen

Gehen Sie sicher, dass jeder Gast – auch die fotoscheuen – mindestens einmal vor die Linse kommt. Eine nette und beliebte Idee ist dabei, für ein späteres Album einen alten Bilderrahmen auf dem Fest aufzustellen, mit dem jeder Gast früher oder später ein Erinnerungsfoto (gerne auch Paare oder Freunde zusammen) von sich schießen lassen muss. Um niemanden zu vergessen, auch bei diesem Vorhaben am besten wiederum eine Person mit der Gästeliste ausstatten, offiziell zum „Rahmen-Fotograf“ ernennen und somit im Vorfeld sichergehen, dass jeder einzelne Hochzeitsgast verewigt wurde. Bei den Rahmenbildern kommen zudem oft witzige Schnappschüsse zustande, die ebenfalls jedes Hochzeitsalbum bereichern und aufpeppen.

8

Gruppenfoto

Es gehört zur Hochzeitsfotografie ebenso dazu wie das „Ja-Wort“ selbst: das obligatorische Gruppenfoto. Viel gehasst, oft gestellt, und immer mit mindestens einem unglücklich getroffenen Gesicht in der Gästeschar ist es trotz aller widrigen Umstände unverzichtbar. Planen Sie also bereits im Voraus, ob es nicht besser ist, vor dem Kaffee, oder bereits nach der Kirche das Prozedere durchzuführen und klären Sie ab, wann wirklich alle Gäste da sind, so dass im Nachhinein keine wichtigen Familienangehörigen fehlen. Gehen Sie sicher, dass jeder gut sichtbar ist, die kleinen Cousins und Cousinen nicht nur Grimassen ziehen, und dann einfach tapfer durchlächeln!

9

Schwarz-Weiß und weitere Farbspielereien

Wie anders und besonders Schwarzweiß-Fotos wirken können, weiß jeder, der eine gleiche Fotografie schon einmal in Farbe und in Schwarzweiß miteinander verglichen hat. Klären Sie also vorher mit Ihrem Fotografen oder Freunden ab, ob Sie Bilder auch in anderen Tönen haben wollen. Viele Computerprogramme können Ihre Fotos auch problemlos im Nachhinein bearbeiten, allerdings sind Effekte während des Fotografierens oft natürlicher und besser eingestellt. Auch wunderschön können gerade Nahaufnahmen von Gesichtern in Schwarzweiß oder Sepia aussehen, da harte Konturen und kleinen Unebenheiten wesentlich weniger deutlich sind, und ein weicheres Bild gezeichnet wird. Denken Sie für Ihre Fotos also ruhig mal Schwarz-Weiß und erleben Sie schöne Überraschungen!

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Schnappschüsse und Fotospaß

Wenn Sie nun also das offizielle Brautfoto geschafft haben, das Gruppenfoto abgehakt werden kann, und vom Trauring, über die Hochzeitstorte bis hin zum Blumenschmuck alles im Kasten ist, sollten auch Sie am schönsten Tag in Ihrem Leben versuchen, noch ein bisschen Spaß mitzunehmen und lustige Erinnerungen festzuhalten. Eine schöne Idee, die garantiert keine gestellten oder staubtrockenen Fotos produzieren wird, sind Einwegkameras auf den Tischen verteilt: Damit sind Schnappschüsse, lustige und alberne Fotos und das Gegenprogramm zu so manch offiziellem Foto garantiert, und Sie können die fröhliche Stimmung Ihrer Gäste nachempfinden und teilen. Auch das Brautpaar selbst kann so einige Bilder mit dem Selbstauslöser von sich aufnehmen, und für weit persönlichere Erinnerungen sorgen, als jedes „Rosengarten-Hochzeits-Traumfoto“ es schaffen wird. 

2 Meinungen

  1. Sehr schöneHochzeitsbilder. Ich mag ja Bildauschnitte und nicht unbedingt immer gestellte Fotos! LG

  2. Ich finde den Artikel super, weil wir selber als Hochzeitsfotografen auch darauf achten. Die Fotos könnten besser sein. Da jedes Paar anders ist und unterschiedliche Bedürfnisse hat, würde ich auch abklären, welche Fotos das Brautpaar haben möchte.

    Bei Fragen könnt ihr euch gerne melden 🙂

    LG Andreas Zopf

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