Krisengebiet Nepal

Nepal
ist ein faszinierendes Land, das jährlich viele Individual-Reisende und Trekker
anlockt. Das Land am Rande des Himalaya hat die höchsten Berge, ist die einzige
Hindu-Monarchie der Welt und zugleich die Wiege des Buddhismus, zudem werden
hier mindestens 36 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen. Leider ist
Nepal aber auch vom „Bürgerkrieg“ gezeichnet. Das  Auswärtige Amt hat heute eine aktuelle Sicherheitswarnung herausgegeben. Von Reisen nach Nepal wird abgeraten
und wenn doch gereist wird, bitte mit höchster Vorsicht und gut
informiert.      
 

Kampf gegen Gyanendra

 
Der
autoritär herrschend König Gyanendra hatte im Februar 2005 mit
einem Putsch die Macht ergriffen. Die Sieben-Parteien-Allianz versucht nun mit
verschiedenen Mitteln (vor allem Demonstrationen und Streiks) ihn zur Rückkehr
zur demokratischen Ordnung zu zwingen. Zugleich wird das monarchistisch
regierte Land seit etwa zehn Jahren durch Rebellenkämpfe erschüttert. Die so
genannten Maoisten kämpfen für ein kommunistisches Regime und das Ende der
Monarchie.
 

Anschläge und Wegegeld

Die Lage in Nepal
spitzt sich zu. Touristen müssen sich zunehmend in Acht nehmen. Auch wenn
Touristen und Ausländer prinzipiell nicht Ziel der maoistischen Aufständischen sind,
besteht trotz allem eine Gefährdung durch Bombenanschläge auf öffentliche
Einrichtungen oder dadurch, dass Touristen bei gewaltsamen Auseinandersetzungen
zwischen die Fronten von Sicherheitskräften und Maoisten geraten. Nach
wie vor gelte die Empfehlung, die Mittelwestregion, die Westregion und den
Ostdistrikt ganz zu meiden.
 
Doch nicht nur in
den Städten – vor allem Kathmandu – wirken sich die Unruhen aus, auch
Trekkingtouristen und Bergsteiger müssen verstärkte Vorsichtsmaßnahmen
ergreifen. „Die Rebellenpräsenz im südlichen Bereich des Annapurnagebietes
ist nach wie vor sehr hoch, u.a. auf der Strecke Ghorepani (Schreibweise auch:
Ghodepani), Tadapani, Ghandrung (auch: Ghandruk) und Landrung (auch:
Landruk)“, so das Auswärtige Amt. Trekker müssen häufig Wegegeld an bewaffnete
Maoisten zahlen. Weigert sich der Trekker die Summe von etwa 15 – 126 US$ zu
zahlen, muss mit einem bewaffneten Überfall kurze Zeit später gerechnet werden.
Das Ergebnis kann man sich wohl denken. Auf der Strecke Jiri – Everest Base
Camp beträgt das Wegegeld momentan etwa umgerechnet 60 Euro. Netter Weise wird
dafür eine Quittung ausgestellt. Ordnung muss sein.

Auf das Handy im Notfall sollte man sich nicht verlassen. So kappten
beispielsweise die nepalesischen Machthaber letztes Wochenende in der
Hauptstadt Kathmandu, in der Stadt Patan und Umgebung die
Mobilfunkverbindungen. So sollten die angekündigten Massenproteste gegen König
Gyanendra unterbunden werden.
 
Weitere Informationen zu Nepal findet man hier.
Was letztes Wochenende in Nepal los war:
Netzeitung
Die Welt

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