Wenn die Hitze zuschlägt

Vor vielen Jahren ist mir folgendes passiert: Als passionierte Langschläferin schlummerte ich im heißen Griechenland noch am späten Vormittag im Zelt vor mich hin. Das Dumme war nur, dass das Plastik-Iglu in der prallen Sonne stand. Und da ich schlief, merkte ich gar nicht, dass ich langsam hinüberdämmerte… Mein Glück war wohl, dass mein damaliger Freund nach mir schaute. Er versuchte mich zu wecken, aber das war gar nicht mehr möglich. Ich war total benommen. Geistesgegenwärtig schleppte er mich unter die kalte Dusche – genau richtig. In wenigen Sekunden kam ich wieder zu mir. Vielleicht habe ich damals einen Hitzschlag überstanden, zumindest die Vorstufe davon. Keine ungefährliche Situation…
Wenn das Thermometer steigt, produziert unser Organismus normalerweise Schweiß in ausreichenden Mengen. Dieser verdunstet auf der Haut, was die Hautoberfläche kühlt und so die Körpertemperatur konstant hält. Doch man kann seine natürliche Klimaanlage auch überfordern. Vor allem, wenn der Körper gleichzeitig unter Flüssigkeitsmangel leidet. Klassische Situationen dafür sind: längeres Warten in einem geschlossenen PKW, der in der Sonne steht oder zu große physische Anstrengungen bei sehr heißer oder feucht-schwüler Witterung. Schnell kann die Körpertemperatur dann über 40 Grad klettern. Zu den typischen Symptomen zählen: roter Kopf, heiß-trockene Haut, taumelnder Gang, Verwirrtheit bis hin zur Bewusstlosigkeit. Im Extremfall kann der Hitze-Gau sogar zum Tod führen.
Tatsächlich muss in einem solchen Fall der Notarzt gerufen werden. Bis dieser eintrifft, sollten unbedingt zusätzlich Erste-Hilfe-Maßnahmen ergriffen werden: Der Betroffene ist an einen kühlen Ort im Schatten zu bringen. Der Körper (vor allem der Kopf) muss mit feuchten, kalte Tücher gekühlt werden. Auch das Abspritzen mit kaltem Wasser kann lebensrettend sein. Kühle Getränke sind ebenfalls hilfreich.
Will man das erst gar nicht erleben, gilt die Devise: Im Sommer der Hitze ausweichen und körperliche Aktivitäten in die kühleren Tageszeiten verlegen. Auch luftige, lockere Kleidung ist empfehlenswert. Außerdem muss man mindestens drei Liter täglich trinken – am besten Wasser, Früchtetees oder verdünnte Fruchtsäfte.

8 Meinungen

  1. Wie immer ein paar gelungene Tips und eine schöne kleine Geschichte. Es klingt banal, aber ich weiss aus eigener Erfahrung, dass viele Menschen dazu neigen das Trinken zu vergessen. Also Leute: Bitte nicht den guten Tip übersehen mindestens drei Liter am Tag zu trinken. Und nicht unbedingt nur Bier!

  2. Bei aller guten Pflege sollte man aber immer wieder ein Auge auf den Pflegebetrieb haben, kein Nerv hält ewig. Beispiel auf meiner Webseite!

  3. Hallo Elias, darf ich denn einmal auf Deine Seite schauen?Und ob ich immer ein Auge darauf habe, dafür bin ich viel zu oft da und schaue in alle Ecken.Lieber Grusskarin

  4. Ich denke auch in der nächsten Zeit wird es ein brisantes Thema bleiben, dass auch viel in den Medien diskutiert wird.Aber das ist meiner Meinung nach auch gut so.

  5. also ich denke Deutschland spart zu sehr im sozialen Sektor. Gerade im Pflegedienst sind viele Stellen unterbesetzt, so kann keine vernünftige und menschenwürdige Pflege garantiert werden. Man sollte sich mehr Zeit für alte Menschen nehmen.

  6. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Bei immer mehr älten Leuten und immer weniger häuslicher Pflege. Und obwohl der Artikel hier schon etwas älter ist, ist das Thema nach wie vor aktuell!

  7. och habe ein leckeres Rezept für den ultimativen Durstlöscher entdeckt:
    http://wp.me/pBFLf-2F

    Grüße
    kiZzLe

  8. Man muss aber auch die Kosten häuslicher Pflege bedenken. Klar im Idealfall wäre das schon etwas Gutes, aber die Kosten sind einfach viel zu hoch. Zudem sind Pflegeheime inzwischen nicht mehr so schlecht, und ältere Menschen vereinsamen nicht komplett, wenn ihre Kinder ausgezogen sind.

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