Ernährung in der Schwangerschaft – Do’s und Don’ts

Weil sie sich und das Kind aber trotzdem gut mit Nährstoffen versorgen möchte, spielt die Ernährung in der Schwangerschaft natürlich eine ganz besonders große Rolle. Das landläufige Gerücht, Schwangere würden für zwei essen stimmt nicht, denn am Ende des Tages hat man während der Schwangerschaft ab dem 4. Monat nur 250 kcal täglich mehr verbraucht. Wichtig ist neben der Kalorienanzahl aber auch die Qualität der Nahrungsmittel, denn in erster Linie geht es bei der Ernährung in der Schwangerschaft um die gesunde Entwicklung des Kindes. Diät und andere ungesunde Ernährung sind darum tabu!

Gute Nahrungsmittel während der Schwangerschaft

Viele Vitamine und Nährstoffe, die bei der Ernährung für Schwangere wichtig sind, stecken in frischen Lebensmitteln, also in Obst und Gemüse. Schwangere sollten aber gerade jetzt darauf achten, die Lebensmittel sehr sorgfältig zu waschen und möglichst auch zu schälen, denn oft setzen sich auf der Schale Pestizide fest.

Eine sehr gute Alternative sind Obst und Gemüse in Bioqualität. Aufpassen sollte man bei Hülsenfrüchten und stark blähenden Lebensmitteln wie Kohlgemüsen, da manche Frauen dies während der Schwangerschaft nicht so gut vertragen und auch während der Stillzeit darauf verzichten müssen, da beim Baby sonst die Gefahr für schmerzhafte Blähungen besteht. Wenn man es aber ohne Beschwerden danach essen kann, sind solche Lebensmittel durchaus sehr gut, um die Ernährung in der Schwangerschaft abzurunden, denn gerade Hülsenfrüchte enthalten viele Vitamine und Proteine pflanzlicher Herkunft. Darüber hinaus sollte man viele Vollkornprodukte essen.

Gefahren für Schwangere

Die Ernährung in der Schwangerschaft kann auch Gefahren bergen. So sollten Schwangere, um sich vor Infektionen zu schützen, neben ungewaschenen Obst und Gemüse auch rohe Dinge meiden, so z.B. rohes oder halbrohes Fleisch, rohe Wurstwaren, roher Fisch, Rohmilchprodukte und Speisen die rohe Eier enthalten usw. Im normalen Zustand kann man Infektionen die daraus resultieren gut wegstecken, aber das Baby ist zu anfällig gegen Listerien, Salmonellen und Toxoplasmen und kann Schaden nehmen.

Fisch und Ingwer in der Schwangerschaft

Einige Menschen glauben, dass Ingwer bei der Ernährung in der Schwangerschaft weggelassen werden sollte, da er wehenfördernd wirkt. Darüber hinaus hört man immer wieder, dass sich in Fischgerichten besonders viele Schadstoffe ansammeln und auch anreichern. Gerade sehr fetthaltige Seefische (Thunfisch, Lachs, Marlin, Heilbutt, Hecht etc.) stehen in Verdacht, besonders viel giftiges Methylquecksilber zu enthalten.

Darüber hinaus befinden sich verstärkt sog. persistente organische Schadstoffe (abgekürzt POP) sowie Dioxine in Fischen. Bei der Ernährung in der Schwangerschaft und auch in Stillzeit sollte man darum eher zu Zuchtkulturen und fettarmen Fischen greifen oder Fisch ganz weglassen. Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren kann man ja auch durch den Verzehr von speziell angereicherten Lebensmitteln oder ganz einfach durch Leinsaat, Hanf-, Walnuss-, Raps- und Sojaöl, sowie durch das Essen von Algen erhalten.

Omega-3-Fettsäuren wird in Studien für die bessere Versorgung der Placenta, für seltenere Frühgeburten und bessere Entwicklung des Gehirns verantwortlich gemacht. Und auch die Mutter selbst hat direkt etwas davon, denn es treten durch ausreichenden Verzehr seltener Wochenbettdepressionen auf.

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